Wer in der Limmatstadt künftig «slow» essen will, dem wird mit einer App geholfen. / © Shutterstock.com
Wer in der Limmatstadt künftig «slow» essen will, dem wird mit einer App geholfen. / © Shutterstock.com

Die hauchdünne Crêpe mit Forelle und Zitronenmascarpone und dazu ein «Picon Bière». Oder der hausgemachte Kuchen in einem Café, wo man sich wie «dihei» fühlt: Slow Food Zürich weiss, wo man in Zürich gutes, sauberes und faires Essen bekommt. In der neuen App gibt der Verein 100 Empfehlungen zu Restaurants und Street Food, Cafés und Bars, Lebensmittelproduzenten und -läden ab. Die App ist ab heute erhältlich, der Download kostet nichts (die erste Region ist gratis, danach bezahlt man zwei Franken).

In Italien gestartet, heute in 30 Regionen
«Es ist eine Kernkompetenz von Slow Food, spannende Orte für Essen und Trinken zu empfehlen. Der Osterie d’Italia-Führer ist legendär und hat schon so viele Italienreisende glücklich gemacht», sagte Anna Hofmann Co-Präsidentin von «Slow Food Schweiz» gestern an der Medienorientierung in Zürich. Die App wurde im April 2015 von «Slow Food Editore» – dem Verlagshaus von «Slow Food» – lanciert. Seither haben lokale Gruppen aus rund 30 Regionen der Welt ihre Empfehlungen auf die ständig wachsende Plattform gestellt und geben sie so auf eine simple Art an die Nutzer weiter.

Saisonale Produkte, freundliche Bedienung
Das cleane Design überzeugt, die App ist nutzerfreundlich und die schönen Bilder machen «glustig». Man kann die Einträge nach verschiedenen Kriterien wie «Time for Eating» oder «Time for Shopping» filtern und sich sowohl im Menu, wie auch auf einer Karte orientieren. Eine Kommentarfunktion gibt es bewusst nicht, «Slow Food» will als Urheber für die Empfehlungen geradestehen.

Europäischer Fokus
Eine Arbeitsgruppe aus «Slow Food»-Aktivisten hatte Empfehlungen zusammengetragen und auf verschiedene Kriterien geprüft, so etwa ob mit regionalen Produzenten gearbeitet wird, die Herkunft der Produkte deklariert wird, die Gerichte saisonal sind, ökologische Produkte verwendet werden und man auf Geschmacksverstärker und Ähnliches verzichtet. Im Getränkebereich stehen vor allem Herkunft der Weine und Biere aus Europa im Fokus, und es werden Läden vorgeschlagen, in denen man fachkundig und freundlich beraten wird.

Eine tolle App – für Einheimische, wie auch für Reisende, die einem die besten Eckchen Zürichs verrät und Lust auf richtig gutes und faires Essen weckt! Es werden übrigens laufend neue Empfehlungen dazukommen.

Hier geht’s zur «Slow Food»-App für Zürich:
www.slowfoodzuerichstadt.ch/app

(Von Cathrin Michael)
www.cathrinmichael.com

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