Christine Brugger / Foto beigestellt
Christine Brugger / Foto beigestellt

Allein die Apothekerflaschen sind «Haben-will»-Objekte – streng auf 3000 Stück limitiert. Jede einzeln von Hand abgefüllt, etikettiert, verkorkt und zugeschnürt. Das orientalische Muster und der Schriftzug wecken Assoziationen an 1001 Nacht. Tatsächlich knüpfen die Namen an das arabische Märchen des Flaschengeistes. Auch die Zutaten und Gewürze sind orientalischen Ursprungs. Gebrannt werden die edlen Spirituosen allerdings am Bodensee. Auf dem elterlichen Bio-Hof in Friedrichshafen – einem Betrieb mit 100-jähriger Tradition.

Handwerk und Wissenschaft kombiniert
Bei der Komposition der beiden Essenzen setzte Christine Brugger aber nur teilweise auf die wertvolle Erfahrung der Familie und das gute alte Handwerk. Für die Rezeptur ging sie neue Wege und liess sich bei der Entwicklung von ihrer Leidenschaft für Pflanzen, Düfte und Aromen sowie ihrem Wissen aus der Sensorikforschung leiten, um ihre ersten beiden Geiste Ginn und Ginnie zu destillieren.

Ungefiltert und unverdünnt geniessen
Gin erlebt gerade eine breite Renaissance. Vor allem in Kombination mit teilweise neuen, handwerklich erzeugten Tonic Waters. Ginn und Ginnie sind da von der Idee her ganz klar für einen puren Genuss gedacht. Den wertvollen Aromen zu Liebe werden sie nicht filtriert. Unverdünnt, bei Zimmertemperatur, entfachen die «Botanicals» wie die aromatischen Ingredienzen bei Gin genannt werden, vielschichtige, komplexe Aromen, die sehr lange anhalten.

Maskuline und feminine Wahrnehmung
Ginn ist auf die maskuline Wahrnehmung ausgelegt. Das heisst, die Aromen entfalten sich vor allem im Mund. Es dominieren herbe, holzig-harzige Akzente und Zitrusnoten. Er schmeckt stärker nach dem typischen Wacholder und nach Orange, Lorbeer, Rosmarin. Mit einem leicht pfeffrigen Prickeln und deutlicher Schärfe im Abgang. Ginnie spricht hingegen die feminine Wahrnehmung an. Mit floral-würzigen Noten wie Lavendel, Jasmin und Kardamom, die bereits über die Nase sehr präsent sind. Beim Trinken treten Nelke, Koriander und Angelikawurzel hervor. Obwohl Ginnie mit 52 Volumenprozent einen Hauch stärker ist, als ihr maskuliner Partner (51% vol.), ist der Alkohol nicht so spürbar. Beide sind sehr weich und rund.
 
Bitte kein Tonic
Christine Brügger betont, dass diese harmonische Ausgewogenheit keinen Begleiter, wie zum Beispiel Tonic, braucht. Für sie ist das flavour pairing in sich komplett. Ein Elixier, das seine Kraft am besten solo entfaltet. «Es ist ein wenig wie ein gut komponiertes Parfüm. Niemand würde auf die Idee kommen, bei einem anziehenden Duft noch ein weiteres Parfüm drüber zu sprayen, um die Wirkung zu verbessern.» Wir können es auch mit einem Single Malt Whisky oder Single Cask vergleichen: Verdünnen wäre ein Verlust. Dass die Gins aber, neben dem puren Genuss, auch in Cocktails eine sensorische Bereicherung sind, bestätigt der Kronenhalle-Barchef Christian Heiss. Als Signature-Drinks schwört er für Ginnie auf einen Aurora mit Sake, Holundersirup und Orangenblütenwasser. Ginn kombiniert er mit Mandarine und Eiweiss.
 
Zu finden sind Ginn und Ginnie in gepflegten Lokalen wie der Kronenhalle Bar, in gut sortierten Läden oder direkt über die Website der Organic Distillery.
 
Info und Direktbestellung:

Organic Distillery GmbH
Dornierstrasse 139
D-88048 Friedrichshafen
Telefon D: +49 178 172 47 73
Telefon CH: +41 78 779 16 36
contact@organic-distillery.com
www.organic-distillery.com

 

(Claudio Del Principe)

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