Festspiele: Max Reinhardts Lieblingsspeisen

Max Reinhardt blieb Salzburg seit seinem Schauspiel-Debüt 1893 bei der Eröffnung des damaligen Stadttheaters (heute Landestheater) eng verbunden.

© KHM-Museumsverband / Theatermuseum Wien

Max Reinhardt blieb Salzburg seit seinem Debüt als Schauspieler, das er 1893 bei der Eröffnung des damaligen Stadttheaters (heute Landestheater) gab, eng verbunden.

Max Reinhardt blieb Salzburg seit seinem Schauspiel-Debüt 1893 bei der Eröffnung des damaligen Stadttheaters (heute Landestheater) eng verbunden.

© KHM-Museumsverband / Theatermuseum Wien

Ich habe gebaut, gezeichnet, geschmückt, gepflanzt und geträumt davon, wenn ich nicht da war…«, schrieb Max Reinhardt, Festspielgründer und berühmtester Theaterimpresario seiner Zeit, an seine Frau, die österreichische Schauspielerin Helene Thimig. Auf Schloss Leopoldskron hat er gemeinsam mit Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss die Salzburger Festspiele gegründet, die dann mit der Aufführung des »Jedermann« am 22. August 1920 auf dem Salzburger Domplatz ihren Anfang nahmen.

Das Schloss, das er 1918 kaufte, war für ihn auch immer ein Ort des Theaters und der großen Feste: »Ich habe es immer feiertäglich geliebt«, sagte er oft. Im großen Park mit Gartentheater, am idyllischen -Weiher vor dem Untersberg als natürlicher Kulisse und im Schloss trafen sich während dieser Jahre Theaterproduzenten, Schriftsteller, Komponisten und Schauspieler aus ganz Europa und der Welt. Und was wurde aufgetischt?

Tafelspitz und Kalbsvögerl

Falstaff hat den Max-Reinhardt-Forscher Leonhard M. Fiedler gefragt, und die Antwort hat uns dazu inspiriert, den Salzburger Spitzenkoch Andreas Döllerer zu bitten, die Reinhardt’schen »Kalbsvögerl« auf ­seine Meisterart nachzukochen. Leonhard M. Fiedler schreibt: »Zu Ihrer Frage nach Reinhardts Lieblingsspeisen: auf jeden Fall Tafelspitz und Linzer Torte. Zum Frühstück  hat er meistens Aga Aga gegessen. Als es ihm in Amerika finanziell noch gut ging, ließ er nicht nur seine Köchin Adele Vogl aus Leopoldskron kommen, sondern auch Preblauer Sprudel. Ich war zwanzig Jahre lang jeden Sommer Gast in Adeles Haus in Pacific Palisades und bin dort dement­sprechend verwöhnt worden. Eben fällt mir ein, dass zu diesen Lieblingsspeisen auch ›Kalbsvögerl‹ gehörten, aber ich weiß nicht mehr, um was es sich dabei ­handelte, vielleicht weiß man das ja in ­Leopoldskron.«

Das wussten die Menschen, die jetzt im Schloss Leopoldskron für Gastlichkeit ­sorgen, natürlich. Und Andreas Döllerer, vielfach ausgezeichneter Koch aus Golling, natürlich auch. Und da gerade zu Beginn der Festspielzeit sein ganz besonderes Kochbuch »Das Wirtshaus. Rezepte und Geschichten aus dem Salzburger Land« erschienen ist, haben wir seine Interpretation der »Kalbsvögerl« hier aufgeschrieben.

Andreas Döllerer ist seit heuer Mastermind des Fine Dinings und Caterings im Schloss Leopoldskron. Kreative Ideen sind garantiert.

Andreas Döllerer ist seit heuer Mastermind des Fine Dinings und Caterings im Schloss Leopoldskron. Kreative Ideen sind garantiert.

© Richard Schabetsberger

Private Dining

Andreas Döllerer und das Schloss ­Leopoldskron verbindet ab sofort auch eine weitere köstliche Idee. Wer Lust hat, vom Haubenkoch im spektakulären Ambiente des Schlosses bekocht zu werden, kann ihn als Privatkoch buchen. Von einem Dinner for two über ein großes Menü für eine kleine Runde bis zu umfangreichen Caterings kann man den Meister am Herd mit der Aufgabe betrauen, Feines, Traditionelles und manchmal natürlich auch Alpines zuzubereiten. Serviert wird das dann zum Beispiel im Venezianischen oder im Chinesischen Zimmer, wo sich Geschichte und Geschichten miteinander verbinden.


Das Rezept:

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Salzbuger Festspiele Spezial 2021
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