Masseto Winery – ein Haus für den Kultwein

© Masseto

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http://www.falstaff.ch/nd/masseto-winery-ein-haus-fuer-den-kultwein-1/ Masseto Winery – ein Haus für den Kultwein FOTOS: Das Geheimnis ist gelüftet – der neue Masseto Weinkeller ist ein architektonisches Meisterwerk in den blauen Lehm gehauen. http://www.falstaff.ch/fileadmin/_processed_/9/4/csm_01-Masseto-Winery-Weinkeller-2019-PR-2640_f8f6043de2.jpg

Bisher wurde Masseto immer im Keller von Ornellaia vinifiziert. Nachdem Masseto seit zwei Jahren als eigene Marke geführt wird, erhält er nun auch ein eigenes Heim. Realisiert nach einem Projekt des renommierten Studios Zito+Mori aus Mailand, wurde die neue Masseto Winery am 12. April 2019 eröffnet. Das gesamte Volumen des neuen Kellers wurde in den Boden unterhalb des Masseto-Weingartens in den blauen Lehm gegraben, sodass auf den ersten Blick gar nicht viel Veränderung wahrnehmbar ist. Bei der Eröffnungsfeier im exklusiven Rahmen war alles dabei, was international im italienischen Wein Rang und Namen hat. So begrüsste die Familie Frescobaldi, Eigentümer von Masseto und Ornellaia, neben vielen anderen: Piero und Albiera Antinori, Priscilla Incisa della Rocchetta, Giovanni Gaja, Marilisa Allegrini, Matteo Lunelli-Ferrari und Maurizio Zanella. Auch die Masseto-Importeure Rudolf Bindella, Burkhard Bovensiepen sowie Peter und Christoph Morandell liessen sich die Gelegenheit nicht entgehen, einen ersten Blick in das architektonische Meisterwerk zu werfen. Von der internationalen Presse waren neben James Suckling, Monica Larner von Robert Parker und Bernard Burtschy vom Le Figaro auch Othmar Kiem für den Falstaff mit dabei.

Hommage an die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Der neue  Weinkeller soll eine greifbare und symbolische Hommage an die Geschichte des Weinguts Masseto, eine rasante Entwicklung vom Gespür für das verborgene Potenzial dieser Weinbergslage bis zum international hochgelobten Wein sein, heisst es in der offiziellen Presseaussendung zur Eröffnung.

«Der Weinkeller ist eine Hommage an die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Masseto. Er feiert die unglaubliche Geschichte eines Weins, der niemals existieren sollte», so Giovanni Geddes da Filicaja, CEO von Masseto. «Jahrelange Planung und Mühe wurden nicht gescheut, um das richtige Zuhause für den Masseto zu schaffen. Eines, in das die Erfahrung von drei Jahrzehnten eingeflossen ist, wobei jeder Aspekt so gestaltet wurde, dass er jeder noch so kleinen, minutiösen Anforderung des Keller-Teams gerecht wird».

Die technische Ausstattung des unterirdischen Gebäudes, das an einen heiligen Tempel erinnert, wurde nach umweltschonenden Prinzipien vorgenommen. «Es fehlt an nichts, und es gibt nicht mehr als nötig», sagte Massetos Gutsdirektor Axel Heinz. Er betonte, dass der Weinbau auf Masseto, der Strenge, Modernität und Tradition in Einklang bringt, unverändert bleiben wird. »Bei unserer Weinherstellung geht es darum, den Prozess zu reduzieren, die Intervention mit einer ‹Weniger ist mehr›-Philosophie zu reduzieren.»

Wein-Tempel mit Schatzkammer

Das von den beiden Architekten Hikaru Mori und Maurizio Zito vom Studio ZitoMori entworfene Gebäude repräsentiert und verstärkt die diskrete, aber starke Identität von Masseto. Oberirdisch sichtbar sind am Hügel nur der Bereich der Traubenanlieferung und das restaurierte Masseto-Haus.

Der Komplex wurde für eine Weinerzeugung mithilfe des Gravitätsprinzips erbaut und profitiert von der natürlichen Isolierung durch den blauen Lehm. Er wurde symbiotisch in die ihn umgebenden Hügel und Rebflächen eingebunden. Die Architekten bezeichneten ihr unterirdisches Designkonzept als «The Quarry» – den Steinbruch. «Um die Anstrengung deutlich werden zu lassen, die erforderlich ist, um diesen Wein herzustellen, haben wir nicht durch Konstruktion, sondern durch Extraktion aus der monolithischen Masse des Hügels eine Reihe von Räumen geschaffen. Die unterschiedlichen Volumen, Höhen und Ebenen im Innern des Gebäudes erinnern an eine Goldmine, in der man den Adern des Edelmetalls bis zum Kern folgt», erzählte die in Japan geborene Architektin Hikaru Mori.

Für die architektonische Grundstruktur wurde vor Ort gegossener Beton verwendet. Im Inneren dominieren klare Linien aus Glas und Stahl, die durch Reihen von Eichenholzfässern ausgeglichen werden. Die strukturierten und stratifizierten Oberflächen erinnern an den extraktiven Bauprozess, während Öffnungen in der Wand ein vertikales Profil des unnachahmlichen Lehmterroirs freilegen.

Im Herzen des Komplexes befindet sich die Schatzkammer des Anwesens «Masseto Caveau». Unter perfekten Lagerbedingungen werden hier die Flaschen aller Jahrgänge seit 1986 aufbewahrt. Jede Flasche liegt in einer eigenen Vorrichtung aus Edelstahlgeflecht. Besser kann man die Geschichte des Weinguts nicht demonstrieren.

Der Jahrgang 2018 ist der erste, der in der neuen Kellerei unter der Aufsicht der neuen Kellermeisterin Eleonora Marconi vinifiziert wurde.

Masseto mit allen von Falstaff bewerteten Weinen in der Datenbank entdecken.

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