Château d’Auvernier in einer neuen Liga

© Hans-Peter Siffert/weinweltfoto.ch

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http://www.falstaff.ch/nd/chateau-dauvernier-in-einer-neuen-liga/ Château d’Auvernier in einer neuen Liga Thierry Grosjean präsentiert aus dem Jahrgang 2014 zwei neue Neuenburger Pinot Noirs. Sie stammen aus sorgfältig selektionierten Parzellen in Auvernier. http://www.falstaff.ch/fileadmin/_processed_/6/0/csm_chateau-auvernier-c-Hans-Peter-Siffertweinweltfoto.ch-2640_c64be5b4d2.jpeg

Tradition und Innovation sind keine Begriffe, die sich aufheben müssen. Im Gegenteil: Sie können sich gegenseitig befruchten. Ein Beispiel dafür ist das Wirken des Winzers und Schlossherrs Thierry Grosjean. Auf Château d’Auvernier wird von seiner Familie seit über 400 Jahren Wein erzeugt. Aktuell keltert seine Mannschaft die Ernte von von rund siebzig Hektaren Trauben ein und ist der grösste Encaveur des Kantons. Nach einem Intermezzo als Regierungsrat kehrte er 2013 wieder in den Betrieb zurück. Er stiess dort auf ein gut funktionierendes Team mit Geschäftsführer Yann Kuenzi, Kellermeister Frédéric Droz und Schwiegersohn Yann Vanvlaenderen, einem Changins-Ingenieur. Sohn Henry wird nach Wanderjahren auf fremden Weingütern bald definitiv dazustossen.

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Thierry Grosjean widmet sich seither vermehrt seiner  Lieblingsbeschäftigung: der Entwicklung der Rebberge und der Kreation von neuen Weinen. Letzte Woche präsentierte er zusammen mit seiner passionierten Truppe im neu erbauten, überaus gelungenen Degustations- und Verkaufsraum die ersten Früchte dieser Arbeit: Die beiden Pinot Noirs Les Grand’Vignes und Les Argiles. «2002, 2009 und 2001 liess ich in diesen zwei herausragenden Parzellen oberhalb von Auvernier einen kleinbeerigen Pinot-Noir-Klon pflanzen. Die Rebstöcke haben inzwischen das Alter erreicht, um daraus einen Cru zu keltern.» 

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Beide Weine wachsen auf kalkhaltigem Boden. Jener von Grand’Vignes ist kiesiger, der von Argiles lehmiger. Entsprechend zeigt sich der erste etwas leichter und filigraner, der zweite kräftiger und würziger. Will man sie mit dem Burgund vergleichen – was angesichts der geographischen Nähe und terroirtypischen Verwandtschaft plausibel ist –, wäre Grand’Vignes ein Côte-de-Beaune und Argiles ein Côte-de-Nuits. Beide Gewächse stammen aus tiefem Ertrag von 400 Gramm pro Quadratmeter und beide wurden zwei Jahre in zu vierzig Prozent neuen französischen Barriques ausgebaut. Pro Typ gibt es 1500 Flaschen. Die graphisch bestechenden Etiketts hat der Künstler Guy de Montmolin gezeichnet. Der Flaschenpreis beträgt 58 Franken. Château d’Auvernier hat sich mit diesen beeindruckenden Weinen in die erste Reihe der Neuenburger Pinot-Noir-Produzenten katapultiert.

www.chateau-auvernier.ch

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