«Koch des Jahres»: Del Fabro und Kettner im Finale

Die goldenen Schlüssel zum Finale erhielten Jürgen Kettner und Silio Del Fabro (mitte) mit ihren Assistenten.

© Melanie Bauer Photodesign

Die goldenen Schlüssel zum Finale erhielten Jürgen Kettner und Silio Del Fabro (mitte) mit ihren Assistenten.

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Die letzte Chance auf den Einzug ins Finale haben Silio Del Fabro und Jürgen Kettner genutzt. Der Saarländer und Berner Koch setzten sich demnach am vergangenen Montag gegen vier Konkurrenten durch und kämpfen beide im Finale am 9. Oktober auf der Anuga, der Ernährungsmesse in Köln, um den Titel «Koch des Jahres».

Fokussiert ins Finale

Sein Küchenstil: geradlinig, klassisch und modern: Del Fabro hält weniger oftmals für mehr auf dem Teller. Juror Thomas Macyszyn vom Hamburger «Boathouse» sieht hinter der Philosophie den Grund für den Finaleinzug: «Die wenigen Komponenten waren perfekt abgeschmeckt und darauf kommt es letztendlich an». Del Fabro überzeugte beim Vorfinale in Hamburg mit seinem bodenständigen Menü. Als Vorspeise servierte er Langostino Royal und kross gebratenen Schweineschwanz mit Auberginensalat, der Hauptgang bestand aus einer gebratenen Etouffé-Taube mit Croustillant von deren Innereien – ganz nach dem nachhaltigen Leitsatz «from nose to tail». Als krönenden Abschluss begeisterte der Saarländer Koch mit Cremeux von Valrhona Schokolade, Himbeere und Holunderblüten.

Woher der 29-Jährige die Inspiration nimmt? «Oftmals durch Zufälle, wenn man sich etwas spontan in den Mund steckt...klingt komisch, ist aber so», sagt der Erstplatzierte. Darüber hinaus geht Del Fabro als Gewinner der Friesenkrone SJØ-Challenge hervor und lieferte die beste Dessertkreation ab.

Beim zweiten Anlauf

Vom Maschinenbautechniker zum Koch: Jürgen Kettner, gebürtiger Steirer, entschied sich erst bei seiner zweiten Ausbildung für diesen Beruf. Warum er sich anders entschieden hat? «Um einen Beruf zu haben, in dem man Gäste glücklich machen kann und für seine Arbeit sofort ein Feedback bekommt», erklärt der 28-Jährige. Beim zweiten Anlauf hat es nun auch beim «Koch des Jahres» geklappt: Sein an die Schweizer Natur angelehntes Menü brachte ihn einen Schritt näher zum Titel, er verwendete dabei viele frische Kräuter. «Diese verleihen den Gerichten Leichtigkeit und besondere Würze», erklärt Kettner.

Das Finale des «Koch des Jahres»

Am 9. Oktober 2017 ist es soweit: Die acht Finalisten des Wettbewerbs treffen auf der Ernährungsmesse Anuga in Köln aufeinander. Neben dem Titel werden Preisgelder in der Höhe von Euro 14.500 Euro an die Köche vergeben, einige Sonderpreise warten ebenso. Dabei durften an den vier Vorfinalen des Live-Wettbewerbs Köche aus der D-A-CH-Region teilnehmen. Die vorhergehenden Stationen des «Koch des Jahres» waren Achern, Salzburg und Hennef.

www.kochdesjahres.de

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