Massimo Bottura macht Olympia nachhaltiger

Massimo Bottura von der Osteria Francescana.

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Massimo Bottura von der Osteria Francescana.

Massimo Bottura von der Osteria Francescana.

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Essen. Für die meisten gibt es (fast) nichts Schöneres auf der Welt. Was aber, wenn die Mittel nicht reichen, oder man sich aufgrund von Zeit oder Not nur mit dem Allernötigsten eindeckten kann. Gerade einmal damit es zum Überleben reicht? Gut, dass es ambitionierte Ideen gibt die uns zeigen, wie wir mit wertvollen Lebensmitteln vernünftig umgehen und den Gang zum Mistkübel dreimal überdenken. Wie? Das zeigen uns zwei engagierte Herren während der Olympischen Spiele in Rio den Janeiro. Das Ziel? 12 Tonnen weggeworfene Lebensmittel sollen während dem sportlichen Grossereignis wiederverwertet werden.

RefettoRio Gastromotiva

Massimo Bottura ist Gründer von RefettoRio und hat sich gemeinsam mit der brasilianischen Agentur «Gastromotiva» und dessen Initator David Hertz grosse Ziel mit «Food for Soul» gesetzt. Sie weisen aktiv auf die weltweite Lebensmittelverschwendung hin und erklären, warum und wie weggeworfene Produkte optimal verwendet und verkocht werden können. Der Hintergrund: aktuell sind 795 Millionen Menschen weltweit unternährt. 1,3 Milliarden Tonnen an Lebensmittel werden jedes Jahr weggeschmissen. Daher heisst auch «Refettorio» frei übersetzt so viel wie «wiederherstellen». Früher war es auch der Platz, wo sich Mönche trafen um ihr Mittagessen einzunehmen.

Next Stop: die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro

Doch was haben die Herren Bottura und Hertz bis jetzt unter dem Namen RefettoRio Gastromotiva erreicht? Nun, Erstaunliches. Seit der Expo 2015 in Mailand haben sie gemeinsam mit ihrem Team bereits 15 Tonnen an Lebensmittel wiederverwertet. Nun ist für Sie es an der Zeit, international aktiv zu werden. Der nächste Stopp: Rio de Janeiro während der Olympischen Sommerspiele 2016. Hier möchten sie die «Community Kitchen» in einem nie dagewesen Ausmass aufleben lassen. Auf 300 m2 Fläche, die von der Stadt gesponsert wird, werden jeden Tag ca. hundert Hungrige verköstigt. Und das ausschliesslich aus Lebensmitteln, die bereits einmal in der Mülltonne gelandet sind. Hier stehen nicht einfach nur Pommes & Co am Speiseplan sondern gesunde und nahrhafte Gerichte.

Der 395 Meter hohe Zuckerhut bietet eine traumhafte Aussicht ­über Rio de Janeiro.
Der 395 Meter hohe Zuckerhut bietet eine traumhafte Aussicht ­über Rio de Janeiro.

© Shutterstock

Die Teilnehmer: nationale und internationale Küchenprofis

Über 50 brasilianische und internationale Küchenchefs haben bereits ihre Teilnahme und Unterstützung für das Projekt «Food for Soul» ausgesprochen.

Wer aller mit dabei ist? Hier die aktuellen Teilnehmer: Andoni Luis Aduriz, Ugo Alciati, Alex Atala, Felipe Bronze, Manu Buffara, Thiago and Felipe Castanho, Mauro Colagreco, Teresa Corçao, Rafa Costa e Silva, Alain Ducasse, Carlos Garcia, Rodolfo Guzman, Alberto Landgraf, Francis Mallmann, Virgilio Martinez and Pia Leon, André Mifano, Rodrigo Oliveira, Elena Reygadas, Helena Rizzo, Joan Roca, Kamilla Seidler, Roberta Sudbrack, Thomas & Claude Troisgros und Mitsuharu Tsumura. 

Apropos essen: wer Lust auf authentische Gerichte hat, ist in Rio de Janeiro gut aufgehoben. Falstaff hat einige Restaurant- & Weintipps recherchiert...

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