Wein-Länderkampf Österreich: Schweiz endet unentschieden

Andreas Keller, Jean-Marc Amez-Droz, Gerhard Retter, Willi Klinger und Peter Moser.

© Falstaff/Degen

Andreas Keller, Jean-Marc Amez-Droz, Gerhard Retter, Willi Klinger und Peter Moser.

© Falstaff/Degen

Zehn Jahre nach dem legendären Wein-Duell Österreich gegen die Schweiz in Zürich 2008 wurde dieses Duell beim 20. Jubiläum der VieVinum 2018 erneut ausgetragen. Damals hatte Österreich die Schweiz mit 6:0 deklassiert. Diesmal sollte es nicht mehr so leicht werden. Als Teamchef für Österreich trat Falstaff Wein-Chefredakteur Peter Moser mit seinem Assistenten Willi Klinger, seines Zeichens Chef der Österreichischen Wein-Marketing, an. Seine Kontrahenten waren Andreas Keller von der Swiss Wine Connection und Jean-Marc Amez-Droz von der Swiss Wine Promotion. Den wortwitzigen und charmanten Schiedsrichter, der nicht mit gelben und roten Karten sparte, spielte Sommelier-Legende und Gastronom («Fischerklause», «Cordobar») Gerhard Retter.

1:0 für Österreich
FX Pichler erzielt mit dem Grüner Veltliner Klostersatz Federspiel 2017 den Führungstreffer und setzt sich gegen den Chasselas Fendant Balavaud Vetroz Grand Cru 2017 von der Domaine Jean-René Gérmanier durch.

1:1 die Schweiz gleicht aus
Les Caderosses Sauvignon Blanc 2017 von Grillette gewinnt gegen den Leutschacher Sauvignon Blanc 2017 von Erwin Sabathi.

2:1 Österreich geht wieder in Führung
Chardonnay Ried Katterstein 2016 von Andi Kollwentz schlägt den Chardonnay Wittnau Büel 2016 von LitwanWein.

2:2 Die Schweiz gleicht erneut aus
Felsberger Blauburgunder Hoharei 2015 von Weinbau von Tscharner schlägt den Pinot Noir »P« von Karl Fritsch.

2:3 Die Schweiz geht sensationell in Führung
Der Merlot Sassi Grossi 2015 Gialdi Vini setzt sich gegen den Merlot 2015 von Erich Scheiblhofer durch. Der Sieg der Eidgenossen ist zum Greifen nahe.

3:3 Endstand
In letzter Spielminute kann Albert Gesellmann mit seinem Bela Rex 2015 (Cabernet Sauvignon und Merlot) ausgleichen und den Endstand fixieren. Er setzte sich gegen die Domaine Grand'Cour Pellegrin Peissy Barrique No. 5 2015 (Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc) durch. Ein dramatisches Duell bringt ein gerechtes Remis.

Resumée der Teamchefs

Andreas Keller: «Das Resultat spiegelt die aktuelle Situation wider, Österreich und Schweiz spielen gleich stark.»

Peter Moser: «Ich weiss, dass es nun die üblichen Teamchef-Ablösediskussionen geben wird. Das einzige was mich tröstlich stimmt ist, dass die Weine in der Schweiz in noch geringerer Menge zur Verfügung stehen und uns nicht bedrohen können.»

Gerhard Retter I: «Der Schiedsrichter ist immer schuld.»

Gerhard Retter II: «Ich bin mit dem Phänomen Cordoba durchaus vertraut, kurzfristig habe ich überlegt meine Cordobar in Klagenfurt umzutaufen, habe es dann aber doch gelassen.» (Anm. d. Red.: Österreich hat Deutschland in einem Testspiel vor kurzem 2:1 geschlagen, Gerhard Retter betreibt die «Cordobar» in Berlin.)