Thomas Mathys (Storemanager des Davidoff Flagship Stores in Genf), Masterblender Henke Kelner, Randolph Churchill, Davidoff CEO Hans-Kristian Hoejsgaard / Foto beigestellt
Thomas Mathys (Storemanager des Davidoff Flagship Stores in Genf), Masterblender Henke Kelner, Randolph Churchill, Davidoff CEO Hans-Kristian Hoejsgaard / Foto beigestellt

Heuer jährt sich zum 50. Mal der Todestag von Sir Winston Churchill, dem grossen britischen Staatsmann und ebenso grossen Zigarrenliebhaber. Grund genug, ihm mit einem Relaunch der Zigarrenserie, die seinen Namen trägt, die Reverenz zu erweisen. So entstanden Blends in sechs Formaten mit Tabaken aus Nicaragua, Mexiko, Ecuador und der Dominikanischen Republik. Vier davon sind ab sofort erhältlich. Die Bezeichnung der Zigarren wird jeweils unter ein Motto gestellt, das für eine Facette der Persönlichkeit des Namengebers stehen soll. Urenkel Randolph Churchill ist wie sein Vorfahr grosser Zigarrenliebhaber und war bei der Konzeption massgeblich dabei.

Hergestellt werden die Zigarren in der dominikanischen Davidoff-Manufaktur. Schliesslich werden auch kleine Medium-Filler dazukommen, die wie bei anderen Davidoff-Serien die Range der grossen Longfiller ergänzen.

Zigarren mit Charakter
Der prominenteste Zigarrenraucher der Welt war ein Mann, der wie kein anderer die Philosophie des Davidoff-Slogans Time Beautifully Filled verkörpert. Was lag also näher, als eine Zigarrenserie zu gestalten, die eine Hommage an diesen Mann darstellt. Die Persönlichkeit des Winston Churchill mit ihren Charakterzügen diente dabei gewissermassen als Inspiration für die gewählten Formate. Hans-Kristian Hoejsgaard, der umtriebige CEO der Oettinger Davidoff AG und Vater des Gedankens, meint dazu: «Wir sind uns sicher, dass Sir Winston gerne in den Genuss einer dieser aussergewöhnlichen Zigarren gekommen wäre, die mit Sicherheit einem der berühmtesten Zigarrenliebhaber der Geschichte gerecht werden: dem Aristokraten, dem Künstler, dem Oberkommandierenden, dem Erzähler, dem Staatsmann, dem Reisenden. Diese Zigarren haben Charakter».

Es bleibt in der Familie

Randolph Churchill / Foto beigestellt
Randolph Churchill / Foto beigestellt
Und Randolph Churchill, Sir Winstons Urenkel (rechts im Bild), der den Release mitgestaltet hat, ergänzt: «Eine edle Zigarre war Churchills liebster Reisebegleiter, und ganz gleich, ob er als Staatsmann, Oberkommandierender oder Gast bei einer Dinnerparty auftrat: eine Zigarre hatte er fast immer dabei. Als Nachfahre amerikanischer Pioniere – seine Mutter Jennie Jerome kam aus New York – und der Herzöge von Marlborough, aristokratischer britischer Militärs, wusste er um die Bedeutung von Geschichte und deshalb den Wert von Zeit. Und immer hatte er Zeit für eine Zigarre.»

A perfect match
Entgegen dem sonst eigentlich vorherrschenden Puro-Prinzip bei Davidoff, also dem Bau einer Zigarre aus den Tabaken eines einzigen Landes, ist die Winston Churchill als Blend angelegt. Sie ist umgeben von einem öligen, wunderschön glänzenden ecuadorianischen Rojiza-Deckblatt mit – wie der Name schon sagt – leicht rötlicher Färbung. Die Einlage besteht aus fünf Seco-Tabak-Sorten aus der Dominikanischen Republik und Nicaragua. Dank dieser Vielzahl verfügen die Zigarren über einen hervorragenden, gleichmässigen Abbrand und zeigen eine feste weisse Asche.

Das Geheimnis der Seco-Blätter
Tabakpflanzen bestehen aus verschiedenen Abschnitten, die je eine unterschiedliche Blattqualität hervorbringen. Die Seco Blätter stammen aus der Mitte der Staude, sind meistens heller und leichter im Geschmack als die Ligero-Blätter von der Spitze der Pflanze. Seco sorgt für das Aroma und die  Konstruktion einer Zigarre. Die Blätter sind gross und haarig, wobei die Härchen die "Drüsen" des Tabaks darstellen. Diese Drüsen sind Poren, durch die sich die Pflanze reinigt. Die ausgeschiedenen Stoffe setzen sich an der Oberfläche des Blattes ab und bilden eine dünne, klebrige Schicht, die ätherische Öle entwickelt. Diese wiederum werden durch Fermentation zu den Aromen, die später die Zigarre dominieren.

Formate im Trend der Zeit
Ganz klar, dass bei dieser Serie das echte Churchill-Format dabei sein muss, das der Namengeber mit Vorliebe geraucht hat. Darüber hinaus aber folgt sie mit der Toro und der Robusto dem derzeitigen Trend zur dickeren, gedrungeneren Zigarre, die «ein Maul voll Rauch» verspricht. Und die Petit Corona ist zweifellos eine Einlassung auf die zunehmende Gewohnheit des "Pausen-Rauchens".

Premiere in Genf
In Europa wurde die neue Zigarre zur Wiedereröffnung des Davidoff Flagship Stores am 24. März 2015 in Genf präsentiert. Der erste Davidoff-Laden in der Rue de Rive 2, wo alles begann, war nach dem neuen, weltweit standardisierten Storedesign-Konzept «Davidoff of Geneva – since 1911» umgestaltet worden. Ehrengast war Randolph Churchill, der mit Geschichten von seinem berühmten Urgrossvater die Gäste, darunter Tabakhändler aus aller Welt, glänzend unterhielt. Als historisch kann der Festakt zur Neuauflage der Serie im legendären «Churchill-Doppelpfeil» bezeichnet werden. Mit dem 1939 als Unikat zur Landesausstellung erbauten Zug reisten gekrönte Häupter und Politiker von Weltrang durch die Schweiz. Den Namen bekam dieser historische Triebwagen dadurch, dass Winston Churchill damit vielumjubelt 1946 als Staatsgast durch die Schweiz gefahren wurde.

Weitere Fotos von der historischen Zugfahrt in obiger Bilderstrecke / Foto beigestellt


DIE SERIE


Petit Corona – «der Künstler» - Ringmass 41, Länge 11,4
Aufgrund ihrer Kleinheit wirkt die Zigarre stärker und bringt weniger ausgeprägte Geschmacksnuancen hervor. Wunderschöne Pfefferaromen dominieren gemeinsam mit Noten dunklen Kaffees und Röstaromen.

Robusto – «der Staatsmann
» - Ringmass 52, Länge 13,3
Die Stärke ist etwas weniger dominant, die Zigarre weist eine höhere Komplexität auf und die Aromen sind stärker ausgeprägt. Geschmacksnoten von Leder und dunklem Kaffee herschen vor und münden in einem cremigen Abgang.

Churchill – «der Aristokrat» - Ringmass 47, Länge 17,5
In diesem majestätischen Format sind die Aromen stärker, die Geschmacksnoten vielfältiger, und die Nuancen der unterschiedlichen Tabaksorten treten eigenständiger hervor. Der Körper ist sehr präsent, und der Rauch entfaltet im Mund zunächst Noten von Chili und Zedernholz, im zweiten Drittel Leder- und Röstaromen sowie cremige und nussige Noten im Abgang.

Toro – «der Kommandant» - Ringmass 54, Länge 15,2
Mit dem grössten Ringmass der Reihe ist die Toro eine beeindruckende Zigarre mit Grandeur – von den ersten würzigen, ledrigen, holzigen Noten über die cremigen, süssen Nuancen des mexikanischen Umblatts bis hin zu den schlussendlich die Oberhand gewinnenden Geschmacksaromen der nicaraguanischen Einlagetabake.

Petit Panetela – «der Erzähler» Ringmass 38, Länge 10,2
Die komplexen Aromen dieser kleinen Panetela sind zu Beginn etwas erdig und weisen Spuren von Würze und Lakritze auf, die dann von Blumen- und Kräuternoten abgerundet werden. (Release im Sommer 2015)

Belicoso – «der Reisende» - Ringmass 46, Länge 11,5
Man merkt gleich, dass einigen Tabaken im Blend dieser Figurado Samen aus Kuba zugrunde liegen. Reich und voller Aromen. (Release im Sommer 2015)


Die Falstaff-Empfehlung
Diese Zigarren unterscheiden sich von der ursprünglichen Winston Churchill-Reihe ganz gewaltig. Man merkt den neuen Ansatz schon beim ersten Zug, wobei der Zug selbst und der Abbrand vorbildlich sind. Man kann sie aufgrund ihrer Weichheit und Sanftheit auch Einsteigern empfehlen. Da gibt es kein Kratzen, keine Schärfe, keinen Nikotinstoss gegen Schluss hin, »alles bleibt easy«, wie man heute so schön sagt. Viel Genuss zum fairen Preis.

www.davidoff.com

(Redaktion)

 

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