Krapfen in Gewürzzucker

© Vanessa Maas / Brandstätter Verlag

Krapfen in Gewürzzucker

© Vanessa Maas / Brandstätter Verlag

Das es in beinahe jedem Land der Welt zu allen möglichen Anlässen im Jahr frittierte Krapfen gibt, wusste ich. Von der Existenz der köstlich-würzigen Puff-puffs aus Nigeria erst, als mich eine Instagram-Followerin darauf – und zugleich auf das Rezept von Yewande Komolafe in der New York Times, an das meines angelehnt ist – aufmerksam machte. Danke, Ifu!

Zutaten für 6-8

Für den Teig

Zutaten

250
ml
lauwarmes Wasser (ca. 35 °C)
20
g
frische Hefe (ca. ½ Würfel)
80
g
Zucker
250
g
Weizenmehl (Type D 550, Ö 700 glatt)
5
g
(knapp 1 gestrichener TL) Salz
1/4
TL
frisch geriebene Muskatnuss oder Mazis
Abrieb von ½ Zitrone
750-1000
ml
neutrales Pflanzenöl zum Frittieren

Für den Gewürzzucker

Zutaten

70
g
Zucker
1/4
TL
gemahlener Kardamom
1/4
TL
gemahlener Ceylon-Zimt
  1. In einer kleinen Schüssel in ein paar EL vom lauwarmen Wasser zerbröselte Hefe und Zucker auflösen (geht am besten mit einem kleinen Schneebesen). Mit ein paar EL vom Mehl zu einem dickcremigen Vorteig verrühren. Mit etwas Mehl bestreuen. 10 - 15 Minuten zugedeckt gehen lassen
  2. Restliches Mehl mit dem Salz in einer Rührschüssel mischen. Vorteig und restliches Wasser dazugeben. Muskat und Zitrone darüberreiben. Mit einem Kochlöffel oder Teigspatel zu einem homogenen, sehr weichen Teig rühren. Der Teig ist dickflüssig und tropft (aber läuft nicht) vom Löffel. Zugedeckt circa 30 - 45 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat und der Teig große Blasen wirft.
  3. Für den Gewürzzucker alle Zutaten in einem tiefen Teller mischen.
  4. In einem Topf Öl auf zirka 165–175 °C erhitzen. Teig mit dem Teigspatel einmal vorsichtig umrühren. Mit einem möglichst runden Messlöffel (EL-Maß) etwas Teig (keinen ganzen Messlöffel voll, der Teig geht sehr stark auf) abstechen, abstreifen und nahe über der Oberfläche ins heiße Öl gleiten lassen. Nicht zu viele Krapfen zugleich ins Öl setzen, weil sie stark aufgehen. Sobald sie rund werden, mit einem Holzstäbchen oder Holzkochlöffel-Stiel wenden. Ab dann öfter wenden (geht gut mit einem Schaumlöffel) und auf diese Weise rundum insgesamt 7 - 8 Minuten knusprig braun backen.
  5. Puff-puffs mit einem Schaumlöffel aus dem heißen Öl heben, auf einem Gitter oder einem Teller mit Küchenpapier kurz abtropfen lassen und noch heißt im Gewürzzucker wälzen. Warm servieren.

 

Tipp

Ist das Öl heiß und werden die Puff-puffs zu schnell braun, besteht die Gefahr, dass sie innen teigig bleiben. Ist das Öl zu kalt, werden sie sehr fettig.
Puff-puffs schmecken am besten frisch gebacken und noch warm.
Dazu passt guter Filterkaffee oder kräftiger Schwarztee, z.B. Earl Grey.

Varianten

  • Als Dessert serviert passt Himbeercoulis (Variante im Buch auf S. 60) zu den Puff-puffs.
  • Wer eine Krapfentülle hat, kann die Puff-puffs nach dem Backen mit etwas passierter Aprikosen- oder Himbeermarmelade füllen. Beide passen gut zu den Gewürzen. Das ist nicht nigerianisch, aber sehr gut.

 


Immer wieder vegan

© Brandstätter Verlag

Katharina Seiser
Immer wieder vegan.
Das Beste der traditionellen Pflanzlichen Küche aus aller Welt

Mit Fotografien von Vanessa Maas
Brandst#ätter Verlag
192 Seiten | € 28,00
ISBN 978-3-7106-0462-1

 

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