Stifado von der Lammstelze

© Michael Rathmayer

© Michael Rathmayer

Traditionell wurde der Eintopf am Vormittag zum Bäcker des Dorfs gebracht, der ihn in den restwarmen Brotofen schob. Am frühen Nachmittag konnten sich die Hausfrauen das fertige Gericht wieder abholen. In Griechenland wird er meist mit Kaninchen serviert, wir bereiten ihn aber mit Lammstelze zu. Stifado soll suppig sein, nicht sämig. Reichen Sie einen Löffel und jede Menge gutes Weißbrot dazu.

Zutaten (4 Personen)

2
Lammstelzen
Olivenöl
1
kg
kleine Zwiebeln, am besten Perlzwiebeln, notfalls Scharlotten
4
reife Tomaten, auf einer Reibe gerieben, sodass die Schale zurückbleibt (oder eine Dose geschälte Tomaten)
2
Karotten
2
Gelbe Rüben
10-15
Pimentkörner, gemahlen
7-10
Lorbeerblätter
1-2
Stangen
Zimt
Salz
Pfeffer
1
Handvoll
getrockneter Oregano und/oder Rosmarin
weiches Weißbrot zum Auftunken der Sauce

Zubereitung:

  • In einer großen, schweren Pfanne das Olivenöl erhitzen. Die Stelzen auf allen Seiten schön braun braten und herausnehmen. In der gleichen Pfanne die geschälten ganzen Zwiebeln ebenfalls auf beiden Seiten braun braten und herausheben. Bei Bedarf währenddessen Öl nachgießen oder mit etwas Rotwein die Pfanne deglacieren.
  • In der Pfanne nun die Karotten und die Gewürze kurz anrösten. Mit dem Rotwein aufgießen und auf hoher Hitze einkochen lassen, bis nur mehr etwa 1/3 der Flüssigkeit übrig ist. Die Hühnersuppe und die Paradeiser zugeben, dann die Lammstelzen hineinlegen. Zum Köcheln bringen und zugedeckt bei niedriger Hitze schmoren lassen, etwa drei bis vier Stunden, bis das Lamm löffelweich ist und fast vom Knochen fällt.
  • Die Stelzen herausnehmen, die Suppe abseihen, die Zwiebeln aufheben und die Karotten wegwerfen. Die Suppe wieder erhitzen, mit dem Oregano würzen und fünf Minuten köcheln lassen.
  • Die Stelzen zurück in die Suppe legen, kurz warm werden lassen und mit einem Löffel und jeder Menge Weißbrot zum Tunken servieren.

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