Genuss in R(h)einkultur

Genuss-Team: Der FBMA Vorstand mit den beiden Gastköchen Antonio Colaianni (Restaurant Gustav) und Stefano Corrado (Restaurant Aurora) und Viking Hild Corporate Executive Chef Andreas Seifert.

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Genuss-Team: Der FBMA Vorstand mit den beiden Gastköchen Antonio Colaianni (Restaurant Gustav) und Stefano Corrado (Restaurant Aurora) und Viking Hild Corporate Executive Chef Andreas Seifert.

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Die Viking River Cruises AG mit Hauptsitz in Basel ist eines der weltweit grössten Flusskreuzfahrt-Unternehmen mit 1700 Mitarbeiter an Bord und an Land. Zum 20-jährigen Jubiläum der Reederei wurden im März am Deutschen Eck, dort, wo Rhein und Mosel sich treffen, zwei neue Flusskreuzfahrtschiffe getauft: die «Viking Hild» und die «Viking Herja». Die Taufpatinnen waren in maritimer Tradition Dr. Prinzessin Stephanie Löwenstein-Wertheim-Rosenberg, die Geschäftsführerin des Weingut Fürst Löwenstein (Viking Hild) und Debbie Wiseman, eine britische Komponistin und Dirigentin (Viking Herja). Übrigens tragen alle Viking Longships Namen aus der nordischen Mythologie. So kommen auch die Pflegeprodukte in den Bädern von «Freya» vor. Der Name Freya ist der der Göttin der Fruchtbarkeit, der Liebe, der Lust und des Glücks, sie ist die Beherrscherin und Lehrerin der Zauberkunst («Seidr») an den Asen. Und die grosse Zauberkunst, vor allem im kulinarischen Bereich, war auch ein Thema der zwei ereignisreichen Tage auf dem Rhein.

«Als wir vor zwei Jahrzenten mit unserem Unternehmen starteten, waren moderne Flusskreuzfahrten bei den meisten Reisenden noch unbekannt. Jetzt, 20 Jahre später, freuen wir uns, dass die meisten Reisenden diese Reiseform und vor allem Viking als Marke kennen», sagt Torstein Hagen, Vorsitzender von Viking Cruises.

Casual Dinner mit René Schudel

Den Luxus der neuen Viking Hild nutzen nun die Gastronominnen und Gastronomen der FBMA mit ihren gastrophilen Gästen für die diesjährige Generalversammlung und vor allem zum Erfahrungsaustausch und zum perfekten Netzwerken. Eine besondere Flussfahrt mit viel Genuss und besonderen Blicken auf die Landschaft wartete auf die Teilnehmer. Am ersten Abend verwöhnte René Schudel, Koch im «Benacus» in Unterseen/Interlaken und Moderator des «Funky Kitchen Club» auf Pro7, die Gäste beim Casual Dinner mit einer Sauerkrautsuppe mit Blut- und Leberwurstravioli gefolgt von einem feinen Zanderfilet auf Auberginen-Curry, dem die knusprigen Schalotten eine besondere Note gaben. Der Hauptgang war eine zwölf Stunden lang geschmorte Kalbshaxe mit saisonaler Bärlauch-Cremolata und Kartoffelstampf mit Nussbutter, den süssen Abschluss bildete ein Apfelstreuselkuchen mit Vanilleeis und Bratapfel, dessen besonderer Geschmack dem Pastis und der Kresse geschuldet war. Dass auch die Wein- und Champagner-Begleitung ausgewogen und passend war, ist bei dieser Gästeschar wohl kein Wunder.

Samstag stand Strassburg auf dem Reiseplan und die Stadt der Spitzenrestaurants, schönen Weinstuben, guten Elsässer Weine und der Gänseleber war die grossartige Grundlage für das aussergewöhnliche Dinner am Samstagabend, zubereitet von Spitzenkoch Antonio Colaianni und Stefano Corrado, viele Jahre sein Sous-Chef im Mesa und nun Herr über das Aurora, dem neuen Hotspot der Zürcher Trendgastronomie, eine Feinschmecker-Oase mit Restaurant, Bar und Terrasse.

Antonio Colaianni ist einer der Kronprinzen der Gastroszene. So werden die 17-Gault-Millau-Punkte-Köche genannt, die einen Schritt bzw. Punkt vor einem nationalen Spitzenplatz stehen. Der ehemalige Mesa-Chefkoch ist ebenso talentiert wie unkonventionell und hat mit dem Gustav in der Zürcher Europaallee eine neue Wirkungsstätte gefunden. Das ist ein wunderbarer Ort für Gastgeber und Koch «Don Colaianni». Sein grosses Können zeigte sich auch in der «Schiffsküche» beim Galamenü für die Gäste der Flussfahrt. Seine Signature-Dishes wie Tonno und Carabinero mit köstlich frischem Fenchel-Citrus-Kräutersalat und das ganz und gar aussergewöhnliche Rindstatar mit warmem Kartoffelschaum und Nussbuttercreme waren genauso vertreten wie das Dreierlei vom Kalb mit Kohl und Wurzelgemüse. Unbestrittener König der Speisenfolge aber war der Raviolone mit Perigordtrüffel, Parmesan und Spinat (REZEPT). Hier verband sich das grosse Können des Küchenmeisters mit den erlesenen Zutaten und der perfekten Zubereitung zu einem wahren Gedicht. Das Schokoladen-Dessert zum Abschluss war fein und rundete das Menü ab. Die Weine kamen aus Südtirol und Italien und harmonierten bis zum Vin Santo von DOC Colli della Etruria (San Donato) hervorragend mit den Speisen.

Der Applaus der durchwegs kundigen und kulinarisch versierten Gäste war Meister Colaianni und seinem Team am Ende des Galamenüs sicher. Den grossen Schlussapplaus bekam allerdings Andrea Zimmermann aus dem Vorstand der FBMA für die so gelungene Organisation der zwei köstlichen Tage auf dem Schiff. 

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