Stadt und Strand: Barcelona vereint beides. Links im Bild: das Luxushotel «W»./ Foto beigstellt
Stadt und Strand: Barcelona vereint beides. Links im Bild: das Luxushotel «W»./ Foto beigstellt

Der Mix macht’s: Stadtflair und Strandvergnügen, trendige Shops und traditionelle Cafés, Sterneköche und Tapashelden – wir sagen Ihnen, was Sie an einem langen Wochenende in Barcelona keinesfalls verpassen sollten.

Nach einem Lunch mit einem Glas Cava geht es zur Shoppingtour durch die Luxusgeschäfte.
Das Taxi bringt einen vom Flughafen in einer halben Stunde ins Herz der Stadt entlang des Boulevards Passeig de Gràcia. Häuser aus der Epoche des katalanischen Jugendstils säumen die Strasse. Das «Mandarin Oriental» ist eines der eleganten Gebäude. Die spanische Stararchitektin Pa­­tricia Urquiola hat der ehemaligen Bank zu einem Auftritt als Fünf-Sterne-Hotel verholfen. Ein halbes Dutzend Austern, dazu ein Glas Cava – wir stoppen für einen Lunch im schicken hoteleigenen «BistrEau» mit Glasdach. Dann holt uns Gloria Hidalgo ab und begleitet uns drei Stunden lang durch die luxuriösesten, trendigsten und typisch katalanischen Geschäfte. Die Personal-Shopperin zeigt uns auch, was Barcelona so besonders macht: Schräg gegenüber des Hotels stehen etwa drei Perlen des katalanischen Jugendstils. Eine wurde von dem Star-Architekten Antoni Gaudí entworfen. Und im Nachbarhaus findet sich der Juwelier Bagués, der verspielte Preziosen fertigt. Sammler aus der ganzen Welt kommen hierher, um die filigranen Bijous zu kaufen. Auch Vinçon residiert in einem pompös ausgestatteten Haus und stellt auf mehreren Ebenen Kochutensilien, Leuchten und Möbel aus. Und bei Santa Eulalia, der ältesten Luxusboutique Barcelonas (1843 gegründet) finden sich die Nobelmodemarken.
Wir machen einen Abstecher in die «Dry Martini Bar». Das Mixen gleicht einer Inszenierung, jeder servierte Martini ist nummeriert, und der Gast erhält eine Urkunde. Unserer ist der 1.046.510. Martini. Vor dem Besuch des klassischen Konzerts im Palau ­de la Música Catalana geht es zum Dinner im «Moments» von Starköchin Carme Ruscalleda. Sie zählt mit ihren sieben Michelin-Sternen in drei Restaurants zu den meistausgezeichneten Köchinnen der Welt.

 

Heute stehen die Las Ramblas und der ­Mercat de la Boqueria auf dem Programm – ein Markt voller köstlicher Delikatessen!
Auf dem imposanten Markt gibt es unzählige Delikatessen – von Entenmuscheln bis hin zu Oktopus und Langusten. Schinken vom Pata-Negra-Schwein hängen am Haken, es stapeln sich Obst, Gemüse, Brot, Käse. Wir machen einen Zwischenstopp im «Caelum» im alten Gòtic-Viertel: In dem Café entdeckt man in den Regalen Feines aus spanischen Klöstern. Nonnen haben Guetzli gebacken und Konfitüren gekocht. Das Barri Gòtic ist das älteste Stadtviertel. Die meisten Baudenk­mäler stammen aus dem 14. und 15. Jahr­hundert, der Blütezeit Barcelonas als Seemacht. Enge und verwinkelte Gassen zaubern eine mittelal­­­­­­­ter­liche Atmosphäre. Dann geht es zu den ­­­Las Ramblas – die von Bäumen gesäumte, ­1,2 Kilometer lange Flaniermeile führt zum Hafen am Meer. An den Quais schaukeln Segelboote sowie Luxusyachten. Auch Kreuzfahrtschiffe legen an. Nordöstlich der Kreuzfahrtterminals zieht sich ein feiner Sandstrand in einem Bogen an der Stadt entlang. Im Restaurant «Gallito» unterhalb des «W»-Hotels, das sich wie ein Segel in den Himmel erhebt, sind jetzt zu Mittag alle Plätze schnell besetzt. Es wird Cava serviert, ebenso wie frische Salate, gegrillter Oktopus und Stückchen vom Spanferkel mit Yuzu. Der Cava prickelt so schön im Glas – da wächst die Neugierde auf den Winzer. Und der ist in diesem Fall nicht weit entfernt. In einer knappen Stunde bringt der Zug einen nach Vilafranca del Penedès. Joan Huguet holt seine Gäste vom Bahnhof ab und bringt sie ins Weingut Can Feixes, das sich wie eine Oase mit hohen Palmen vor dem Montserrat-Gebirge abhebt. Macabeo, Pa­rellada und Chardonnay wachsen hier auf 400 Meter Höhe auf Kalk-Lehm-Böden bio­logisch, ohne chemische Beigaben, heran. Am Abend, zurück in Barcelona, verwöhnt das trendige Restaurant «Negro-Rojo» mit Tapas und Ceviche im modernen Stil.

 

Bevor es zurück nach Hause geht, empfiehlt sich noch eine Tour zur Sagrada Família und zur Beachbar am Strand.
Der Tag beginnt im «Dostrece», eine der angesagtesten Adressen der Stadt für Frühstück. Man sitzt an grossen Fenstern – ideal, um die vorbeiflanierenden Menschen zu beobachten. Das Angebot an Speisen ist riesig. Klassiker wie Eggs Benedict mit Kartoffeln Lyonnaise oder American Crêpes werden hier serviert, frisch belegte Sandwiches, süsse und salzige Omeletten oder Pancakes mit viel Obst. Wer sich vegan ernährt, wird hier angenehm überrascht mit veganer Patisserie, wie zum Beispiel einem Avocado-Schokoladen-Kuchen oder Rüebli-Muffins mit Äpfeln, Mandeln und Feigen.
Barcelona kann man allerdings nicht verlassen, <img style="float: right;" src="fileadmin/user_upload/media/bilder/2010/reise/Gottlieber_Krone/Barcelona_SagradaFamilia_Mapics_200_01.jpg" title="@Mapics/Shutterstock.com" txdam="33310" height="300" width="200" alt="" />ohne eine Rundfahrt im Doppeldeckerbus gemacht zu haben. Immerhin gilt die Metropole als eine der kulturell bedeutendsten Europas. Wichtige Sehenswürdigkeiten: die Kirche Sagrada Família, von Antoni Gaudí entworfen. Auch der Park Güell ist ein Muss. Die Gartenstadt auf einem Hügel im Stadtteil Gràcia entstand im Auftrag des Industriellen Eusebi Graf von Güell. Im Park ist auch das Wohnhaus von Gaudí zu besichtigen, das heute ein Museum ist. Statt wie geplant Barcelonas neues Designmuseum DHUB zu besuchen, das mit dem Torre Agbar ein Tor zum neuen Stadtviertel Poblenou bildet, reizt jetzt ein Sonnenbad am Strand mehr. Am Ende der Plajta de Llevant liegt die «Bambú Beach Bar»: pures Chill-out-Feeling am Meer mit Loungemusik, Tapas und fruchtigen Cocktails. ©Mapics/Shutterstock.com

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