Die Ausbildung zum Diätkoch soll 2020 verschwinden

Neue Essensstile machen den Diätkoch bedeutender denn je.

© Hotel & Gastro Union / StockPhotoPro-Fotolia

Neue Essensstile machen den Diätkoch bedeutender denn je.

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Der Diätkoch soll keinesfalls als Ausbildung sterben. Dieser Meinung sind die Hotel & Gastro Union sowie der Schweizer Kochverband. Den geltenden Rechtsgrundlagen entspricht die Lehre dennoch nicht. Um die Bedeutung dieser einjährigen Zusatzlehre zu zeigen, gab die Hotel & Gastro Union eine Online-Umfrage zur Zukunft des Diätkochs in Auftrag. Mit Hilfe der Arbeitsgruppe des Kochverbandes wurden Ausbildner, Fachlehrer und weitere Brancheninsider befragt – knapp 1.200 Personen nahmen im April 2017 an der Studie teil. So wird ein Relaunch der Zusatzlehre angestrebt.

Auch im Bereich Fitness und Wellness wird die Spezialiserung Anwendung finden: Diätköche können hier als Berater tätig sein.
Auch im Bereich Fitness und Wellness wird die Spezialiserung Anwendung finden: Diätköche können hier als Berater tätig sein.

© Hotel & Gastro Union

Die Ergebnisse aus der Studie

Die Essenz aus der Befragung: Der Fokus soll auf die spezifische Fachkompetenz der Ausgebildeten gelegt werden. Zudem sind sich die Befragten sicher, dass der Diätkoch Zukunft hat. Abseits von Spitälern können auch Bereiche wie etwa Wellness oder Fitness in Angriff genommen werden. Diätköche können hier als Berater fungieren. «Am wichtigsten ist der Branche, dass die erfolgreiche Ausbildung weitergeführt werden kann – unabhängig von der Form», sagt Andreas Fleischlin, Geschäftsführer des Kochverbandes. Im Mittelpunkt sollen in Zukunft Fächer wie Physiologie und Anatomie, Krankheitsbilder, Ernährungsformen sowie Sozial- und Selbstkompetenz stehen, so die Studie. Die Ergebnisse werden bei der Entwicklung des neuen Diätkochs berücksichtigt.

Weitere Informationen zur Studie: www.hotelgastrounion.ch

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