Beschreibung

Karriere hat diese Rebsorte erst unter dem Namen Trollinger gemacht, sie stammt aber eigentlich aus Alto Adige, wo sie Schiava Grossa heißt, deren Weine unter dem Namen Vernatsch oder Großvernatsch auf den Markt kommen. Immerhin verweist der Name Trollinger auf diese Herkunft, denn hier handelt es sich wohl um eine Abwandlung des Wortes Tirolinger. Als Trollinger ist die Rebe indes vor allen Dingen in Württemberg eine hoch geschätzte Sorte, die auf fast 2500 Hektar angepflanzt wird. Nach einer mittleren Reifezeit bringt der Trollinger einen beinahe roséfarbenen Wein ins Glas, tatsächlich handelt es sich aber um Rotwein. Sein Charakter ist eher rustikal und süffig, in Württemberg ist er aber beinahe eine Art Nationalgetränk, weshalb man ihn außerhalb der Landesgrenzen kaum findet. Im Anbau ist der Trollinger recht anspruchslos, leider ist er aber sehr anfällig gegen Fäulnis sowie den Echten und Falschen Mehltau. Dafür ist er enorm frostresistent. Nach Württemberg kann Südtirol mit gut 1000 Hektar die zweitgrößte Rebfläche vorweisen, ansonsten findet man lediglich ein paar Parzellen in Japan. Was kaum jemand weiß: Der Trollinger war an vielen Neuzüchtungen beteiligt, die bekannteste und am meisten verbreitete ist dabei der Kerner.

Geschmack

zart fruchtig, Kirschen, rote Beeren, mittelgwichtig, sehr rund

FACTS

Reife
mittellange Reifeperiode
Reifepotential
jung trinken, 1–3 Jahre
Preis
5 bis 10 €
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