Beschreibung

Mit der vermutlich erstmaligen Erwähnung im Jahr 1517 gehört der Freisa zu den ältesten Rebsorten des Piemont - und auch zu den bedeutendsten, obwohl hier lediglich noch einige hundert Hektar im Ertrag stehen. Der Anbau der Rebsorte war viele Jahrzehnte lang rückläufig, bis man in den letzten Jahren das große Potenzial dieser Sorte neu entdeckte und den Bestand stabilisierte. Heute erzeugen etwa Winzer wie Vajra oder Bologna wieder überragende und sehr bemerkenswerte Rotweine aus dieser traditionsreichen Sorte. Freisa, so vermutet man, ist ein Nachkomme des Nebbiolo, mit dem sie in Duft und Geschmack durchaus gewisse Ähnlichkeiten verbindet. Kurioserweise unterhält der Freisa aber aller Wahrscheinlichkeit nach verwandtschaftliche Beziehungen zum Viognier. Der Freisa weist eine mittellange Reifeperiode auf und neigt zum Verrieseln. Die Beeren weisen einen recht hohen Gehalt an Anthocyanen auf. Der Freisa ist vor allem in Norditalien verbreitet, allerdings nur auf circa 1500 Hektar. Sein Schwerpunkt liegt im Piemont, wo er als Verschnittpartner vür vielerlei Weinstile zugelassen ist. Man findet ihn aber auch im Aostatal, im Trentino und im Veneto. Neben Rotweinen dient der Freisa auch zur Herstellung von Schaumweinen. Außerhalb Italiens haben sich lediglich der bereits als Kultwinzer geltende Bonny Doon und Viansa in Kalifornien dieser Rebsorte in geringem Umfang angenommen.

Geschmack

tiefes Rubinrot, ausgeprägte Beerenaromatik nach Johannisbeeren und Brombeeren, Veilchen, Gewürze, dunkle Rosenblätter, mittelgewichtig bis körperreich, säurebetont

FACTS

Terroir
karge Gesteinsböden
Reife
mittlere Reifeperiode
Reifepotential
trinken, 2–10 Jahre
Preis
10.9 bis 29.9 €
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