Europas legendärste Grand Hotels

Romantischer Fünf-Sterne-Luxus am Ufer des Genfersees: »Beau-Rivage«.

Foto: beigestellt.

Romantischer Fünf-Sterne-Luxus am Ufer des Genfersees: »Beau-Rivage«. / Foto: beigestellt.

Romantischer Fünf-Sterne-Luxus am Ufer des Genfersees: »Beau-Rivage«.

Foto: beigestellt.

Was hilft es einem, wenn man in einem großartigen Hotel absteigt und am Abend weit fahren muss, bis man Gourmet-Essen bekommt, das diesen Namen verdient? Ist es wirklich schön, bei einem der weltbesten Köche zu essen und dann in einer Pension oder einem seelenlosen Neubau zu übernachten, weil es kein angemessenes Hotel in der Nähe gibt?

Und für den Fall, dass Hotel und Restaurant passen: Was tut man, wenn der Weinkeller nicht mithalten kann? Glücklicherweise gibt es Orte, an denen alles stimmt. Orte, an denen man unvergessliche Momente verbringen kann, von denen man immer wieder erzählen wird. Orte übrigens, die nicht nur schön sind, sondern die auch eine Geschichte haben, einige Jahrzehnte, manchmal Jahrhunderte währende Tradition.

Eine Reise an den Stammsitz eines Adelsgeschlechts, ins Zentrum zweier pulsierender Weltstädte, auf ein Schloss, das über dem Rhein thront, und an den wohl schönsten See Europas.


Ein Blick, der süchtig macht: Über den vollverglasten Frühstücks-Pavillon zum glitzernden Lac Léman bis hin zu den dahinterliegenden Berg­giganten. / Foto: beigestellt
Ein Blick, der süchtig macht: Über den vollverglasten Frühstücks-Pavillon zum glitzernden Lac Léman bis hin zu den dahinterliegenden Berg­giganten.

Foto: beigestellt

Beau-Rivage Palace

Schweiz, Lausanne
Besser kann ein Hotel nicht gelegen sein als das prächtige »Beau-Rivage« mit seinen Belle-Époque- und Neobarock-Flügeln. In den Hallen und endlosen Gängen mit viel Kristall kann man sich verlaufen, durch die große Parkanlage wandelten bereits Stammgäste wie Coco Chanel und Charlie Chaplin. In den nahezu perfekten Gerichten von schlichter, erlösender Schönheit von Küchenchefin Anne-Sophie Pic offenbart sich deren grandioses Gefühl für wahre Harmonie. Zum Gefallen der Weinliebhaber hortet Sommelier Thibaut Panas eine großartige Auswahl an Bordeaux ab 1996 und viele Schweizer.

Das Beau-Rivage in der Falstaff-Datenbank


»Schloss Bensberg« wurde nach dem Vorbild Versailles entworfen. / © Marc Jones Art 2014
»Schloss Bensberg« wurde nach dem Vorbild Versailles entworfen.

© Marc Jones Art 2014

Schloss Bensberg

Deutschland, Bergisch Gladbach
In dem von Kurfürst Jan Wellem erbauten Jagdschloss schwebt man über der Rheinebene. An den Statuen von Markus Lüpertz am Eingang gehen häufig Stars wie Robbie Williams oder Anastacia vorbei, bevor sie sich in den ausgesprochen schönen Zimmern des Schlosses einquartieren. Küchenchef Joachim Wissler ist längst auf dem Höhepunkt seines Schaffens und arbeitet in seinen Werken die kulinarische DNA Deutschlands heraus. Auch der Weinkeller lässt kaum Wünsche offen: Marco Franzelin ist ein Sommelier, wie ein Gast ihn sich wünscht. Er liebt US-Weine und ist Herr über zahlreiche Positionen mit Schwerpunkt auf Deutschland und Frankreich.

Schloss Bensberg in der Falstaff-Datenbank


So viel Schönheit, so viel Geschichte: Nur Louis- XV.- und Louis-XVI.-Möbel, nur Bilder aus dem 18. Jahrhundert. Das »Bristol« ist ein Traum. / Foto: beigestellt

So viel Schönheit, so viel Geschichte: Nur Louis- XV.- und Louis-XVI.-Möbel, nur Bilder aus dem 18. Jahrhundert. Das »Bristol« ist ein Traum.

Foto: beigestellt

Hotel Bristol

Frankreich, Paris
Das »Bristol« ist ein Traum. Ausschließlich Louis-XV.- und Louis-XVI.-Möbel, nur Bilder aus dem 18. Jahrhundert. So viel Schönheit. So viel Geschichte. Im Restaurant »Epicure« sind gleich zwei der Meilleurs Ouvriers de France tätig: Eric Frechon und Franck Leroy. Ihre zeitlosen Gerichte sind vergleichbar mit Haute Couture und sind voller Eleganz mit natürlichem Charme. Sommelier Bernard Neveu ist Herr über 92.000 Flaschen auf 2.800 Positionen, die ausschließlich von Winzern direkt bezogen werden – 95 Prozent davon sind aus Frankreich.

Le Bristol Paris in der Falstaff-Datenbank


Wiener Eleganz: Das »Palais Coburg« wurde 1845 fertig-gestellt. / © Palais Coburg

Wiener Eleganz: Das »Palais Coburg« wurde 1845 fertig-gestellt.

© Palais Coburg

Palais Coburg

Österreich, Wien
Das »Palais Coburg« in Wien hat nur Suiten. Jede davon ist schöner als die andere und jede ist anders. Der ehemalige Sitz des Adelsgeschlechts der Coburger, atmet Geschichte: In den Prunksalons haben bereits Könige zu Polkas von Johann Strauß getanzt, Lobby und Restaurant sind die perfekte Synthese aus Alt und Neu. Küchenchef Silvio Nickol glüht für seinen Beruf: Bereits ein Jahr nach Eröffnung bekam er für seine unübertrefflich filigran und eleganten Kreationen zwei Sterne. Und auch das Wein-Pairing dazu ist konkurrenzlos. In den sechs Kellern des Palais liegen über 50.000 Flaschen von 5.300 Weinen und Jahrgängen. Ein Keller der Superlative! Herrscher über das Reich ist Wolfgang Kneidinger, ein junger Österreicher, der jeden einzelnen Wein zu kennen scheint.

Das Palais Coburg in der Falstaff-Datenbank


Very british: In der »Promenade« wird Afternoon Tea serviert. / Foto: beigestellt
Very british: In der »Promenade« wird Afternoon Tea serviert.

Foto: beigestellt

Dorchester Palace

Großbritannien, London
Das 1931 erbaute »Dorchester Palace« steht mitten in einer Weltstadt und doch im Grünen. Schönster Raum im Londoner Hotel mit seinen 250 Zimmern ist die Promenade. Hier frühstückt man; hier trinkt man Tee. Der französische Spitzenkoch Alain Ducasse und Küchenchef Jocelyn Herland im »Dorchester« wissen um Traditionen bescheid, die Küche ist einerseits konservativ, andererseits an die internationale Klientel angepasst. Sommelier Christopher Bothwells Bestände sind bewusst übersichtlich: 4.000 Flaschen, 1.000 Positionen – dennoch hortet er einen Schatz aus einem Sortiment von weißem Burgunder. Wo sonst findet man einen 2000er Cros Parantoux von Jayer?

Das Dorchester Palace in der Falstaff-Datenbank


Weitere Impressionen aus den fünf Grand Hotels

Aus Falstaff Magazin Nr. 03/2016

Die besten Adressen im Überblick