Chianti Classico Trophy: Die Sieger

2. Platz (94 Punkte) «Castell’in Villa»: tiefe und elegante Nase, nach Waldbeeren und Pfeffer, körperreich mit dichtem Tannin.

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2. Platz (94 Punkte) «Castell’in Villa»: tiefe und elegante Nase, nach Waldbeeren und Pfeffer, körperreich mit dichtem Tannin.

2. Platz (94 Punkte) «Castell’in Villa»: tiefe und elegante Nase, nach Waldbeeren und Pfeffer, körperreich mit dichtem Tannin.

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http://www.falstaff.ch/nd/chianti-classico-trophy-die-sieger-1/ Chianti Classico Trophy: Die Sieger Bei der Falstaff Trophy wurden Chianti Classico von Rocca di Montegrossi, Castell'in Villa und aus dem Keller von Castello di Cacchiano in Monti gekrönt. http://www.falstaff.ch/fileadmin/_processed_/b/8/csm_Foto-aerea-castell-in-villa-c-pr-2640_2511442f67.jpg

«Tschianti» in der Bastflasche: Das war unseren Vätern der Inbegriff des italienischen Weins und der italienischen Dolce Vita. Zwischen der anonymen Bastflasche der 1970er-Jahre und dem heutigen Chianti Classico liegt ein langer Weg – zeitlich, aber noch viel mehr qualitativ. Das Chianti Clas­sico ist ein klar abgegrenztes Gebiet, das die Hügel zwischen Florenz und Siena umschliesst. Nur Wein, der hier wächst, darf sich Chianti Classico nennen und den bekannten schwarzen Hahn tragen.

Der einfache Chianti Classico, im Fachjargon auch als «Annata» bezeichnet, wurde bei Feintrinkern lange Zeit wenig beachtet. Diese hielten sich vielmehr an Chianti Classico Riserva oder Chianti Classico Gran Selezione. Klammheimlich aber hat sich der einfache Chianti Classico herausgeputzt. Das Ergebnis kann sich sehen, vor allem aber schmecken lassen. Ein Chianti Classico besteht zu achtzig bis hundert Prozent aus Sangiovese, den Rest können die lokalen Sorten Colorino oder Cannaiolo, aber auch Cabernet, Merlot oder Syrah bestreiten. Guter Chianti Classico duftet nach Kirschen, zeigt sich am Gaumen frisch und saftig, mit spürbarem, aber gut ­eingebundenem Tannin. Ein ausgezeichneter Begleiter zu vielen Gerichten der traditionellen italienischen Küche. 

1. Platz (94 Punkte) «Rocca di Montegrossi»: duftet nach reifen Kirschen, Zwetschgen und Zedernholz, samtig und voluminös.

1. Platz (94 Punkte) «Rocca di Montegrossi»: duftet nach reifen Kirschen, Zwetschgen und Zedernholz, samtig und voluminös.

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Solche Weine fanden wir in unserem Tasting viele. Insgesamt 95 Weine beteiligten sich an unserer Trophy, beachtliche 69 davon erhielten über 88 Punkte. Alle drei Sieger­weine erhielten 94 Punkte. Im Stechen wurden die Ränge ermittelt. Gewinner unserer Chianti Classico Trophy ist der Chianti ­Classico 2015 von Rocca di Montegrossi. Das Weingut von Marco Ricasoli befindet sich in Monti, im südöstlichen Teil des Chianti Classico. Das mit zwanzig Hektar für das Chianti relativ kleine Weingut macht schon seit Jahren mit hervorragenden Weinen auf sich aufmerksam. Der 2015er ist ein Bilderbuch-Chianti: dicht und mit voller Frucht, dabei aber doch saftig und mit schönem Trinkfluss.

3. Platz (94 Punkte) «Castello di Cacchiano»: schwarze Holunderbeeren, Leder und Lakritze, wunderbarer Schmelz.

3. Platz (94 Punkte) «Castello di Cacchiano»: schwarze Holunderbeeren, Leder und Lakritze, wunderbarer Schmelz.

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Der zweitprämierte Chianti Classico kommt von Castell’in Villa in Castelnuovo Berardenga. Das Weingut von Coralia Pig­natelli ist berühmt für seine langlebigen, charaktervollen Weine. So stammt auch dieser ­Chianti Classico aus dem Jahrgang 2013. Ein Wein, der sich gerade erst langsam öffnet. Der ­drittplatzierte Wein stammt aus dem Keller von Castello di Cacchiano in Monti. Auch hier setzt man auf lange Reifezeiten. Besitzer des Weingutes mit der imposanten Burgan­lage ist Giovanni Ricasoli, Bruder des Produzenten unseres Siegerweines. Beachtlich ist aber auch die Qualitätsdichte hinter den drei Siegerweinen. 

ERSCHIENEN IN

Falstaff Nr. 08/2017
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  • Tasting
    Chianti Classico Trophy
    29.11.2017
    Lange Zeit bei Feintrinkern verpönt, präsentiert sich der vermeintlich einfache Chianti Classico so gut wie noch nie – wie auch die Verkostung anlässlich der Falstaff Chianti Classico Trophy zeugt. Notizen von Othmar Kiem

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