Beschreibung

Noch bis vor 20 Jahren kannten diese Rebsorte bestenfalls Insider, vielen war sie völlig unbekannt, und andere belächelten sie schon wegen ihres Namens. Großes Interesse bestand plötzlich, als sich herausstellte, dass der Primitivo mit dem kalifornischen Zinfandel identisch sei, gleichzeitig stieg das Interesse an Weinen aus Süditalien. Zwischenzeitlich brachte man den Primitivo mit dem kroatischen Plavac Mali in Verbindung, die richtige Spur aber verweist auf die Rebsorte Tribidrag, eine gleichfalls in Kroatien alteingesessene, autochthone Sorte. Es gilt mittlerweile als gesichert, dass sie von Kroatien über Italien den Weg nach Kalifornien fand. Unter dem Namen Primativo wird sie in Italien erstmals 1799 erwähnt, die Bezeichnung ist dabei ein Verweis auf die relativ frühe Reife der Traube ("als erste reifend") im Vergleich zu anderen süditalienischen Sorten. Später wandelte sich der Name dann in Primitivo. Im internationalen Vergleich ist der Primitivo eine mittellang bis spät ausreifende Sorte, die für Grauschimmelfäulnis anfällig ist und unter Trockenstress leiden kann. Zudem neigt sie dazu, ihre Beeren innerhalb einer Traube unterschiedlich reifen zu lassen, sodass sich für Qualitätsweine eine Sichtung und Selektion empfiehlt. Unter dem Namen Primitivo wird die Sorte hauptsächlich in Apulien angebaut, die bekannteste Herkunft ist hierbei der Primitivo di Manduria.

Geschmack

tieffarben, dunkle Waldbeeren, Pflaume, getrocknete Früchte wie Feigen, Datteln, Rosinen, getrocknete Kräuter, Zimt

FACTS

Terroir
karge, gut wasserdurchlässige Böden
Reife
mittellang bis spät ausreifend
Reifepotential
trinken 2–7 Jahre
Preis
5 bis 49 €
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