Beschreibung

Der Name Lairén lässt Mutmaßungen aufkommen, diese alteingesessene Rebsorte Andalusiens wäre eng verwandt oder sogar identisch mit der Sorte Airen aus dem spanischen Hochland von Madrid. Untersuchungen haben indes ergeben, dass beide Sorten wenig miteinander verbindet und somit auch keine verwandtschaftlichen Beziehungen bestehen. Erwähnt wird der Lairén erstmals 15123 unter dem Namen "Layrenes", somit dürfte es sich um eine der ältesten Rebsorten Spaniens handeln. Die Rebsorte verfügt über große Trauben mit mittelgroßen, sehr dickschaligen Beeren. Das verschafft ihr eine große Resistenz gegen Fäulnis- und Pilzerkrankungen. Auch für Trockenstress in der warmen Sonne Andalusiens zeigt der Lairén wenig Anfälligkeiten und fühlt sich auf einer Vielzahl von Böden sehr wohl. Einzig Frühjahrsfröste können ihm zu schaffen machen. DIe Sorte treibt früh aus und reift nach einer mittleren bis längeren Reifeperiode aus. Die Sorte ist wuchskräftig und bringt gute Erträge und verträgt dabei einen eher länger gehaltenen Rebschnitt. Unter dem Namen Lairén kommt sie in Jerez und Montilla-Moriles vor, wo sie zumeist mit anderen Sorten verschnitten wird und einen trockenen, neutralen Weißwein hervorbringt. Auch in Málaga wird sie in kleinen Mengen angebaut. Wegen der ständigen Verwechslung mit dem Airen sind präzise Aussagen über den Charakter der Sorte recht schwierig. Allerdings wird der Lairén unter dem Namen "Malvar" auch bei Madrid angebaut und spielt dort eine nicht unbedeutende Rolle in der Herkunft "Vinos de Madrid DO". Dort wird er nicht nur zur Erzeugung trockener Weine herangezogen, sondern auch auch zur Produktion süßer Weine beziehungsweise süßer Spätlesen, die mitunter auch im Barrique ausgebaut werden. Weitere Vorkommen sind nicht bekannt.

Geschmack

strohgelb mit grünlichen Reflexen, Zitrus, Mandel, Mandelblüte,

FACTS

Terroir
in erster Linie lehm- und tonhaltige Böden
Reife
längere Reifeperiode nach frühem Austrieb
Reifepotential
trinken, 1–2 Jahre