Die schönsten Perlen Frankreichs

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Die Trauben reifen langsam in der französischen Champagne. Die Nähe zum Atlantik prägt den Weinbau im Nordosten Frankreichs genauso wie die uralten Gesteinsschichten in den Böden. Die knorrigen Reben in den Hügellandschaften der Champagne nehmen sich viel Zeit, um ihre kostbaren Früchte auszutragen. Drei Rebsorten prägen die weltbekannten Anbaugebiete: Die dunklen Trauben Pinot Noir und Pinot Meunier, die dem Champagner die Fülle und Fruchtigkeit verleihen, und die weisse Chardonnay-Traube, die für die Finesse sorgt. Aus der ersten Gärung dieser drei Trauben werden die Grundweine gewonnen, aus denen eine Cuvée verschiedener Lagen und Rebsorten kreiert wird. Veredelt werden ­diese Assemblagen mit älteren Grundweinen, sodass am Ende kein Jahrgang das Etikett des Champagners ziert, sondern die Bezeichnung BSA – Brut Sans Année. Ein aus der Not geborener Scharfsinn der Winzer, um stets die gleiche hochwertige Qualität anbieten zu können.

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Die Kellermeister halten zu diesem Zweck jeden Herbst einen Teil der Grundweine zurück, um Stil und Geschmack der hauseigenen Kreationen über die Jahre hinweg zu erhalten. Ein jahrgangsloser Champagner spiegelt darum zuverlässig den Charakter eines Champagnerhauses wider. In aussergewöhnlichen Jahren ist es auch möglich, einen jahrgangsreinen Champagner zu keltern, den sogenannten «Millésime». Dafür bedarf es aber einer reichen Ernte und damit auch des nötigen Wetterglücks und das ist dem Nordosten Frankreichs ­leider nicht immer vergönnt. Ur­­sprünglich war die Champagne denn auch nur eine unter vielen Weinregionen. Das änderte sich, als man den Wein schon im Anbaugebiet in Flaschen füllte, weil der Transport in Eichenfässern der Frische nicht gerade zuträglich war. Der Wein vollzog in den Flaschen eine zweite Gärung und sorgte so für den überraschenden, sprudelnden Effekt. Neben dem französischen Adel ist es auch den Engländern zu verdanken, dass wir heute noch in den Genuss dieses prickelnden Vergnügens kommen, denn auf den britischen Inseln fand der neuartige Schaumwein reissenden Absatz. Die Kellereien dagegen taten sich lange schwer mit dem «Wein des Teufels», der ihnen nicht selten schon im Weinkeller mit einem lauten Knall herbe Verluste bescherte. Erst mit der kontrollierten Flaschengärung legte sich diese Skepsis und der explosive Genuss wurde zum Bombengeschäft für die Winzer aus der Champagne.

Wie der Champagner geöffnet wird

Eines ist sicher: Die Korken müssen knallen. Oder etwa doch nicht? Die Geschmäcker gehen bei dieser Frage auseinander. Die Weinhäuser der Champagne zumindest betreiben einigen Aufwand, um Inhalt und Flasche so aufzubereiten, dass höchstem Genuss und feinster Perlage nichts im Weg steht. Wer also nicht gerade ein Formel-1-Rennen gewonnen hat oder sein neues Schiff tauft, sollte die Flasche mit der Besonnenheit öffnen, die dem aussergewöhnlichen Wein gebührt. Zieht man den feinen «Plopp» dem überschäumenden Knall vor, hält man den Korken mit der einen Hand fest und dreht dann langsam die Flasche. So gefährdet man keine Gäste oder Glasvitrinen und erlebt den unverfälschten, prickelnden Geschmack der Champagne.

Champagner-Tipps zu Silvester

Zum Ende des Jahres stossen alle miteinander an. Mit diesen Schaumweinen gleitet es sich elegant
ins neue Jahr:

Pol Caston Rosé Demi-Sec
CHF 23.45 

Rosé-Champagner erfreuen sich -zunehmender Beliebtheit. Auch Demi--Sec wird wieder mehr
getrunken, weil er mit der eleganten Fruchtsüsse perfekt zum Apéro passt und feine Desserts begleitet.

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Nicolas Feuillatte Brut
CHF 39.95

Eleganter, finessenreicher Jahrgangs-champagner mit feiner Perlage. Der Champagner durfte sieben Jahre im kühlen Keller in der Flasche reifen.

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Piper-Heidsieck Brut
CHF 27.95 

Brut ohne Jahrgang. Von diesem Champagner-Typ wird weitaus am meisten genossen. Der Klassiker Piper-Heidsieck passt genauso gut zum Essen wie zum Apéro. 

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Weitere prickelnde Begleiter für jede Gelegenheit finden sich auf www.denner-wineshop.ch

Allen Falstaff-Leserinnen und -Lesern wünschen wir ein gutes und erfolgreiches neues Jahr.

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