Mit ein wenig Vorbereitung sinkt die Nervosität beim Vorstellungsgespräch. / Foto © derateru / pixelio.de
Mit ein wenig Vorbereitung sinkt die Nervosität beim Vorstellungsgespräch. / Foto © derateru / pixelio.de

Kein Recruiter und Personalverantwortlicher freut sich darüber, wenn man auswendig gelernte Phrasen von sich gibt. Dennoch kann mich sich im Vorfeld gut vorbereiten und authentisch wirken. Wir verraten Ihnen die zehn häufigsten Fragen, die in Vorstellungsgesprächen gestellt werden und wie Sie darauf antworten sollten.

1. Erzählen Sie uns etwas über sich selbst!
Hier möchte der Personaler Ihre Präsentationsstärke und Überzeugungskraft feststellen. Meist wird diese am Anfang gestellt. Hier geht es nicht darum, alle Stationen deines Lebens auswendig aufzusagen, sondern eine Geschichte zur erzählen – Ihre Geschichte, die Sie schlussendlich genau zu diesem Job führt. Überlegen Sie sich einen roten Faden und gehen Sie auf die Stationen und Erfolge ein, die relevant für diesen Job sind. Achten Sie bei Ihrer Vorbereitung darauf, wie das Stellenprofil aussah und gleichen Sie dieses mit Ihrer Geschichte ab. 

2. Was wissen Sie über unser Unternehmen? Warum haben Sie sich bei uns beworben?
Hier wird Ihre Motivation und Ihr echtes Interesse hinterfragt. Sie müssen sich im Vorfeld über das Unternehmen so gut es geht informieren. Informieren Sie sich über Kollegen und das Internet über die Geschichte, die Kultur und die Produkte. Sie sollten aber auch hier keinen Vortrag halten, sondern sich die Bereiche, die Sie interessieren herausnehmen und darauf eingehen. Zeigen Sie Ihrem zukünftigen Arbeitgeber, warum Sie perfekt in das Unternehmen passen

3. Warum bewerben Sie sich gerade für diese Stelle?
Jetzt möchte der Personaler Ihre Soft und Hard Skills erfragen. Er möchte wissen, ob diese Stelle wirklich in Ihre Karrierestrategie passt oder Sie sich einfach wahllos für unzählige Stellen beworben haben. Vermeiden Sie Aussagen, dass Sie mit Ihrem ehemaligen Chef oder Team nicht zurecht gekommen sind – hier zählen Ihre Ambitionen!

4. Was sind Ihre größten Stärken/Schwächen?
Selbstwahrnehmung, Ihr Umgang mit Stress und Ihr Selbstbewusstsein stehen bei dieser Frage auf dem Prüfstand. Nur wenn Sie nicht auf diese Frage vorbereitet sind, löst sie Stress aus. Vermeiden Sie Aussagen, dass Sie keine Schwächen haben, so wirken Sie überheblich und nicht reflektiert. Bei der Nennung von Schwächen ist es wichtig, dass Sie sich dessen bewusst sind und in weiterer Folge können Sie kundtun, dass Sie bereits daran arbeiten. Bei den Stärken bereiten Sie solche vor, die wiederum gerade für diese Stelle absolut von Vorteil sind.

5. Was erwarten Sie von unserem Unternehmen?
Der Personaler möchte Ihre Erwartungen erfragen und dabei feststellen, ob Sie in die Unternehmenskultur passen. Was ist Ihnen bei der Arbeit wichtig? Hier können Sie noch einmal ganz klar Ihre Wünsche und Vorstellungen festhalten.

6. Wieso sollten wir uns gerade für Sie entscheiden?
Bei dieser Frage entsteht nur dann Stress, wenn Sie sich nicht vorbereitet haben. Der Personaler wartet auf Ihre Argumentation und möchte mehr über Ihre Qualifikationen erfahren. Sie müssen sich selbst gut verkaufen können. Gleichen Sie Ihre Erfahrungen auf das Anforderungsprofil ab. 

7. Wo sehen Sie sich selbst in fünf oder zehn Jahren?
Der Personaler möchte wissen, ob Sie einen Karriereplan verfolgen und wie dieser zu dem Unternehmen passt. Überlegen Sie realistisch wo Sie sich in einigen Jahren sehen. Einfach zu sagen, »In Ihrem Unternehmen« zeigt nicht, dass Sie Ziele vor Augen haben und strebsam sind. Vermeiden Sie aber auch über das Ziel hinaus zu schießen. 

8. Wie würden Ihre Freunde / Ihr Partner / Ihre Geschwister Sie beschreiben?
Der Personaler testet mit dieser Frage Ihre Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung. Jetzt müssen Sie mit Eigenschaften punkten, die über Ihr Sozialverhalten Aufschluss geben.

9. Wie sehen Ihre Gehaltsvorstellungen aus?
Sie müssen nicht auf den Cent genau eine Angabe machen, denn im Bewerbungsgespräch findet nicht die Gehaltsverhandlung statt. Einzelheiten wie die Fixierung des Gehalts, Urlaub, Überstundenregelung etc. werden erst um Zuge des Dienstvertrages ausverhandelt. Jedoch ist es wichtig, dass Sie sich nicht nur über Ihre eigenen Wünsche Gedanken gemacht haben, sondern auch mit Branchenwissen punkten. Der Arbeitgeber möchte mit dieser Frage feststellen, ob Sie realistisch kalkulieren können und eine gemeinsame Verhandlungsbasis haben. Setzen Sie sich auch im Vorfeld mit Brutto / Netto auseinander. Zu schnell können Sie sonst in Stress verfallen.

10. Haben Sie noch Fragen?
Interesse ist wichtig. Keine Fragen zu stellen demonstriert Desinteresse. Nun können Sie punkten, in dem Sie am Ende des Gesprächs auf ein Thema eingehen, aus dem hervorgeht, dass Sie echtes Interesse an dem Unternehmen haben.

Foto © derateru / pixelio.de

(von Alexandra Gorsche)

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