Top 5: Streetfood in Taipei

Buntes Treiben am Eingang des beliebten «Rahoe St. Night Market».

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Buntes Treiben am Eingang des beliebten «Rahoe St. Night Market».

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Wenn sich Taiwans Hauptstadt langsam in Dunkelheit hüllt, geht es auf den Strassen kulinarisch erst richtig los. Abend für Abend werden an unterschiedlichen Standorten in der ganzen Stadt mobile Essenstände aufgebaut, die bis spät in die Nacht Hunger und Gelüste stillen. Bis zum Morgengrauen sind sie wieder verschwunden. Die Rede ist von den sogenannten Night Markets.

Gerät man das erste Mal an einen solchen Night Market, wirkt das umfassende Angebot geradezu überwältigend: Ein brutzelnder Tofu hier, bunte Jellys und exotische Früchte dort – und ein allgegenwärtiger eigenartiger Geruch, den man vorerst nicht näher zuordnen kann. Bei Letzterem handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die wohl markanteste Delikatesse Taipeis: Stinky Tofu.

Um sich durch die gesamte Palette an Street-Food in Taipei durchzuprobieren, reicht die Zeit – sofern man neben der Kulinarik noch Anderes erleben möchte – bei einem derartig grossen Angebot meist nicht aus. Darum finden Sie hier eine Liste der Speisen, die in Taipei nicht unprobiert bleiben sollten.

Nichts für Pingelige

Allzu empfindlich darf man bei einer kulinarischen Erkundungstour durch die Night Markets nicht sein. Denn obwohl die Taiwanesen grundsätzlich sehr auf Sauberkeit bedacht sind (die öffentlichen Toiletten etwa sind sauberer als jede in Wien – und gratis!), unterscheiden sich die Hygienestandards beim Essen doch etwas von dem, was wir als Schweizer gewohnt sind. Das gilt vor allem für das Fleisch – dieses liegt von Anfang bis Ende offen und ohne Schutz auf den Ständen direkt neben der Strasse.

Mit Tofu, Reisgerichten und Süssem gibt es aber genügend Optionen, die weniger heikel und nicht minder interessant sind.

1. Stinky Tofu

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«Nomen est Omen» lässt sich zu der berühmt-berüchtigten Delikatesse auf Taipeis Night Markets formulieren. Denn der fermentierte und marinierte Tofu hat einen etwas speziellen Eigenduft. Das hat aber auch seine guten Seiten – schwer zu finden ist der harmlos aussehende Tofu damit nämlich nicht. Wenn ein Stand Stinky Tofu anbietet, dann merkt man das auch. Oder besser gesagt: man riecht es.

Wer es schafft, sich über die Abwehrmechanismen des Körpers hinwegzusetzen und den ersten Bissen wagt, wird mit einem relativ unspektakulären Geschmack überrascht. Die Einen zeigen sich von dem stinkenden Tofu begeistert, die Anderen weniger. Danach kann man den Stinky Tofu jedenfalls stolz von der Liste streichen.

2. Dumplings

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Die gefüllten Teigtaschen – meist mit Schweinefleisch oder Kraut – werden an so ziemlich jeder Ecke in Taipei angeboten. Es ist wohl schwer, Dumplings zu finden, die nicht munden. Immerhin haben die Taiwanesen die Zubereitung auch über Generationen hinweg perfektioniert. Und: Die Täschchen sind dort unschlagbar günstig. Ungefähr 20 Rappen kostet ein Stück umgerechnet.

3. Kandierte Tomaten

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Aus botanischer Sicht zählt die Tomate zum sogenannten Fruchtgemüse. Während sie in Österreich weitgehend als Gemüse verarbeitet wird, fallen Cocktailtomaten in Taipei in die süsse Sparte. Auf den Night Markets findet man sie häufig aufgespiesst und in einen Zuckermantel gehüllt. So geht die Tomate tatsächlich als Frucht durch – und zwar sehr überzeugend.

4. Pineapple Cake

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Wenn eine süsse Delikatesse Taipei repräsentieren sollte, wäre es Pineapple Cake. Das quadratische Traditionsgebäck besteht aus Butterkeks-ähnlichem Teig und gehört zu den meistverkauften Souvenirs in Taiwan. Klassisch befindet sich im Inneren eine süsse Ananas-Füllung, mittlerweile werden auch zahlreiche andere Varianten, etwa mit Jackfruit, angeboten.

5. Shaved Ice

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Das Verlangem nach etwas Süssem am Ende einer deftigen Tour durch den Street-Market lässt sich auch bestens mit Shaved Ice stillen. Dabei handelt es sich um gehobeltes Wasser-Eis, das mit süssem Sirup, frischen Früchten und anderen Beilagen serviert wird. Neben der klassischen Variante mit Mango wird auch mit Matcha, Schokolade und etlichen anderen Geschmacksrichtungen experimentiert. Mit dem hohen Wasseranteil ist das Dessert gerade nach vorangegangenen Schlemmereien eine gute Wahl.

Restaurant-Tipp: Shabu Shabu

Wer vom Streetfood genug hat und wieder bei Tisch essen möchte, ist mit einem Besuch bei «Shabu Shabu» im obersten Stock des «Eslite Spectrum» gut beraten. Um rund 14 Franken wird ein umfassendes Buffet inklusive Hot-Pot, Getränken und Nachspeisen geboten. Auch Sushi, diverse Meeresfrüchte sowie das 1000-jährige-Ei können dort probiert werden. Unbedingt vorab reservieren, sonst muss mit langen Wartezeiten gerechnet werden.