Die Top 10 internationalen Restaurants in Zürich

Elif Oskan und Markus Stöckle betreiben gemeinsam mit Valentin Diem das «Gül Restoran» im Zürcher Kreis 4.

© Lukas Lienhard

Elif Oskan und Markus Stöckle betreiben gemeinsam mit Valentin Diem das «Gül Restoran» im Zürcher Kreis 4.

© Lukas Lienhard

Barranco

Vom Zürcher Bullingerplatz geht es in die bunte Street-Food-Szene von Barranco: Das Viertel in Lima ist bekannt für seine Künstler, die Musik und vor allem seine Kulinarik. Mit den Ceviches, Anticuchos veganos und Canchitas hat die 26-jährige Christina Tobler ein Stück ihrer Heimat nach Zürich geholt: Neben den Aromen von Lima entdeckt man das Künstlerviertel auch an den Wänden des Lokals wieder – ein Strassenkünstler aus Barranco selbst hat die farbenfrohen Graffitis im Lokal umgesetzt. Mit dem peruanischen Chefkoch José Severino, der offenen Bar und dem Sharing-Prinzip ist es gelungen, die moderne peruanische Küche in die Limmatstadt zu holen.

barranco.ch

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Ristorante Ornellaia

Zur Krone, die dem Logo des «Ristorante Ornellaia» aufsitzt, hat sich erst kürzlich ein Michelin-Stern gesellt. Und das nach nur zehn Monaten Betrieb. Auf eine jahrzehntelange freundschaftliche Zusammenarbeit der beiden Dynastien Frescobaldi und Bindella folgte 2018 die Eröffnung des gemeinsamen Restaurants. Das toskanische Spitzenweingut Ornellaia wurde 1981 im berühmten Weindorf Bolgheri gegründet. Bindella importierte die renommierten Weine seit der ersten Stunde in die Schweiz. Gemeinsam mit Frescobaldi zelebrieren sie nun, in der Nähe der Zürcher Bahnhof­strasse, das italienische Lebensgefühl – im Glas sowie auf den Tellern. Für die Speisen ist der italienische Jungkoch Giuseppe D’Errico zuständig, der zuvor an der Seite von Drei-Sterne-Koch Michel Troisgros im französischen Roanne kochte. Die Weinkarte umfasst neben Raritäten und älteren Jahrgänge aus dem «Ornellaia Archivio Storico» auch exklusive Weine von Bindellas Tenuta Vallocaia in Montepulciano.

ristorante-ornellaia.ch

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Co Chin Chin

Das «Co Chin Chin» könnte ungefähr genauso auch in Saigon stehen. Hier ist beinahe alles original vietnamesisch: die Köche, die Speise­karte, die Blumen und Gewürze, die Auswahl an Tees, das Ambiente und vor allem die Gastfreundschaft. Das Interieur bildet eine Kombination aus gemütlicher Beizen-Atmosphäre und industriellem Schick: Holzmöbel, Marmortresen und raumhohe Fenster, die noch ein bisschen an die Zeit erinnern, als die Räumlichkeiten einer Autowerkstatt dienten. Aus dem Familienrezeptbuch der Familie Phuong-Thi werden traditio­nelle Pho-Suppen, Banh-Cuon-Reistaschen, Bo Buns sowie verschiedene vegetarische Gerichte zubereitet – ohne Zusatzstoffe, lediglich mit authentischen Zutaten.

cochinchin.ch

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Sala of Tokyo

Das «Sala of Tokyo» ist nicht nur eines der bekann­testen japanischen Lokale in Zürich, es ist auch das älteste. Im Frühling vergangenen Jahres übersiedelte das gesamte Lokal mit Lorenz Muster, der das Lokal 2013 von Ernst Ruch übernommen hatte, nach 29 Jahren von der Limmatstrasse in die Schützengasse. Serviert wird eine authentisch-japanische Küche auf hohem Niveau, mit ausschliesslich japanischen Köchen hinter dem Herd. «Omakase» – mit diesem Zauberwort übergibt man hier voller Vertrauen das Speisenzepter dem Chefkoch: Übersetzt bedeutet Omakase soviel wie «über­lasse es mir», wobei man den Koch entscheiden lässt, welche Speisen serviert werden. Zum Apéro wird im «Sala of Tokyo» auch gerne ein Glas Sake angeboten.

sala-of-tokyo.ch

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Restoran Gül

Die drei Szenegastronomen Elif Oskan, Markus Stöckle und Valentin Diem entwerfen die kulinarische Landkarte der Stadt gerne und oft neu: Seit Jahresanfang zünden die drei in der Tellstrasse den Grill. Nach authentischem türkischen Kochhandwerk verschmelzen verschiedenste Kulturen des Orients. Sowohl die Küche als auch das Konzept sind von Oskans türkischem Hintergrund ins­piriert. Im Fokus steht dabei stets das Miteinander: Miteinander essen und gemeinsam teilen, wobei man hier auch schon einmal stilgerecht mit den Händen sein «Pide» befüllen darf. Neben den Gerichten, die sowohl von der einfachen Küche der Bauern und Hirten als auch von der Kochkunst des Sultanserails inspiriert sind, gibt es im «Gül» hausgemachte Pâtisserie-Spezialitäten und einen Glacewagen, an dem traditionell türkische Glace à la minute zubereitet wird.

guel.ch

Restoran Gül

© Lukas Lienhard


Franzos

Willkommen im Zürcher Paris – mit Brigitte Bardot, Serge Gainsbourg und dem schwarzen Kater aus «Le Chat Noir» befindet man sich im «Franzos» in bester Gesellschaft, während man seinen Café au Lait geniesst. Das kleine Lokal strahlt mit wenig Aufwand viel Nonchalance aus: die braunen antiken Holzstühle, Bilderrahmen, die sich an den weissen Wänden in ein harmonisches Bild fügen, und eine Karte, die von morgens mit dem ersten Espresso bis abends mit einem Glas Crémant zum Verweilen einlädt. Neben Klassikern wie Croque-Monsieur, Quiche Lorraine oder Coq au Vin bieten Marc-Antoine Käppel und Raffaele Sutter in ihrem Café und Bistro auch immer wieder saisonale Speisen an. Die Speisekarte lädt zudem dazu ein, sein Französisch etwas aufzubessern – mit stilsicherem Vokabular wie Bisous (Küsschen), Chouchou (Liebling) oder Tête à claques (Ohrfeigengesicht).

franzos.ch

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Rosi

Hier schmeckt vieles nach Heimat: Das «Rosi» ist ein Lokal, in dem man sich zu Hause fühlt, kuli­narisch gesehen aber eine kleine Reise durch die Alpenregion macht. Mit dem Res­taurant wurden die beiden Gastronomen Elif Oskan und Markus Stöckle Anfang 2018 erstmals sesshaft. Küchenchef Markus Stöckle setzte sich für das neue Lokal intensiv mit der Küche seiner Heimat Bayern aus­einander: Herausgekommen sind herzhafte, vom Alpenraum inspirierte «Schmankerln» wie Obatzter, Kartoffelkaas, Allgäuer Wurstsalat oder Betthupferl, die gerne geteilt werden dürfen. Und auch die Karte liest sich bayerisch: «Es wead vo da Kartn bschdelld und es konn a wia mas vo dahoam kennt serviert wern».

rosi.restaurant

Restaurant Rosi

© Saskia Widmer


L'Amant

Die Liebe zur Kulinarik verbindet – im «L’Amant» die fran­zösische mit der asiatischen Küche. Der Name der Brasserie wurde in Anlehnung an den Roman von Marguerite Duras gewählt – im «L’Amant» wird somit die Leidenschaft einer spielerisch leichten französischen Küche mit asiatischem Einfluss zelebriert. Die Verbundenheit beider Kulturen zieht sich durch das gesamte Lokal: Vom Menü mit französischen Klassikern, die immer wieder neu interpretiert werden, über die franko-asiatische Barkultur mit speziellen Cocktail-Kreationen und einer Champagner-Auswahl von mehr als 50 Sorten bis hin zum Design der Räumlichkeiten. Geniessen kann man die franko-asiatische Küche sowohl in der Brasserie mit lockerer Atmos­phäre und offener Frontküche als auch im mondä­neren Blue Room mit seinen blauen Velours-Stühlen.

lamant.ch

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Bodega Española

Wenn ein Restaurant über so viele Jahre erfolgreich besteht wie die Zürcher «Bodega Española», darf man sie eigentlich schon als legendär bezeichnen: Die älteste spanische Weinhandlung in Zürich mit eigenem Restaurant wurde bereits 1874 gegründet. Seit den 50er-Jahren wird die «Bodega Española» von der Familie Winistörfer in spanischer Tradition weitergeführt. An den grossen Holztischen der Tapas- und der Weinbar im Parterre wird täglich eine grosse Auswahl an frisch zubereiteten Tapas an­geboten. Im Restaurant «Sala Morisca» werden hingegen traditionelle spanische Speisen wie Paella Valenciana mit Poulet, Kaninchen und Schnecken, Rabo de Toro Estofado, ein Ochsenschwanz-Eintopf, sowie verschie­dene Gerichte mit Meerestieren serviert. Das Interieur des Restaurants wurde 1892 von der Gründerfamilie Gorgot mit Handwerkern aus Katalonien gestaltet und bis heute nicht verändert. Speisen und feiern darf man auch in dem historischen Weinkeller mit einem Gewölbe aus dem 12. Jahrhundert, in dem sich zum Teil wahre Raritäten verbergen.

bodega-espanola.ch

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Bebek

Hummus, Tabouleh und Baba Ganoush: Im «Bebek» wird Mezze-Kultur gelebt. Zwei Spezia­litätenköche aus dem Libanon und eine türkische Köchin bereiten täglich frische Gerichte aus dem östlichen Mittelmeerraum zu. Das Lokal ist im Zürcher Trambahnhof untergebracht, wodurch die Raumhöhe von fünf Metern besonders beein­druckend ausfällt. Zudem bietet eines der grossen Fenster des Lokals einen direkten Blick ins Tram­depot. Vor allem sonntags wird hier gerne gebruncht, aber auch mittags oder zum Dinner wird das orientalische Menü im «Bebek», das nach dem gleichnamigen Istanbuler Stadtteil benannt ist, gerne mit einem hausgemachten Minz­tee abgeschlossen – beinahe wie in Istanbul.

bebek.ch

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