Falstaff WeinTrophy 2017: Das sind die Gewinner

Die strahlenden Sieger der WeinTrophy 2017 (v.l.n.r.): Konrad Salwey, Karl-Heinz Rebitzer, Hansjörg und Matthias Aldinger, Oliver Donnecker, Jürgen Ellwanger.

© Falstaff/Alois Müller

Die strahlenden Sieger der WeinTrophy 2017 (v.l.n.r.): Konrad Salwey, Karl-Heinz Rebitzer, Hansjörg und Matthias Aldinger, Oliver Donnecker, Jürgen Ellwanger.

© Falstaff/Alois Müller

Der Beifall war lang anhaltend in Essens Schlosshotel Hugenpoet: 150 geladene Gäste spendeten Applaus für die strahlenden Sieger des Abends – und ebenso für die Nominierten, deren herausragende Weine und exzellente Leistungen im Wein-Service gleichermassen geehrt wurden. «Unsere Oscar-Nacht der deutschen Weinszene hat wieder Menschen aus dem ganzen Land zusammengeführt», freute sich Falstaff Deutschland Herausgeberin Ursula Haslauer. «Und die Stimmung war ganz so, wie es der deutsche Wein verdient: bester Laune.»

Eine neue Kategorie: Die Publikums-Trophy

Wie in den Vorjahren hatte eine hochkarätige Jury in geheimer, notariell beaufsichtigter Wahl über den Sommelier, den Newcomer und den Winzer des Jahres abgestimmt. Überdies hatte erstmals auch die Falstaff-Community das Wort: Über 800 Leser verkosteten in den teilnehmenden Gerolsteiner WeinPlaces «Fischerklause Lütjensee» in Schleswig-Holstein, «Emma 2» in Essen und dem «Essers» in Köln oder verkosteten die Weine mit dem Falstaff Weinpaket zu Hause – und wählten den 2012er HADES-Zweigelt aus dem Remstäler Weingut Jürgen Ellwanger (Winterbach) zum «Publikumswein» des Jahres.

Ebenfalls aus Württemberg kommen die Newcomer des Jahres – ein Brüderpaar: Matthias und Hansjörg Aldinger aus Fellbach. Über den Titel «Sommelier des Jahres» freute sich Oliver Donnecker vom «Restaurant Heimat» in Frankfurt. Den Titel «Winzer des Jahres» nahm Konrad Salwey aus Oberrotweil mit zurück an den Kaiserstuhl. Als krönenden Abschluss der Preisverleihung erhielt Domänenrat Karl-Heinz Rebitzer – nach fast 50 Jahren in Diensten des Fürstlich Castell’schen Weingutes – die WeinTrophy 2017 für sein Lebenswerk überreicht.

Nominees Dinner

Moderiert wurde die Preisverleihung von Falstaff-Herausgeber Christoph Teuner. Beim anschliessenden «Nominees Dinner» durfte, neben einer Auswahl von feinen Weinen der nominierten Weingüter, freilich auch das passende Wasser nicht fehlen. «Gerolsteiner engagiert sich bereits seit vielen Jahren für die Weinkultur und die Information zum Zusammenspiel von Mineralwasser und Wein. Daher sind wir Mitinitiator der Falstaff WeinTrophy und unterstützen diese Initiative zur Förderung höchster deutscher Weinkultur bereits seit ihren Anfängen», so Markus Macioszek, Marketingleiter der Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG.

Die Preisträger der Falstaff WeinTrophy 2017 in der Bildergalerie:

Die Nominierten

Impressionen der Falstaff Wein Trophy 2017

Die Falstaff-Redaktion nominierte pro Kategorie jeweils drei Kandidaten. Bundesweit wurde eine Experten-Jury eingeladen, in geheimer Wahl jeweils einen Sieger zu ermitteln. Die fachkundigen Juroren sendeten ihre Stimmzettel an einen Notar. Dieser ermittelte aus den Nominierten die Sieger der Trophy:

Die Sieger der Falstaff WeinTrophy 2017

Newcomer des Jahres

Matthias und Hansjörg Aldinger, Württemberg

Die beiden Newcomer des Jahres arbeiten schon seit einigen Jahren Seite an Seite mit ihrem Vater Gerhard, im vergangenen Jahr übergab dieser ihnen den namhaften Remstäler Weinbaubetrieb. Dabei setzen die Brüder mit Bedacht und Geschick ihre eigenen Ideen um, ohne das Erreichte der Elterngeneration einzureissen. Gleich ob beim Trollinger ohne Schwefelzusatz, ob beim Sauvignon blanc aus dem Beton-Ei, oder ob beim 5 Jahre auf der Hefe gereiften Sekt: Die Brüder sind tatendurstig – und harmonieren als Team.

Sommelier des Jahres

Oliver Donnecker, «Restaurant Heimat», Frankfurt

In Frankfurts Restaurant «Heimat» gibt es an Getränken nur Wasser und Wein, kein Bier und keine Cola. Doch nicht darum wurde Oliver Donnecker nun zum Sommelier des Jahres gewählt. Der Quereinsteiger gehört zu jenen Menschen, von denen man sagt: Sie leben Wein. Donnecker gilt als Intellektueller unter den Sommeliers – und als hervorragender Team-player. So bringen Küche und Service der «Heimat» Tag für Tag Spitzenleistungen – auf engstem Raum und mit lockerem Auftritt.

Winzer des Jahres

Konrad Salwey, Baden

Konrad Salwey bezeichnet es als «Glück, Winzer sein zu dürfen». Dass Salwey seinen Beruf liebt, das ist seinen Weinen anzuschmecken. Dabei brachte der 43-jährige den mit besten Kaiserstühler Lagen begüterten Familienbetrieb in den letzten Jahren auf einen radikalen, aber klug durchdachten und scharf fokussierten Kurs: Der Name Salwey steht ausschliesslich für trockene Burgunder – und für einen Stil, der Trinkfreude ausstrahlt und dabei Mineralität und Frische betont. So sind Salweys Weis-, Grau- und Spätburgunder von Vulkangesteinslagen heute die Speerspitze eines «neuen» deutschen Burgunderstils: weltläufig und Burgund-erfahren, aber dabei auch selbstgewiss und der eigenen Stärken bewusst.

Lebenswerk

Domänenrat Karl-Heinz Rebitzer

© Andreas Stöckinger

Im Jahr 1967 nahm Karl-Heinz Rebitzer eine Stelle in der Fürstlich Castell’schen Verwaltung an: als Lehrling in der Buchhaltung. Demselben Arbeitgeber blieb Rebitzer bis zu seiner Pensionierung Ende 2016 treu. Allerdings wechselte er im Lauf der Jahre die Abteilung – und arbeitete sich kontinuierlich empor. Die letzten 20 Jahre hatte der für sein Lebenswerk Geehrte die Betriebsleitung des Fürstlichen Weinguts inne. Dabei steigerte Rebitzer nicht nur die Qualität der Casteller Weine, gleichzeitig wuchs die Ertragsfläche kontinuierlich. So hat Rebitzer in den 50 Jahren seiner Berufstätigkeit geschafft, was zuweilen drei oder vier Generationen nur mühsam zuwege bringen: Er hat dem Weingut eine Brücke aus der Historie in die Zukunft geschlagen.

Lieblingswein

2012 Zweigelt Hades, Jürgen Ellwanger

Foto beigestellt

Jürgen Ellwanger gehört zu jener Generation, die Württembergs Weinbau in den achtziger Jahren aus der Lethargie erweckte. Als rüstiger Senior ist er immer noch präsent, doch er weiss das Tagesgeschäft bei seinen Söhnen Jörg und Felix in besten Händen: Auch die aktuelle Kollektion besticht sowohl durch ihre qualitative Konstanz, als auch durch die ihre Spitzen. Dem Spätburgunder gehörte schon immer eine besondere Liebe der Ellwangers – in den letzten Jahren bekommt dieser Sorte das Reizklima des Remstals immer besser, und sie schliesst mühelos zu Zweigelt und Riesling auf.

Zweigelt Hades im Falstaff Weinguide 2017

«Präsent und offenherzig in der Nase mit voller Frucht, Zwetschge und Pfeffer sowie Graphit und Thymian nebst dunkler Waldbeere. Das Holz flankiert die Frucht, ohne ihr Naturell zu überschminken: Jugendlich und saftig zeigt er sich am Gaumen.»

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