Cognac: Die Weltstadt edler Spirituosen

Cognac — das kleine Städtchen in Südwestfrankreich ist nichts für Antialkoholiker.

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Cognac — das kleine Städtchen in Südwestfrankreich ist nichts für Antialkoholiker.

Cognac — das kleine Städtchen in Südwestfrankreich ist nichts für Antialkoholiker.

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Freitag

Es ist der Tag der Anreise entweder über Bordeaux oder mit dem TGV von Paris und  Angoulême. Das Abendessen nehmen wir im Hotel »Chais Monnet« ein. 

Cognac mit 1800 Einwohnern ist eine kleine Stadt in Südwestfrankreich im Département Charente-Maritime, 100 Kilometer nördlich von Bordeaux am Fluß La Charente. Dort finden sich die edelsten Schätze der Spirituosenwelt, versteckt in jahrhundertealten Kellern. Zwischen Weinbergen, fürstlichen Châteaus und uralten Kellergewölben trifft man dort auf so legendäre Cognac-Häuser wie Hennessy, Rémy Martin, Hine, Courvoisier oder Martell. Und in den Restaurants gibt es köstliche Spezialitäten der Region, fang-frische Meeresfrüchte des nahen Atlantiks, die bodenständige Landküche Frankreichs oder Gourmetgenüsse auf Sterne-Niveau. Cognac ist eine Stadt für Genießer, von überschaubarer Größe, aber mit einem ganz eigenen Charme.

Die Anreise kann entweder über Bordeaux oder über Paris erfolgen. In Bordeaux nimmt man am besten ein Mietauto, wer hingegen die Paris-Variante wählt, muss mit einem TGV zuerst nach Angoulême und kann von dort mit einem Mietauto weiterreisen. Ein sehr empfehlenswertes Hotel ganz im Zentrum der Stadt ist das »Hôtel François Premier« oder das Hotel »Le Valois«. Wer es aber einen Tick luxuriöser haben will, der sollte eher im Hotel »Chais Monnet« absteigen. Das aufwendig und modern gestaltete Fünf-Sterne-Hotel mit einem weitläufigen Spa-Bereich und einer ganz speziellen Architektur ist zu einer Art Wahrzeichen der Region geworden und verfügt über ein Gourmetrestaurant mit einem Michelin-Stern.

Samstag

Wir besuchen Cognac-Häuser wie Hennessy und Rémy Martin. Im »Le Bistro de Claude« essen wir zu Mittag, am Abend geht es in das »La Poulpette«.

Nach einem entspannten Frühstück beginnen wir den Tag mit einem Besuch des Cognac-Hauses schlechthin: Hennessy. Wichtig dabei: man muss sich vorher anmelden, der Besuch ist überdies kostenpflichtig. Nach der Verkostung von Hennessy-Cognacs stärken wir uns beim Lunch im »Le Bis-tro de Claude«, das dem »Guide Michelin« eine explizite Hervorhebung wert ist. Die Küche dort ist exzellent, nicht übertrieben teuer, dafür klassisch französisch mit ausgezeichneten Produkten, von Austern bis zur Gänseleber, wie man sie nur in dieser Region bekommt. Und natürlich ist die Auswahl an guten Cognacs riesig, so wie in den meisten Lokalen und Restaurants der Stadt. Anschließend wartet ein weiteres ikonisches Cognac-Haus auf unseren Besuch: Rémy Martin. Die Heimat des legendären »Louis XIII« und anderer höchst exklusiver Fine-de-Cognac-Qualitäten. Bei einem Spaziergang entlang der Charente verarbeiten wir all die reichen Eindrücke, ehe es in der Bar »Luciole« Cognac-Aperitifs zu degustieren gilt. Die Bar wurde erst im Juni 2017 eröffnet und verfügt über immerhin 200 verschiedene Cognacs, die man am besten in Form von faszinierenden Cocktails im Lokal oder auf einer herrlichen Terrasse genießen kann. Was spätestens zu diesem Zeitpunkt feststeht: ein Aufenthalt in der Stadt Cognac erfordert in jedem Fall ein gewisses Maß an Trinkfestigkeit.

Zum Dinner finden wir uns im Restaurant »La Poulpette« ein. Basierend auf tagesfrischen Marktprodukten, von den vielfach prämierten Chefs Antoine Vernouillet und Amandine Bernanose handverlesen, werden hier in legerem Ambiente absolute Weltklassespeisen auf Sterneniveau kredenzt.

Sonntag

Das »Le Coq d’Or« ist eine Institution in Cognac und ideal für einen Lunch. Für den Abend haben wir im Restaurant des Hotels »Chais Monnet« reserviert.

Die Erlebnisse des letzten Abends sprichwörtlich noch auf den Lippen, gehen wir selbst auf Entdeckungsreise auf dem Markt in Cognac. Wir verkosten lokale Produkte, lernen neue Geschmacksnuancen kennen und genießen die lebensfrohe Energie des kleinen Städtchens samt seiner Bewohner. Zum Lunch kehren wir im »Le Coq d’Or« ein – eine urtypisch-französische Brasserie, eine echte Institution in Cognac. Die Einrichtung entspricht einer klassischen, französischen Brasserie im alten Stil, die Meeresfrüchte sind genial, die Bedienung überaus freundlich. 

Berühmte Sehenswürdigkeiten gibt es in Cognac so gut wie keine, hier dreht sich nun mal alles um hochwertige Spirituosen. Und so besuchen wir auch an diesem Tag einen berühmten Cognac-Produzenten und fahren zu »Courvoisier« nach Jarnac, um auf den Spuren der Goldenen Jahre in Paris, der Joiede-vivre zur Jahrhundertwende und des Cognacs Napoleons zu wandeln. Den krönenden Abschluss bietet ein Dinner in den Räumlichkeiten des Luxushotels »Chais Monnet«, wo wir im Restaurant »Les Foudres« eine Sterneküche von ausgesuchter Qualität vorfinden. Hier zu speisen, ist ein echtes Erlebnis, Küchenchef Marc Antoine Lepage ist einer der besten Köche der Region. Und wer vom Cognac-Trinken dann immer noch nicht genug hat, der kann im Haus in der »Jazz Bar 1838« einmal mehr Drinks auf Cognac-Basis zu sich nehmen. Wie gesagt, ein Besuch der Stadt Cognac ist nichts für Antialkoholiker. Wäre auch sonderbar, wenn es um eine Stadt mit diesem Namen geht.


Hotels

Restaurants

Bars

  • Bar Luciole
    14 Pl. du Solencon, 16100 Cognac
    T:  +33 5 45817011
    bar-luciole.com
     
  • Rooftop Guinguet´
    50 Av. Paul Firino Martell, 16100 Cognac
    T: +33 5 17223223,
    chaismonnethotel.com
     
  • Louise Cocktail bar
    1 Place Francois 1er, 16100 Cognac
    T: +33 7 80915004 
    barlouise.com

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