Beschreibung

Die alteingesessene Rebsorte Mauzac, vor allem in Südwestfrankreich mit dem Zentrum Gaillac verbreitet, wurde erstmals im 16. Jahrhundert erwähnt. Die Entstehung des Namens konnte bis heute nicht geklärt werden, ursächlich werden zwei Ortschaften in der Nähe von Toulouse angenommen, Mouzac oder Méauzac. Um ein paar Ecken ist er durchaus verwandt mit der Sorte Moiuzac Noir – beide Sorten gehen vermutlich auf die Rebsorte Negret Castrais zurück –, ist aber keine Mutation. Der Mauzac Blanc fühlt sich besonders wohl auf Kalkgestein und lehmhaltigem Kalkgestein, ist erstaunlich resistent gegen beide Varianten des Mehltaus, dafür ist er aber anfällig für Milben, den Sauerwurm, für gewisse Pilzerkrankungen und das unerklärliche Absterben einzelner Arme (The Dead Arm). Der Mauzac ist auf der anderen Seite sehr vielfältig, es lassen sich stille trockene Weine aus ihm ebenso keltern wie Süßweine, wenn die dünnen Schalen des Mauzac mit dem Edelschimmel Botrytis cinerea befallen werden. Er findet auch gerne Eingang in eine Cuvée, etwa mit dem Len de L’El oder dem Muscadelle. In Limoux bereitet man aus dem Mauzac einen bemerkenswerten Schaumwein, entweder als Crémant im Verbund mit Chardonnay oder nach der Méthode Ancestrale, bei dem er mit 100 Prozent dann die Alleinherrschaft inne hat. Außerhalb Frankreichs haben sich nur einige wenige Erzeuger rund um den Globus dieser Sorte angenommen.

Geschmack

grüner Apfel, frische Birne, Lindenblütenhonig, Aprikose/Marille, Vanille, Zimt

FACTS

Terroir
Kalkgestein, lehmhaltiges Kalkgestein
Reife
lange Reifeperiode
Reifepotential
trinken 2–5 Jahre