Beschreibung

Die in Rosé getönte Rebsorte Delaware zählt zu den historischen Rebsorten Nordamerikas, über ihre Entstehung ranken sich Legenden und Geschichten. Die Kurzform lautet: Der Schweizer Mallet-Prevost brachte um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert einige europäische Rebsorten mit nach Amerika und experimentierte mit Kreuzungen zwischen europäischen und amerikanischen Reben, wahrscheinlich mit Vitis labrusca und Vitis aestivalis. Als er später nach Delaware zog, nahm er den Wein mit, wo er durchaus zu begeistern vermochte. Die Rebsorte wurde nach dem Delaware County benannt. Leider ist der Delaware anfällig für eine ganze Reihe von Rebkrankheiten, darunter beide Varianten des Mehltaus, Pilzerkrankungen, Fäulniserkrankungen. Auch gegen die Reblaus ist der Delaware nicht resistent, weshalb er auf Propfreben gezogen werden sollte. Er reift früh mit kleinen Trauben aus, die kleine, dickschalige Beeren beherbergen. Die Frucht schmeckt tatsächlich weniger "fuchsig" als viele andere amerikanische Hybridreben. Die süßen Trauben werden oft während der Reife von Vögeln angefressen, Das Holz der Sorte ist ungewöhnlich hart. Seine bedeutende Verbreitung hat der Delaware im Nordosten und Mittelwesten der USA, vor allem in den Regionen New York State, Michigan, Ohio und Pennsylvania. Hier wird er häufig reinsortig ausgebaut, liefert aber auch den Bestandteil einer Cuvée. Es gibt den Delaware in verschiedenen Weinstilen, von trocken über lieblich bis hin zum Eiswein, aber auch als Schaumwein. In Amerika sind die Rebflächen zugunsten wesentlich krankheitsresistenterer Rebsorten rückläufig. Weitere, kleine Rebflächen exisitieren in Japan. In Österreich ist der Delaware eine von drei zugelassenen amerikanischen Hybridreben für die in einem kleinen Teil des Südburgenlandes angebaute Weinspezialität "Uhudler".

Geschmack

hell strohfarben mit leichter Rosé-Tönung, fruchtbetont, zart "fuchsig"

FACTS

Reife
früh reifend
Reifepotential
trinken, 1–2 Jahre