Beschreibung

Die in Dalmatien weitverbreitete Rotweinsorte Plavina, deren vollständiger Name Plavina Bijela ist, wird häufig mit der Sorte Plavac Mali verwechselt. Tatsächlich ist sie aber das Ergebnis einer natürlichen Kreuzung der Rebsorten Verdeco aus Apulien und Tribidrag aus Kroatien. Wo genau diese Kreuzung stattgefunden hat, ist unbekannt. In Apulien gibt es beide Rebsorten, den Verdeco hingegen in Kroatien nicht. Durch die verwandtschaftlichen Beziehungen des Tribidrag zu Sorten wie Verdeco und nicht zuletzt zum Plavina selbst, geht die Forschung allerdings davon aus, dass die Kreuzung wohl doch auf kroatischem Boden stattgefunden hat. Heute ist der Plavina vor allem in Dalmatien beheimatet. Da er sehr spät austreibt, läuft er, je nach Standort, nicht Gefahr, von Frühjahrsfrösten gefährdet zu werden. Vor allem bei hohen Erträgen ist die Sorte besonders anfällig für Echten Mehltau und auch für Fäulniserkrankungen. Der Plavina reift mittel bis spät aus und bringt dann relativ konstant und kalkulierbar gute Erträge. Der Plavina ist überall in Dalmatien zu finden, außer in Istrien, sein Schwerpunkt liegt aber im nördlichen Dalmatien. Meistens wird er gemeinsam mit dem Plavac Mali angepflanzt. Reinsortig wird er eher selten ausgebaut, zumeist dient er als Verschnittpartner in einer Cuvée mit dem Zweck, das Endprodukt milder, geschmeidiger und weicher zu gestalten. Außerhalb Kroatiens sind weitere Vorkommen bislang nicht bekannt.

Geschmack

mittleres Rubinrot, transparent, samtig, weich, geschmeidig

FACTS

Terroir
karge, leichte Böden
Reife
eher späte Reife nach spätem Austrieb
Reifepotential
trinken, 1–3 Jahre