Cornelius Speinle verlässt Hamburger Luxushotel «The Fontenay»

Spitzenkoch Cornelius Speinle

© Götz Wrage

Spitzenkoch Cornelius Speinle

Spitzenkoch Cornelius Speinle

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http://www.falstaff.ch/nd/cornelius-speinle-verlaesst-hamburger-luxushotel-the-fontenay/ Cornelius Speinle verlässt Hamburger Luxushotel «The Fontenay» Küchenchef Cornelius Speinle hört im November im «Lakeside» auf, dann wird es keine klassische Haute Cuisine mehr geben. Nachfolger Stefan Wilke setzt auf gehobene internationale Küche. Weitere Restaurant-Umbauten folgen. http://www.falstaff.ch/fileadmin/_processed_/2/2/csm_The-Fontenay_Chefkoch-Gourmetrestaurant_Cornelius-Speinle-c--Go__tz-Wrage-Fotograf-2640_6375282dbe.jpg

Das Luxushotel «The Fontenay» an der Aussenalster in Hamburg verliert an Strahlkraft. Schon vom nächsten Monat an kann man hier nicht mehr auf Sterne-Niveau essen. Der bisherige Schweizer Küchenchef Cornelius Speinle, 33, verlässt im November das Gourmet-Restaurant «Lakeside», um Zeit mit der Familie und seinem zweiten Kind zu verbringen – er geht in Elternzeit. Doch anstatt einen adäquaten Ersatz einzustellen, hat die Hotelleitung entschieden: Das war’s mit der Sterneküche.

Speinle wird nicht zurückkehren, künftig kocht auch im «Lakeside» Stefan Wilke, 39, der als Küchendirektor schon seit der Eröffnung des «Fontenay» für die übrigen Gastronomien im Haus verantwortlich zeichnet. Ein Stern werde fürs «Lakeside» nicht mehr angestrebt, stattdessen werde auf der Speisekarte «gehobene internationale Küche» stehen, heisst es. Präzisere Informationen bekommt man noch nicht.

Die Erklärungen für den Strategiewandel fallen spärlich aus. «Die Bedürfnisse der Gäste ändern sich», lautet die Auskunft der Pressestelle auf Falstaff-Anfrage. Oft fehle die Zeit, sich einem mehrgängigen Menü zu widmen. «Es geht um ein Erlebnis», dafür brauche man keine hochdekorierte Küche. Andere Gründe werden nicht genannt, aber natürlich liegt auf der Hand, dass auch die Kosten eine Rolle spielen könnten, die Haute Cuisine sowohl im Wareneinsatz als auch beim Personalaufwand mit sich bringt. Grosse Luxushotels im Format eines «Fontenay» leisteten sich, auch zum Preis von Verlusten, ein prestigeträchtiges Haute-Cuisine-Restaurant, schliesslich haben die internationalen Gäste einen gehobenen Anspruch.

Gut möglich, dass von denen manche künftig einen guten Kilometer weiter südlich einchecken. Das «Vier Jahreszeiten», das nicht an der Aussenalster, sondern an der Binnenalster liegt, hatte im direkten Koch-Vergleich ohnehin immer die Nase vorn: Christoph Rüffer holt regelmässig zwei Sterne für das Gourmetrestaurant «Haerlin».

Im «Fontenay» jedenfalls werden weitere Umbauten folgen. So schliesst das Tagesrestaurant «Parkview» künftig mittags und wird nur noch abends sowie zum Frühstück geöffnet sein. Von 2020 an wird es zudem «Osterie Due» heissen, dann stehen italienische Gerichte auf der Karte. Weitere Änderungen sind geplant, unter anderem soll ein Tagescafé im Laufe des nächsten Jahres eröffnet werden.

www.thefontenay.com

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