Fünf Gründe, die für eine Genussreise nach Friaul-Julisch Venetien sprechen

Collio im Herbst

© Massimo Crivellari

Collio im Herbst

Collio im Herbst

© Massimo Crivellari

http://www.falstaff.ch/nd/fuenf-gruende-die-fuer-eine-genussreise-nach-friaul-julisch-venetien-sprechen-kopie-1/ Fünf Gründe, die für eine Genussreise nach Friaul-Julisch Venetien sprechen Unter Kennern gilt Friaul-Julisch Venetien als ein echter Schmelztiegel von Kultur und Geschmack. Nicht zuletzt deshalb sollte die Region auf Ihrer Reise-Bucket-List ganz oben stehen. http://www.falstaff.ch/fileadmin/_processed_/4/a/csm_00-Collio-Herbststimmung-c-Massimo-Crivellari-2640jpg_a79dcafd6b.jpg

Zwischen den gezackten Gipfeln der Karnischen und Julischen Alpen sowie der Dolomiten und dem Adriatischen Meer liegt Friaul-Julisch Venetien. Eine Region, die beweist, dass Italien immer wieder für neue Überraschungen gut ist. Hier lässt sich Kultur dreier Länder entdecken und geniessen, mit historischen Dörfern und einzigartigen Weinen verzaubert sie ihre Besucher.

Die italienischen, slawischen und germanischen Einflüsse haben schon zur frühen Zeit viele Geniesser und Reiselustige angezogen und begeistern noch heute die Gäste mit ihrer Dichte an Traditionen, Sprachen und Religionen. Wer den italienischen Charme mit allen Facetten erleben möchte, beginnt seine Reise am besten in der Region Friaul-Julisch Venetien. Fünf besondere Highlights haben wir für Sie herausgesucht ­­– ob für einen Wochenendtrip oder eine längere Reise!

  1. Kulturelle Vielfalt in Tarvis
  2. Die Flusstäler des Natisone
  3. Der Wein des Collio
  4. Die Geschichte von Görz
  5. Die Osmizze des Karsts

1. Kulturelle Vielfalt in Tarvis

In dieser Region treffen die Länder Österreich, Italien und Slowenien aufeinander, was sich auch in der Küche widerspiegelt. Die Grenzregion verbindet typisch mitteleuropäische und italienische Traditionen miteinander. Dort findet man zum Beispiel den «Aglio di Resia» - auf deutsch Resianer Knoblauch oder Strok. Ausserdem ist in dieser Region der «Radic di Mont», ein zarter wilder Radicchio, der auf den Almen geerntet wird, heimisch.

Um regionale Produkte zu erwerben, schauen Sie zum Beispiel bei «Faleschini» vorbei – oder Sie geniessen regionale Speisen in der Rosenwirt Hütte, Locanda Mandi oder der Osteria Hladik.

Laghi di Fusine

© Alessandro Michelazzi

In Tarvis verschmelzen nicht nur drei kulinarische, auch drei natürliche Grenzen. Bodenständige Küche, sportliche Erlebnisse und atemberaubende Ausflüge lassen sich hier miteinander verbinden. Wanderer, Bergsteiger, Radfahrer und begeisterte Ski-Enthusiasten kommen hier auf grenzüberschreitenden Skipisten, Weitwanderwegen wie dem Alpe Adria Trail oder den Trekking- und Mountainbike-Routen des interregionalen Projektes MADE (Malga and Alm Desired Experience) auf ihre Kosten.

2. Die Flusstäler des Natisone

Im nordöstlichen Teil der Region schlängelt sich der Fluss Natisone malerisch durch die Täler nordöstlich von Udine, entlang der Grenze zu Slowenien. Die Kulinarik der Region gründet sich auf die Schätze der Natur, die diese den Menschen im Lauf der Jahreszeiten schenkt: Wildkräuter, Pilze, Trüffel, oder Kastanien und Äpfel – um nur einige zu nennen.

Gubana

© Davide Monti

Die Natisone-Täler sind die Wiege des süssen Klassikers von Friaul-Julisch Venetien: der «Gubana». Das süsse Gebäck wird aus Hefeteig und in einer typischen Schneckenform hergestellt. Die Füllung besteht aus Sultaninen, Pinienkernen, Walnüssen und, je nach Rezept, Grappa, Slivovitz, Honig, kandierten Früchten oder Mandeln. Auch «Strucchi», kleine Kekse aus der Gubana-Füllung, werden hier zubereitet. Ausserdem gibt es Ziegenkäse und traditionelle slawische Spezialitäten wie palacinke, šlicinjaki (eine Art Gnocchetti aus Mehl), oder štakanije (Kartoffelpüree und Gemüse der Saison). Neben der Kulinarik sind auch hier Spuren der Geschichte zu entdecken, wie Bunker des Kalten Kriegs die im Tal verteilt zu finden sind.

3. Der Wein des Collio

Entlang der Hügellandschaft Friaul-Julisch Venetiens finden sich zahlreiche Weinbaugebiete. Hier liegen die Wurzeln des Weinbaus, wo ein Viertel der Weltproduktion an Stecklingen erzeugt werden. Die rund 1700 Weinbaubetriebe produzieren rund 80 Millionen Falschen pro Jahr. Das Collio ist eine der neun DOC-Gebiete in dieser Region. Die italienische und slowenische Rebsorte «Ribolla Gialla» lässt sich dort finden. In Zukunft hofft die Weinregion sogar darauf, in die Liste der UNESCO-Erben aufgenommen zu werden, denn neben dem kulinarischen und landwirtschaftlichen stellt sie auch ein weinbauliches Erbe von höchster Qualität dar. Dort findet sich eine grosse Fläche an Weinbergen, die sich auf die Produktion von Weinen herausragender Qualität spezialisiert haben. Wie die Weingüter Gradis´ciutta, Gravner, Radikon Oslavia oder Paraschos beweisen.

© Mario Verin

4. Die Geschichte von Görz

Im Jahr 2025 wird «Görz» zusammen mit «Nova Gorica» Kulturhauptstadt Europas sein. Ein Besuch lohnt sich aber schon davor, denn die Kultur dieses Ortes ist wegen seiner aufregenden und bewegten Geschichte immer ein lohnendes Reiseziel. In der Mitte Europas erhebt sich auf dem Hügel von Görz eine imposante Burg, von der man eine hervorragende Aussicht auf die umliegenden Regionen und geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten hat.

Heute ist Görz eine Grenzstadt, in der die Spuren einer grossen Vergangenheit und die Pracht des ehemaligen Habsburgerreiches noch sichtbar sind. Zu ihrer Zeit war die Stadt das «Nizza Österreichs». Auch in dieser Region gibt es ein Zusammentreffen verschiedener kulinarischer Traditionen. So finden sich Einflüsse aus der österreichischen, friulanischen und slowenischen Küche. Die Speisekarten bieten Gerichte wie Gulasch, Blecs, Zlikrof (eine Art gefüllte Ravioli) oder Semmelknödel. Typische Süssspeisen sind Kipfel (kleine frittierte Halbmonde aus einem Gnocchi ähnlichen Teig), Putizza, Pinza, Strudel, Krapfen oder Palatschinken. Diese Köstlichkeiten probieren Sie am Besten z.B. in der Fattoria Zoff, im Ristorante Trattoria al Cacciatore oder in der Osteria Mulin Vecio.

5. Isontiner & Triestiner Karst

Der Karst in der Nähe der Adria ist ein Verbindungsglied zwischen mediterranem und mitteleuropäischem Ökosystem. Eine Landschaft, die einige historische und kulturelle Besonderheiten aufweist. Ein Beispiel dafür sind die traditionellen «Osmizze», die auf den Strassen ausgeschildert werden. Dort werden typische Produkte der Region verkauft und Wein kann direkt in den Lokalen oder im Keller der Produzenten verkostet werden.

Das Wort Osmizza kommt vom slowenischen «osem» (acht) und verweist auf die traditionelle Öffnungszeit von acht Tagen, in denen die Bauern ihre eigenen Produkte verkaufen dürfen. Wer das erleben möchte, besucht z.B. den Bauernhof Kmetija «Devetak Sara». Auch die Fischerei hat in dieser Region lange Tradition. So kann man etwa bei «Al Pescaturismo» köstlichen Fisch und Meeresfrüchte geniessen und dabei viel über die Geschichte der Region erfahren. Die schönste Zeit für einen Besuch der Karstlandschaft sind übrigens Frühling und Herbst.

© Alessandro Michelazzi


Mehr Infos

Weitere Informationen finden Sie unter italia.it oder turismofvg.it.

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