Beschreibung

Der Saperavi ist eine alteingesessene Rebsorte Georgiens, wo er auch heute noch von großer Bedeutung ist. Im 17. Jahrhundert war er in Georgien sehr weit verbreitet, in der Gegenwart beläuft sich die Rebfläche auf unter 4000 Heltar. Der Name Saperavi bezieht sch auf den extrem dunklen und beinahe pinkfarbenen Saft der Beere, denn hier kommt ein Paradox zum Tragen. Die Haut des Saperavi ist relativ hell und lediglich blassrot. Der Saperavi stand auch für viele natürlichen Kreuzungen Pate, etwa für die Sorte Bastardo. Die Rebsorte treibt im mittleren Segment aus und reift spät aus. Der Saperavi ist sehr robust, weder Winterkälte noch Trockenheit im Sommer vermögen, ihm etwas anzuhaben. Zum vollständigen Ausreifen benötigt er indes warme Standorte, andernfalls fallen die Weine sehr säurebetont aus. Die Sorte gilt als recht hochwertig, die besten Saperavi-Weine verfügen über ein ordentliches Reife- und Alterungspotenzial. Er kann reinsortig ausgebaut werden oder auch Bestandteil einer Cuvée sein, der er Kraft, Farbe und Alkohol verleiht. Darüberhinaus eignet sich die Sorte auch für die Erzeugung halbtrockener und lieblicher Weine sowie für aufgespritete Weine im Portweinstil. Der Saperavi hat sich auch in anderen Länder des Ostens ausgebreitet, deshalb exisitieren bedeutende Rebflächen in der Ukraine, in Russland, der Republik Moldawien, in Aserbaidschan und in Armenien. Einige wenige Hektar stehen in Bulgarien im Ertrag. Eine Handvoll Winzer hat ihn sogar in Australien ausgepflanzt, etwa Hugh Hamilton im McLaren Vale.

Geschmack

tieffarben, fast pink und purpurfarben, dunkle Beeren, Waldbeeren, Cassis, herzhaft, pikant, körperreich,mineralisch,kraftvoll, tanninbeton, säurebetont

FACTS

Reife
mittlere Reifeperiode nach mittlerem Austrieb
Reifepotential
trinken, 2–8 Jahre
Preis
5.8 bis 13.5 €