Beschreibung

Entgegen falscher Annahmen und vor allem entgegengesetzt zu den meisten Muskat-Sorten, handelt es sich bei der Rebsorte Muscat de Hambourg um eine Rotweinsorte. Wann und wo er entstanden ist, liegt im Dunkeln, fest steht aber nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, dass es sich um eine natürliche Kreuzung der beiden Rebsorten Muscat d'Alexandrie und Schiava Grosso handelt. Das rückt ihn in enge verwandtschaftliche Beziehungen zu vielen aromatischen Weißweinsorten, wie Muscat à Petits Grains, Grillo, Torrontes (Argentinien) oder auch in unseren Breiten zu Kerner und Buketttraube. Darüberhinaus diente er als Kreuzungspartner für eine Vielzahl an Rebsorten. Der Name entstand nicht etwa, weil diese Rebsorte ertmals in der Stadt Hamburg auftauchte, sondern weil die Schiava Grossa früher unter anderem auch als "Black Hamburg" bezeichnet wurde. Die Sorte reift im mittleren Segment aus, die Trauben gelten unter manchen Insekten und Vögel als ausgeprochene Delikatesse, sodass immer mit Tierfraß gerechnet werden muss. Heute dient der Muscat de Hambourg in weitaus größerem Maß der Erzeugung von Tafeltrauben als von Wein. Das verdankt er unter anderem auch dem Umstand, dass die Trauben problemlos längere Schiffsreisen überstehen können. Weitverbreitet ist er in Frankreich, Osteuropa, Griechenland und Australien sowie Kalifornien. Erzeugt werden eher leichte trockene Weine sowie süße Dessertweine. Auch liebliche Weine kommen auf den Markt, vor allem aus Griechenland, Osteuropa, Mittelitalien und Zypern.

Geschmack

rubinrot, fruchtbetont, Traubenschale, Traubensaft, Rosenblätter, Muskat, Erdbeere, tropisch Früchte, leichtgewichtig

FACTS

Reife
mittel ausreifend
Reifepotential
trinken, 1–3 Jahre
Preis
6 bis 20 €
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