Herbsttrompeten-Fricassée mit gebratenen Röhrlingen

© Stine Christiansen

© Stine Christiansen

Die Herbsttrompete wird wegen ihrer schwarzen Farbe oft auch unschön Totentrompete genannt – vielleicht ist das der Grund, dass dieser hervorragende und recht häufige Pilz viel zu selten verkocht wird. Meist wird er getrocknet als Würzpilz verwendet – er schmeckt aber auch frisch gebraten und wie ein Tatar fein gehackt hervorragend.

Zubereitungszeit: 40 Minuten
Schwierigkeitsgrad: 2 von 5

Zutaten (4 Personen)

2
Scheiben
gutes Roggenmischbrot
200
g
Butter
300
g
Herbsttrompeten
2-4
Steinpilze, Maronenröhrlinge oder Ähnliches
100
g
Frischkäse
Saft einer Zitrone
etwas
Petersilie
12
saure Perlzwiebeln, am besten hausgemacht
frischer Kerbel

Zubereitung:

  • Das Brot in kleine Stücke reißen und in etwa 50 g zerlassener Butter daraus Croutons frittieren. Salzen, abtropfen lassen und zur Seite stellen.
  • Die Herbsttrompeten gut waschen, in einer Salatschleuder trocken schleudern oder trocken tupfen, salzen und in 100 g Butter so lange braten, bis ihr Saft ausgetreten und fast vollständig verdampft ist. Abseihen und die Bratbutter bzw. den Saft mit dem Frischkäse glattrühren. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken und für später aufheben. Die Pilze fein hacken, wie für ein Tatar, und ebenfalls mit Salz und Zitrone abschmecken.
  • Pro Person einen mittelgroßen Steinpilz oder anderen Röhrenpilz vierteln (oder in mundgerechte Stücke schneiden) und in der restlichen Butter anbraten. Wenn er rundum schön braun ist, mit einem Schuss Wasser ablöschen, sodass eine sämige Sauce entsteht. Wein oder Suppe geht natürlich auch. Fein gehackte Petersilie dazu geben, kurz durchrühren und von der Hitze nehmen.
  • Das Fricassée mit dem Frischkäse und den Pilzen belegen, Croutons und, falls vorhanden, gehackten Kerbel drüber streuen und mit sauer eingelegten Perlzwiebeln, am besten hausgemachten, garnieren.

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