Beschreibung

Der Mondeuse Noir ist eine alteingesessene Rebsorte Ostfrankreichs und vor allem in Isére, Bugey und dem Weinbaugebiet Savoyen zu finden.Unter seinem heutigen Namen wird er erstmals 1845 erwähnt, unter seinem alten Namen, Maldoux, aber bereits 1731 im Jura. Es gibt Ampelografen, die der Ansicht sind, es könnte sich bei dem Mondeuse Noir um die bereits bei Plinius dem Älteren erwähnte Rebsorte Allobrogicae handeln. Dieser Name wird aber auch anderen Rebsorten zugestanden, etwa dem Nebbiolo, daher ist die Behauptung keinesfalls als gesichert zu betrachten. Sehr enge verwandtschaftliche Verbindungen unterhält der Mondeuse Noir zum Mondeuse Blanche und über diesen Weg auch zu der berühmten internationalen Sorte Syrah. Der Mondeuse Gris ist wiederum eine Mutation des Mondeuse Noir. Die Reife des Mondeuse Noir liegt eher im mittleren Segment. Anfällig ist die Sorte für eine ganze Reihe von Krankheiten, etwa Echten und Falschen Mehltau. Auch Chlorose, Trockenstress und Milben können dem Mondeuse Noir zu schaffen machen. 300 bis 350 Hektar beträgt heute die Rebfläche des Mondeuse Noir in Ostfrankreich. Da diese Sorte aber zur Zeit wiederentdeckt und ihr ein gutes Potenzial zugestanden wird, werden die Rebflächen vermutlich anwachsen, wenn auch nur in kleinem Rahmen. Die Weine des Mondeuse Noir sind tieffarben und verfügen über ein markantes Tanningerüst, das die Weine auch gut reifen und altern lässt. Außerhalb Frankreichs gibt es wenige Hektar Mondeuse Noir in der Schweiz, in Kalifornien und in Australien.

Geschmack

tieffarben, purpurfarben mit dunklem Kern, fruchtbetont, Sauerkirsche/Weichsel, Schwarze Johannisbeere/Ribisel, tanninbetont, mittelgewichtig

FACTS

Terroir
steinige, lehm- und kalkhaltige Böden
Reife
mittelspät ausreifend
Reifepotential
trinken, 2–10 Jahre
Preis
11.9 bis 44.5 €
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