Beschreibung

Der Zierfandler ist eine sehr interessante Sorte mit durchaus langlebigen Weißweinen, die aber nur noch auf circa 85 Hektar Rebfläche in der Thermenregion nahe Wien vorkommt. Entstanden ist er aus einer ganz natürlichen Kreuzung aus Rotem Veltliner und einer der Traminer-Familie zuzuordnenden Sorte, die bislang nicht weiter spezifiziert werden konnte. Der Zierfandler stellt hohe Ansprüche an die Lage, weniger aber an den Boden an sich und ist recht anfällig für Sauerfäule und Echten Mehltau. Dass sich seine Erträge als sehr unregelmäßig erweisen, macht zudem den Anbau nicht leicht. Seine Reifeperiode bewegt sich zwischen mittellang bis lang. Der Zierfandler, auch regional gerne Spätrot genannt, wird bevorzugt mit einer anderen Weißweinspezialität der Thermenregion cuvetiert: dem Rotgipfler. Stellenweise werden auch beide Sorten gemeinsam angebaut, geerntet und weiterverarbeitet. Seine Weine sind extraktreich, mild und geschmeidig, auch können bei entsprechendem günstigem klimatischem Verlauf edelsüße Weine aus ihm gewonnen werden. Neben Österreich kann außerdem noch Ungarn auf eine kleine, sehr begrenzte Rebfläche dieser Sorte verweisen.

Geschmack

extraktreich, vollmundig, fruchtbetont, Orange, Pfirsich, Aprikose/Marille, Lindenblütenhonig, zart würzig

FACTS

Terroir
Lehm, Kies, kalkhaltiger Sand
Reife
mittellange bis lange Reifeperiode
Reifepotential
trinken, 2–10 Jahre
Preis
10 bis 30 €
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