Franciacorta: Prickelnder Genuss

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In den nördlichen Hügeln der italienischen Po-Ebene, südlich des Iseosees, flankieren dichte Wälder die Weingärten und Olivenhaine. Hier ist die Heimat aussergewöhnlicher Schaumweine, die auch den Namen der Region tragen: Franciacorta. Die Böden in diesem Gebiet, das vor über 10'000 Jahren durch die Gletscherrückbildung entstanden ist, zeichnen sich durch einen ausserordentlich reichen Mineralstoff­gehalt aus. Dieser spiegelt sich auch sen­sorisch in jedem Franciacorta wider und gilt als Schlüsselfaktor für die hochwertigen Weine der Region.

Ein Schaumwein mit Geschichte

Der Franciacorta reicht zurück bis in die Römerzeit: Die günstigen klimatischen Bedingungen und die Vielfalt der Bodentypen sorgten schon damals dafür, dass in der Gegend verstärkt Weinbau betrieben wurde. Rund 1000 Hektaren Weingärten wurden dazumal bewirtschaftet – das wird unter anderem auch durch den napoleonischen Kataster von 1809 bestätigt.
Heute werden bei der Herstellung von Franciacorta strenge Regeln befolgt. Die Verwendung edler, handverlesener Trauben und die langsame Reifung auf der Hefe gewährleisten dabei die stets hohe Qualität. Die Schaumweine werden dabei massgeblich aus Chardonnay-, Pinot-Nero- und Pinot-Bianco-Trauben hergestellt. Ausserdem können sie auch bis zu 10 Prozent Erbamat enthalten: Diese uralte einheimische weisse Rebsorte verleiht den Grundweinen eine zusätzliche Frische, ohne dabei den typischen Grundgeschmack zu verändern.

Bis zu fünf Jahre wird der besondere Schaumwein auf der Hefe gelagert.

Bis zu fünf Jahre wird der besondere Schaumwein auf der Hefe gelagert.

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Perlende Vielfalt

Franciacorta gibt es in fünf verschiedenen Varianten: Franciacorta, Franciacorta Satèn, Franciacorta Rosé, Franciacorta Vintage Millesimato und Franciacorta Riserva. Der Schaumwein zeichnet sich durch eine strohgelbe Farbe mit goldenen Reflexen aus. Die Brotkrusten- und Hefe­aromen werden durch zarte Zitrus-, Nuss- und Trockenobstnoten angereichert, wodurch ein herzhafter, frischer und harmonischer Wein entsteht. Die Dauer der Reifezeit auf der Hefe beträgt für den normalen Franciacorta 18 Monate, für den Franciacorta Millesimato bis zu 30 Monate und für den Franciacorta Riserva sogar bis zu fünf Jahre. Der Letztere zählt zu den absoluten Spitzenweinen und wird nur in besonders aussergewöhnlichen Jahren hergestellt.

Die Weinbauregion Franciacorta

Die Weinbauregion Franciacorta – auf der Karte rechts oben zu sehen – zeichnet sich vor allem durch die mineralstoffreichen Böden aus.

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Gelebte Nachhaltigkeit

Obwohl Franciacorta als Synonym für Exzellenz steht, wird laufend daran gearbeitet, die Qualität der Weine zu verbessern sowie das Land für künftige Generationen zu bewahren. Daher legt man nicht nur Augenmerk auf hervorragenden Wein, sondern auch auf die Umwelt. In der Franciacorta ist deshalb der ökologische Weinbau auf dem Vormarsch: Über 62 Prozent der Rebfläche werden hier heutzutage biologisch bewirtschaftet – das entspricht in etwa 1282 Hektaren. 642 weitere Hektaren werden gerade auf Bio umgestellt. Damit steht Franciacorta 2019 international gesehen nicht nur für hervorragenden Wein, sondern auch für biologischen Weinbau.

www.franciacorta.net