Beschreibung

Portugal hat viele autochthone Rebsorten, dazu gehört auch die Sorte Baga. Der Name lässt sich leicht merken, denn Baga ist das portugiesische Wort für Beere. Sein Usprung liegt aller Wahrscheinlichkeit nach in der Region Dão, von wo aus er sich nach Bairrada ausbreitete. Den Baga erkennt man an seinen charakteristischen langen Trauben, deren Beeren recht dünnhäutig sind. Deshalb ist er leider auch einigermaßen fäulnisanfällig, vor allem für Schwarz- und Sauerfäule. Dafür ist er gegen den Echten Mehltau beinahe resistent. Der Baga reift spät aus und bringt dabei gute Erträge. Er kann bei Produzenten und Konsumenten Glücksgefühle hervorrufen, denn wenn er ausreift, bringt er zum Teil erstklassige, tanninbetonte Rotweine mit gutem Reife- und Alterungspotenzial hervor. Sollte der Herbst aber kühl und feucht ausfallen, was in der Nähe der Atlantikküste durchaus öfter vorkommt, bereitet er den Erzeugern wegen seiner Fäulnisanfälligkeit nur Probleme und bringt auch dem Konsumenten nur wenig Verheißungsvolles ins Glas. Die bedeutendste Rolle spielt der Baga in der Region Bairrada. Im Dão hingegen, im Landesinneren von Portugal, ist er weitverbreitet, die Weine dürfen aber nur mit der Herkunft IGP in den Handel kommen. Auch in den Regionen Beiras, Tejo und Lisboa ist er vertreten, im Douro ist er für die Produktion von Tafelwein zugelassen. Außerhalb Portugals sind keine Vorkommen bekannt.

Geschmack

fruchtig-würzig, dunkle Waldbeeren, Pflaume, Kräuter, Tabak, schwarze Oliven, tanninbetont, körperreich

FACTS

Terroir
Granit, Schiefer, Kalk, Sand
Reife
lange Reifeperiode
Reifepotential
trinken, 4–15 Jahre
Preis
4.95 bis 37.9 €