Beschreibung

Obwohl heute nicht mehr sehr weit verbreitet, gehört die Weißweinsorte Nosiola zu den alteingesessenen Rebsorten Italiens. Sie wird erstmals im 19. Jahrhundert unter dem Namen Nosiola erwähnt, da sie aber von einer Rebsorte Namens Raetice abstammt, die bereits zur Zeit der Römer in Italien weit verbreitet war, dürfte der Nosiola bereits wesentlich früher in den Weingärten Italiens gestanden haben. Sicher ist, dass es, im Gegensatz zu heute, wo er nur noch im Trentino vorkommt, früher auch in Südtirol Rebflächen gegeben hat. Darüberhinaus unterhält diese Sorte auch enge verwandtschaftliche Beziehungen zu der in der Schweiz im Valais angebauten Rebsorte Rèze. Die genaue Herkunft und der genaue Ursprung des Nosiola sind nicht geklärt. Der Name leitet sich vermutlich von seinem an geröstete Haselnüsse erinnernden Aroma ab. Da die Sorte früh austreibt, läuft sie Gefahr, in der Alpenregion in Winterfröste zu geraten, die ihr stark zusetzen können. In feuchten Jahren neigt sie auch zu Fäulniserkrankungen wie Sauerfäule, auch für den Echten Mehltau ist der Nosiola anfällig. Daneben können Austrocknung und Verhärtung der Stengel dem Nosiola zu schaffen machen. Der Zeitpunkt der Vollreife liegt spät. Im Trentino, wo diese Sorte überhaupt nur noch vorkommt, werden trockene Weine erzeugt, einige wenige WInzer stellen aber auch eine besondere Süßweinspezialität aus dem Nosiola her, den Vin Santo. Dieser Wein hat im Trentino eine große Tradition und wird im Regelfall im kleinen Eichenfass ausgebaut.

Geschmack

hell strohfarben, fruchtbetont, Apfel, frische Kräuter, Zitrus, Quitte. geröstete Haselnüsse Vin Santo: edelsüß

FACTS

Terroir
steinige Böden, Granit, Gneis, Kalkgestein
Reife
lange Reifeperiode nach frühem Austrieb
Reifepotential
trinken, 1–2 Jahre, Vin Santo: bis 10 Jahre
Preis
5.9 bis 29.5 €
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