Côte d’Or: Neue Klassifikation im Burgund

Das Weinbaugebiet Côte de Beaune ist der südliche Teil der Côte d’Or.

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Das Weinbaugebiet Côte de Beaune ist der südliche Teil der Côte d’Or.

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Das Burgund zählt zu einer der ältesten und renommiertesten Weinregionen Frankreichs – dennoch finden auch hier immer wieder Veränderungen statt: Im Jahr 2017 wurden Weine mit der neuen geografischen Bezeichnung Bourgogne Côte d'Or eingeführt. Die neue Kennzeichnung ist allerdings keine neue Appellation an sich, sondern eine erweiterte Herkunftsangabe, die der AOC Bougogne hinzugefügt wird.

Die geografische Bezeichnung Côte d'Or ist mit Produktionsregeln verbunden, die ein bestimmtes Qualitätsniveau gewährleisten sollen: Laut der offiziellen Verordnung für die Appellation Bourgogne ist die Pflanzdichte auf mindestens 9.000 Pflanzen pro Hektar festgelegt ist, im Gegensatz zu anderen Appellationen der Region mit mindestens 5.000 Pflanzen pro Hektar. Zudem ist die Kennzeichnung ausschliesslich den Rot- und Weissweinen vorbehalten, die in den 40 Dörfern der Côte de Beaune und Côte de Nuits hergestellt werden. Die Rebhänge der Bourgogne Côte d'Or erstrecken sich somit wie ein länglicher Streifen über 65 Kilometer Länge von Dijon bis zu den Maranges und liegen auf einer Höhe zwischen 200 und 450 Meter über dem Meeresspiegel.

Die Neuerung wurde zwar bereits 2017 vom Institut National des Appellations d'Origine (INAO) genehmigt, die Weine mit der neuen Kennzeichnung Bourgogne Côte d'Or kamen allerdings erst vor Kurzem auf den Markt. Ulrich Sautter hat bereits einen 2018 Bourgogne Côte d'Or der Domaine Méo-Camuzet verkostet und mit 90-92 Falstaff-Punkten bewertet.

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