Verbotenes schmeckt besonders süss», heisst es auf der Werbung für das neue «Più» Restaurant. Und wenn man sich all die gesundheitsbewussten, veganen Restaurants und Salat-Bars anschaut die in der Stadt entstehen, dann setzt das neueste Bindella-Restaurant einen klaren Gegentrend. Hier gibt’s alles, was die Liebhaber der italienischen Küche so an ihr mögen: Zum Frühstück Pasticceria-Spezialitäten wie knusprige Cannolo mit Ricotta gefüllt, echte neapolitanische Pizza ab Mittag bis Mitternacht, Pasta, dazu Focacce, Panzerotti und eine grosse Auswahl an Weinen, Spumanti und Grappa aus den eigenen Rebbergen.

Gitter vor den Fenstern bleiben
Die Umbauarbeiten der Alten Sihlpost beim Hauptbahnhof haben rund vier Monate gedauert und 4 Millionen Franken gekostet. Das 
aus den 1930er Jahren stammende Gebäude steht unter Denkmalschutz, so mussten etwa die Gitter vor den Fenstern bleiben. Das israelische Architekturbüro Pitsou Kedem hat den industriellen Chic gut genutzt und mit Messingeinsätzen und Glühbirnen-Lampen in die Gegenwart geholt. Für italienische Gemütlichkeit sorgen helle Holzmöbel und der in afrikanischen Granit gekleidete Kubus in der Mitte des Raumes. In dem befindet sich die Küche mit ihrem Holzofen, aus dem die herrlich knusprigen Pizzen kommen. Der Hingucker sind rund 90 antike Telefonapparate an der fast sieben Meter hohen Wand, welcher ein Zürcher Privatsammler beigesteuert hat – eine Erinnerung an die PTT.

Erstmals Take-away-Konzept
Seit mehr als 100 Jahren ist das Zürcher Familienunternehmen Bindella im Gastronomie- und Weinbereich tätig. Mit dem «Più» gibt’s erstmals in der Geschichte des Unternehmens einen Take-away-Bereich. Pendler, Studenten und Passanten können ab morgens sieben Uhr ihren Cappuccino holen oder Salat und Pizza für den Zmittag. Letzteres konnte man auch schon in anderen Bindella-Restaurants, hier gibt es nun aber eine Station (die gesamte linke Restauranthälfte ist für Take-away reserviert) inklusive langen Holztischen fürs rasche Verpflegen. Nachtschwärmer dürften sich besonders freuen: Die Theke ist samstags sogar bis zwei Uhr morgens offen. Der rechte Restaurantteil hingegen ist der traditionellen, bedienten Gastronomie gewidmet und wie geschaffen für gemütliche Familienabende oder das lockere Geschäftsessen am Mittag.

Auch im Takeaway-Bereich des «Piú» gibt es köstliche Gerichte. / © Gian Marco Castelberg
Auch im Takeaway-Bereich des «Piú» gibt es köstliche Gerichte. / © Gian Marco Castelberg


Auch im Takeaway-Bereich des «Piú» gibt es köstliche Gerichte. / © Gian Marco Castelberg

Das Original
Unbedingt probieren: Die Pizza – und zwar im Restaurantteil, denn dort kommt sie aus dem Holzofen (im Take-away-Bereich sorgt der Elektro-Ofen für mehr Produktivität). Während «Bindella» die Pizza in ihren anderen Restaurants bisher dem Schweizer Gaumen angepasst hat, gibt es sie hier in zwei klassischen Ur-Formen, entweder als Margherita (mit Tomatensauce, Fior di Latte, Basilikum) oder als Marinara (Tomatensauce, Knoblauch, Oregano). Dazu bestellt man einzelne Zutaten zum Belegen, die wie Tapas in Schälchen an den Tisch gebracht werden und die man miteinander teilen kann; so etwa Parmaschinken, Ziegenfrischkäse oder Trüffelpaste.

Ruedi Bindella jun. (38) ist zuständig für das «Più»-Konzept und hat bereits einen zweiten Standort bekannt gegeben: Ab 2017 entsteht im Parterre eines entstehenden Neubaus beim Schiffbau im Kreis 5 ein zweites «Più».

«Più», Ristorante Bar, To go
Kasernenstrasse 95
8004 Zürich

T: +41/(0)44/242 33 22
europaallee@piu-ristorante.ch

www.piu-ristorante.ch

Öffnungszeiten:
«Più Ristorante Bar
»: Montag – Sonntag 11.30 – 14.30 Uhr und 17.00 bis 24.00 Uhr

«Più To go»: 
Montag – Freitag 7.00 bis 24.00 Uhr, Samstag 08.00 bis 02.00 Uhr, Sonntag 09.00 bis 24.00 Uhr

(Von Cathrin Michael)
www.cathrinmichael.com

Mehr zum Thema

  • 16.09.2015
    Der Bindella-Clan: Patron der Italianità
    Rudi Bindella ist der wichtigste private Gastronom der Schweiz und führender Importeur italienischer Weine. Seine grösste Leidenschaft...
  • Ornellaia 2012, Vendemmia d’Artista: «L’Incanto» von John Armleder ©zvg
    28.04.2015
    Über 200'000 Euro bei Ornellaia-Auktion
    Sotheby’s versteigerte in der Fondation Beyeler neun von John Armleder gestaltete Sonderflaschen Ornellaia 2012 «L'Incanto».
  • 18.02.2015
    «Pulcino» ist Zürichs neues Restaurant-«Küken»
    Im neusten Themenrestaurant bieten Bianchi und Bindella gemeinsam feinste Geflügel- und Federwild-Gerichte.
  • 04.12.2015
    Italienische Schätze: Herbst-Revival im Glas
    Winterblues? Diese Weine wärmen die Seele und holen uns den traumhaften Herbst 2015 zurück!
    Advertorial