Zum ersten Mal gab es zwei Sieger bei den Mixology Bar Awards. / © Constantin Falk
Zum ersten Mal gab es zwei Sieger bei den Mixology Bar Awards. / © Constantin Falk

Bereits zum neunten Mal wurden mit den «Mixology Bar Awards» auch in diesem Jahr wieder die Oscars der Barszene an die Besten der Besten hinter dem Tresen vergeben. Im Beisein der versammelten Fachwelt wurden im Berliner Grand Hyatt Hotel unter anderem die Bar, das Barteam und der Mixologe des Jahres gekürt.

Die erste ex aequo-Platzierung, ein erneuter Doppelsieg, ein Newcomer aus dem «Pott» und zum ersten Mal eine Titelverteidigung waren die Highlights des Abends. Letztere gelang Kan Zuo von der Wiener The Sign Lounge, die heuer zum zweiten Mal in Folge zur besten Bar Österreichs gekürt wurde. Besondere Spannung gab es zudem durch die neue Kategorie, die prämiert wurde: Die neue Bar des Jahres.

Die Gewinner im Überblick:

  • BARS DES JAHRES SCHWEIZ
    Widder Bar und die Kronenhalle (Zürich)
    Wer glaubt, er habe eine gut sortierte Bar, sollte sich einmal einen Aufenthalt in der Schweizer Hotel-Ikone «Widder» gönnen. Aber auch die «Kronenhalle» ist laut der Jury der Mixology Bar Awards einen Besuch wert. Zum ersten Mal in der langjährigen Geschichte der Auszeichnung konnten zwei Bars den ersten Platz für sich beanspruchen.

  • BAR DES JAHRES ÖSTERREICH
    The Sign Lounge (Wien)

    Der Vorjahresgewinner ruhte sich nicht auf seinen Lorbeeren aus: Barchef Kan Zuo schüttelte z.B. den offiziellen Cocktail zum 150. Bestehen der Wiener Ringstrasse aus dem Ärmel. Charakteristisch für seinen Stil ist die Verbindung aus Mozartkugel und Yuzu, einer chinesischen Zitruspflanze. Die Bar des Jahres in Österreich hat nicht nur prägenden Einfluss auf die Szene, sie erweitert den Begriff «Bar». Davon können sich auch die Besucher der Falstaff Bar- und Spiritsgala überzeugen, die am 30. Oktober in der Wiener Hofburg stattfindet. Dort wird Kan Zuo die Gäste in einer eigenen Lounge Bar mit seinen Kreationen verwöhnen.
  • BAR DES JAHRES DEUTSCHLAND
    Seiberts (Köln)
    Die Bar, die in diesem Jahr Massstäbe für die ganze Branche setzt, lässt äusserlich noch nicht vermuten, dass hier bemerkenswerte Drinks, ein prägnantes Konzept und hervorragender Service aufeinander treffen: Ein Raum, ein Mixologe, ein Innenhof in studentischer Nachbarschaft. Doch die Jury prämierte die Akribie, mit der in Volker Seiberts Kölner Wirkungsstätte gearbeitet wird. Die Experten über das Seiberts: «Kann man eine Bar wie einen Massanzug tragen? Beim Seibert hat man das Gefühl.»
  • NEUE BAR DES JAHRES
    Seven Swans & The Tiny Cup (Frankfurt am Main)

    Die Jury war sich einig: Seven Swans & The Tiny Cup ist nicht einfach nur der aktuelle Hot-Spot Frankfurt am Mains, sondern bereichert die gastronomische und barkulturelle Szene der Umgebung. Die sieben Schwäne leihen der neuen Wirkungsstätte von Sven Riebel ihren Namen. Trotz des jungen Alters zeigt die Bar Seven Swans & The Tiny Cup, dass sie für beste Drinks, sorgsam ausgeübte Handwerkskunst und professionelle Arbeit steht.
  • GASTGEBER DES JAHRES
    Emanuele Ingusci, Barroom (München)

    In München-Haidhausen könnte man leicht klaustrophobisch werden. Als Gast, aber mehr noch als Bartender, denn auf engstem Raum bespielt man in der Milchstrasse die drei Tische. «Doch Rum-Liebhaber Emanuele schafft es, dass immer wieder die Sonne aufgeht, wenn man seine Wohnzimmer-Bar betritt», sagt die Jury über den Gewinner.
  • MIXOLOGE DES JAHRES
    Volker Seibert, Seiberts (Köln)

    Ein Zeremonienmeister in Uniform? Ein weiss bekittelter Arzt für alle Verletzungen des Alltags? Ein «verrückter Professor» in vollem Experimentiermodus? All das scheint Volker Seibert in Personalunion zu sein. Und dazu ist er auch noch ein Derwisch, der mit verführerischen Getränken um den Gast tanzt. Gründe genug, damit in diesem Jahr die Wahl der Jury auf ihn fiel. Volker Seibert garantiert in seiner Arbeit flüssigen Genuss auf aussergewöhnlichem Niveau, lautete die Bewertung der Jury.
  • NEWCOMER DES JAHRES
    Max Bergfried, Spirits (Köln) bzw. Gin & Jagger (Essen)

    Max Bergfried steht zwar noch am Anfang seiner Laufbahn, zeigt aber bereits ein umfassendes Verständnis für den Beruf. Einer der Gründe, warum der der gelernte Mechatroniker die Jury überzeugen konnte. Er zeigt, was zeitgemässes Bartending ausmacht: Inspirationen, die auch von einer Kürbislaterne stammen können. Die Jury ist sich sicher: Er wird in den nächsten Jahren zu einem herausragenden Akteur der Barszene werden.
  • BARTEAM DES JAHRES
    Le Lion (Hamburg)

    Wie gut die eingespielte Achse aus Mario Kappes und Jörg Meyer die über die Jahre gewachsenen Bindungskräfte auf ihr Team überträgt, zeigt sich, wenn Veränderungen anstehen. Die professionelle Löwen-Familie macht dennoch stets weiter, wie man es von ihr gewohnt ist. Auf höchstem Niveau. Das überzeugte erneut die Jury.
  • HOTELBAR DES JAHRES
    Roomers (Frankfurt am Main)

    Frankfurt hat sich als eine der spannendsten Bar-Städte des Landes etabliert. Ein Fixposten dabei ist sicherlich das Roomers, das nicht nur mit der Architektur punktet, sondern auch bei den Drinks jene Dosis Avantgarde mitbringt, die heimische Gäste fasziniert und das internationale Publikum begeistert. Die Jury sagt: Anders als die Bar des Jahres, handelt die Hotelbar des Jahres im erweiterten Rahmen, denn sie steht nicht nur für sich selbst. Das Roomers überzeugt, denn die Bar ist für viele Menschen der erste Berührungspunkt mit dem gleichnamigen Hotel und somit seine Visitenkarte.
  • BARKARTE DES JAHRES
    Fairytale (Berlin)

    Die Jury war verzaubert: Eine wahrhaft «märchenhafte» Karte hält man im Fairytale bereit. Passend zum Motto der Bar fliegt dem Leser aus dem alten Märchenbuch ein Schmetterling entgegen, während eine Stimme dazu auffordert, aus dem beigelegten Fläschchen zu probieren. Dazu Drinks mit Namen wie «Jabberwonky», «Cinderella» oder «Sennentuntschi». Eine Karte die das ganzheitliche Konzept zu Ende denkt und somit weit mehr als nur eine Auflistung von Getränken ist.
  • SALES REPRESENTATIVE DES JAHRES
    Sonja Erler, Sierra Madre

    Viva Mexico! Warum hat der Tequila, das mexikanische Nationalgetränk, eigentlich noch nicht den Stellenwert wie der schottische Whiskey? Die Mission, das zu ändern treibt «Tequila Sonja», so der Spitzname der quirligen Repräsentantin, durch die Barszene – und immer ist der Agavenbrand dabei. Sonja Erler überzeugte die Jury durch gewinnendes Auftreten fachliche Expertise und sie bewies im vergangenen Jahr ein besonderes Gespür für die Entwicklungen der Branche und die Bedürfnisse der Kunden.
  • BRAND AMBASSADOR DES JAHRES
    Christian Balke, Havana Club/Pernod Ricard Deutschland

    Die Jury sagt: Er lebt seine Marke. Christian Balke gehört zu den beständigen Erscheinungen in der deutschen Barwelt – und seit seinen Anfängen bei Pernod Ricard Deutschland liegt Christian Balke das Thema Weiterbildung sehr am Herzen. Das mag dröge klingen, ist aber wesentlich für die Branche und somit einer Gründe, warum die Jury ihn prämierte.
  • SPIRITUOSE DES JAHRES
    Hudson Baby Bourbon (Tuthilltown Spirits)

    Die Rückkehr des Whiskeys nach New York nach fast 70 Jahren hat der ehemalige Tuthilltown Gristmill weltweite Aufmerksamkeit gesichert. Mit dem im Eichenfass gelagerten 100-prozentigen Corn-Whiskey hat man jetzt ein besonderes «Baby» in die Welt gesetzt: Süsse und Charakter zugleich begeistern die Whiskey-Freunde – und die Jury.



www.mixology.eu


(Redaktion)

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