Beschreibung

Der Arrufiac war beinahe schon in Vergessenheit geraten, erlebt aber in den letzten Jahren so etwas wie eine kleine Renaissance. Er stammt aus dem Südwesten Frankreichs, konkret aus dem Jurançon und den Pyrénées-Orientales. Im Südwesten ist der Arrufiac eine der ältesten und traditionsreichsten Rebsorten, die unter ihrem alten Pseudonym Bouisselet erstmals 1802 schriftlich erwähnt wird. Der eigentümliche Name könnte abgeleitet worden sein von dem Wort "rufe" aus dem Languedoc oder dem Wort "arrufe" aus der Gascogne, beide bedeuten so viel wie "rau, ungeschliffen", aber auch "stolz" oder "zusammengetragen" sowie "zerknittert". Genaues ist jedoch nicht bekannt. Enge verwandtschaftliche Beziehungen unterhält der Arrufiac zu der im Bordeaux zu einer gewissen Bedeutung gelangten Sorte Petit Verdot. Der Arrufiac reift spät aus und reagiert empfindlich auf den Falschen Mehltau und die Schwarzfäule. Seine Beeren sind klein und dickschalig und finden sich zu großen Trauben zusammen. Das Verbreitungsgebiet des Arrufiac bleibt bis heute auf den Südwesten Frankreichs beschränkt, wo er selten reinsortig ausgebaut wird. Zumeist wird er mit den Weinen der Sorten Petit Manseng, Gros Manseng, Courbu Blanc und Petit Courbu verschnitten wird. Darüber hinausgehende Anpflanzungen sind nicht registriert.

Geschmack

frisch-fruchtig, Zitrusfrüchte, Grapefruit, Stachelbeere, Feuerstein,mittelgewichtig, lebhaft frisch

FACTS

Terroir
Kalkgestein, Sand, tonhaltiger Sand, Geröll- und Schotterböden
Reife
lange Reifeperiode
Reifepotential
trinken, 1–4 Jahre
Preis
5.5 bis 9.9 €