Erste Bilanz der Champagne-Lese 2017

In diesem Jahr waren Weinreben in der Champagne und vielen Nachbarregionen extremen Wetterbedingungen ausgesetzt. 

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In diesem Jahr waren Weinreben in der Champagne und vielen Nachbarregionen extremen Wetterbedingungen ausgesetzt. 

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Der vierte September markiert heuer, neben den Jahren 2003, 2007 und 2011, den Beginn einer der frühesten Weinlesen in der Geschichte der Champagne seit 1950. In einigen Nachbarregionen wurde sogar schon seit dem 26. August geerntet (Falstaff hat berichtet). Nach Ende der Lese zieht man nun die erste Bilanz. 

Die Vegetationsbedingungen in diesem Jahr machten es den Winzern in Frankreich, sowie in weiten Teilen Mitteleuropas, nicht einfach. Nachdem das Weinbaujahr im Frühling mit zahlreichen Frostnächten begann - wodurch auf rund einem Viertel der Rebfläche Knospen zerstört wurden - folgte eine hochsommerliche Wetterlage mit viel Sonnenschein und Hitzerekorden in zahlreichen Regionen. Bis Ende Juli waren die Weinberge somit, trotz eines Wasserdefizits, in einem bemerkenswert gesunden Zustand. Ab Anfang August führten Gewitter und Hagelstürme zu weiteren Zerstörungen auf den Weinbergen. Die Reifung der Trauben schritt jedoch zügig voran, sodass in mehreren Regionen bereits im August geerntet werden konnte.

Die Winzer der Champagne müssen in diesem Jahr die Trauben stark selektieren. Aufgrund der Frost- und Hagelschäden sowie der strengen Auslese wird die zulässige Erntemenge von 10.300 Kilogramm pro Hektar nicht in allen Regionen erreicht werden. Ein Ertragsdefizit dürfen die Winzer und Häuser der Champagne mit maximal 500 Kilogramm pro Hektar durch den Zugriff auf die Reserve von Weinen früherer Lesen ausgleichen.

Die Qualität des Jahrgangs 2017 kann erst nach der Verkostung der Grundweine bewertet werden.