Die 10 besten Craft-Bier-Brauereien der Schweiz

Die White Frontier Brauerei in Martigny.

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Die White Frontier Brauerei in Martigny.

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Bier ist längst mehr als blond und kühl. Was vor einigen Jahren aus Übersee nach Europa schwappte, hat sich auch in der Schweiz wie ein Lauffeuer verbreitet: Die sogenannten Craft-Biere, handwerklich gebraut und mit viel Geschmack und Individualität ausgestattet, begeistern sie immer mehr Neugierige. Diese 10 kreativen Schweizer Brauereien sollte jeder Bierfan kennen.

1. Brasserie des Franches Montages (BFM)

Die Brasserie des Franches Montagnes – kurz BFM – gehört zu den Vorreitern der Schweizer Craft-Beer-Szene und gleichzeitig zu den besten. Die Brauerei wurde im Jahr 1997 vom Jurassier Jérôme Rebetez, einem studierten Önologen, gegründet. Dessen erklärtes Ziel war es, «ein Bier mit einem ausgesprochen komplexen Bouquet zu brauen, welches reich im Gaumen ist und sich mühelos mit den edelsten Weinen messen kann». Der Traum ist längst Realität und zwar in Form des Sauerbieres «l’abbaye de saint bon chien», das ein Jahr im Holzfass reift und nicht nur laut New York Times zu den besten der Welt gehört.
www.brasseriebfm.ch

2. Brasserie Trois Dames

Raphaël Mettler leitete eine Sportartikelfirma als er sich Anfang der 0er-Jahre während einem Kanada-Aufenthalt mit dem Craft-Bier-Virus infizierte. Er verkaufte seine Firma und setzte fortan alles auf eine Karte. Raphaël eröffnete die Brasserie Trois Dames 2008 in einer alten Schreinerei in St-Croix im Waadtland. Neben klassischeren, erfrischenden Bieren wie «Fraicheur», «Rivale» oder «Voisine» braut das Team um Raphaël auch limitierte Editionen mit den verschiedensten Inhaltsstoffen. Von Pinot-Noir-Trauben über Granatapfel bis hin zu Jalapeños haben sie schon vielen in den Braukessel gemischt. Die innovativsten Biere der Brauerei lagern lange in Holzfässern – einige sogar im Solera-System.
www.brasserietroisdames.ch 

3. Storm & Anchor

Die Idee für die Brauerei Storm&Anchor hatte Tom Strickler bei einem Australienaufenthalt vor rund 13 Jahren. Die Leute dort seien gelangweilt gewesen von den Bieren der zwei Giganten im Land und das Brauen von Craft Bier fing in Down Under zu wachsen an. Tom erkannte richtig, dass das auch in der Schweiz nicht viel anders war. Tom ist ein Verfechter der fruchtigen, von amerikanischen und neuseeländischen Aromahopfen geprägten Bieren, die im Alkohol auch mal etwas stärker sein dürfen. Er beschäftig sich aber ebenso mit Ales und Sauerbieren. Seine Biere sind weder reproduzierbar, noch schmeckt ein Sud zweimal gleich. Das wäre schliesslich auch langweilig.
www.stormandanchor.com 

4. Blackwell Brewery

Die Gründer der «Blackwell Brewery», Samuel und Tobias Aeschlimann, brauen seit 2006 an wechselnden Standorten und seit 2016 in ihrer eigenen Brauerei im Emmental. Die Aeschlimann-Brüder haben sich den sogenannten Native Wild Ales verschrieben – Bieren, die mithilfe von Miktoorganismen aus der Umgebung der Brauerei hergestellt werden. Bei Blackwell kommen also selber gezüchtete Hefestämme zum Einsatz, was die Biere in Aroma und Geschmack einzigartig macht. Hinzu kommt die Reifung in gebrauchten Holzfässern der verschiedensten Herkunft – etwa aus der Rum- oder Weinproduktion. 
www.blackwellbrewery.ch 

5. La Nébuleuse

Seit 2014 brauen die drei Romands Arthur, Jeremy und Kouros Bier. Inspirieren lassen sie sich dabei hauptsächlich von den britisch-amerikanischen Stilen. Nicht nur in punkto Geschmack geht es bei La Nébuleuse dynamisch voran. Innert weniger Jahre haben sie ihre Braukapazität vervielfacht und beschäftigen heute mehr als zehn Mitarbeiter. Neben dem Standardsortiment, das hauptsächlich aus süffigen, aromatischen Kreationen besteht, wissen auch die limitierten Spezialitäten des Hauses zu begeistern. Trotz der relativ kurzen Geschichte ist La Nébuleuse nicht nur in der Romandie, sondern mittlerweile auch in der Deutschschweiz gut verankert. Ein sicherer Schweizer Craft-Bier-Wert.
www.lanebuleuse.ch 

6. White Frontier

Das Sortiment von White Frontier ist in die Sparten Core, Pro und Lab gegliedert, was eigentlich eher zu einer Sportartikelfirma passen würde und ganz gut zeigt, was die Brauer hier antreibt: Bei White Frontier lässt man sich von jenen Extremsportlern inspirieren, die sich rund um den Brauerei-Standort Martigny auf den Pisten (und neben den Pisten) tummeln. Dazu hat man eine topmoderne Brauanlage erstellt und nutzt Synergien mit dem im Wallis allgegenwärtigen Weinbausektor. Und natürlich kommt auch der Wintersport nicht zu kurz – als Botschafter für die Brauerei fungieren die Sportler selbst. 
www.whitefrontier.ch 

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7. 523

Der Name von 523 hat keine tiefere Bedeutung. 523 ist ganz einfach die Registernummer des Berner Betriebes im Verzeichnis der steuerpflichtigen Inlandbrauereien. Die Brauphilosophie ist dann auch so einleuchtend wie einfach: Qualität, Qualität, Qualität. Dafür scheut 523 keinen Aufwand und verwendet nur die besten Hopfen- und Malzsorten aus aller Welt. Mit den Zutaten ist man dann aber auch mal ganz schön kreativ: Hauptsächlich produziert man IPAs, Pale Ales, Saisons und Brown Ales. Immer stark gehopft, entsprechend aromatisch, betont bitter und charakterstark. 
www.523.ch 

8. Bier-Factory

Die Gründer der Bier-Factory Rapperswil stammen aus Neuseeland und gehörten vor rund 15 Jahren zu den ersten, die den Craftbeer-Trend von dort in die Deutschschweiz brachten. Und das ganz einfach, weil sie in der Schweiz kein Bier fanden, das ihnen schmeckte. Verinnerlicht haben die Brauer aus Rapperswil auch den Zusammenhalt in der Craft-Bier-Szene: Egal ob als Anbieter von Bier-Abos mit anderen Brauereien oder als Veranstalter von Bier-Festivals. Das neueste Projekt ist eine Craft-Bier-Pop-Up-Bar diesen Frühling direkt am See.
www.craftbier.ch
www.craftbar.ch

9. Brausyndikat

Das Brausyndikat in Dietikon existiert seit 2015. Hier werden charakterstarke Biere nach belgischen, amerikanischen und englischen Vorbildern produziert und das in Kleinstmengen und absolut handwerklich. Wie der Name schon suggeriert, legt man besonderen Wert auf die Zusammenarbeit mit anderen Handwerksbrauern sowie eine lokale und nachhaltige Wertschöpfung. Die Biere sind insbesondere in der näheren Umgebung der Brauerei zu kaufen.
www.brausyndikat.ch

10. Sudwerk

Sudwerk hat seinen Sitz mitten im Zürcher Oberland in Pfäffikon ZH. Mit vielen unterschiedlichen Malz- und Hopfensorten werden dort obergärige Bierspezialitäten wie Ales und Stouts gebraut. Die Brauerei Sudwerk hatte am Valentinstag 2011 ihren grossen Tag, als der erste Sud gebraut wurde. Mittlerweile braut die Brauerei pro Woche zirka 2.000 Liter Bier. Die Hauptinspiration stammt jedoch ganz klar von den amerikanischen Siedlern, was ebenfalls aus dem gesamten Markenauftritt ersichtlich ist.
www.craftbrew.ch 

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