Champagne Pommery präsentiert 10. Chef de Cave

Clément Pierlot

© Michel Jolyot

Clément Pierlot

© Michel Jolyot

Die Kraft des Champagners liegt in den Emotionen, die er hervorruft begründet. Champagner ist seit jeher Begleiter besonderer Momente, er ist eine Quelle der Inspiration für Künstler, übersteht Trends und Moden und ist als solches zeitlos. Dabei erfindet er sich aber immer wieder neu.

«Ich wollte immer, dass die Domaine sich wie ein offenes Buch liest, das eine Geschichte der sich ändernden Welt und Zeit erzählt. Hinterlasst darin Eure Zeichen, so wie auch ich die Geschichte für immer geprägt habe. Auf dass sie den Respekt unseres Champagners verdienen, der mittlerweile wie eine gemeinsame Seele ist und die Erinnerung an unsere Kunst für alle Zeiten in sich trägt.» 
Madame Pommery

Das «offene Buch», als das Gründerin Madame Pommery ihr Champagnerhaus sah, wird mit Clément Pierlot nun um ein Kapitel erweitert. Als 10. Chef de Cave wird er zukünftig die traditionsreiche Geschichte des Hauses weiterschreiben. Der neue Kellermeister wurde im Rahmen der Ernte des Clos Pompadour, der direkt an der Domaine Pommery in Reims liegt, vorgestellt. Geladene Gäste genossen bei dem Events ein spektakuläres Dinner mitten im Weingarten, das von Chef Lucien Dumas («Restaurant Lucas Carton», Paris) und seinem Team zubereitet wurde.

Werdegang

Clément Pierlots Grosseltern waren Bauern und so wuchs er mit der Arbeit am Land auf, für die er schon von klein auf eine besondere Leidenschaft pflegte. Nach seinem Abschluss in Geo- und Biowissenschaften in Reims Pierlot 1999 begann sein Studium an der SupAgro in Montpellier, das ihn auch in Ausland – auf die Niagara-Halbinsel und nach Italien – brachte. Nachdem er erste Erfahrungen beim Comité Champagne – dem berufsübergreifenden Verband der Champagne-Häuser und -Winzer – gesammelt hatte, erhielt Clément Pierlot im Jahr 2002 das französische Nationaldiplom der Önologie.

Zwischen 2002 und 2003 war Pierlot als Projekt Manager beim Comité Champagne tätig und widmete sich in wissenschaftlichen Versuchen dem Thema Gasaustausch. Diese führten ihn zu zahlreichen namhaften Champagnerhäusern bzw. Unternehmen, darunter auch die Vranken-Pommery Gruppe, der er 2004 beitrat. Im Alter von nur 24 Jahren übernahm er damals das Weingarten Management der Champagne Pommery und damit die Verantwortung für 250 Hektar und ein 45-köpfiges Team. 2010 wurde Clément Pierlot schliesslich in das offizielle Vranken Champagne Tasting Panel aufgenommen und ab 2014 übernahm er die Verantwortung für die önologische Entwicklung für die Champagne in England.

Der Kellermeister als Architekt

Wie alle erfolgreichen Pommery Kellermeister zuvor kann Clément Pierlot als Kellermeister aus dem Vollen schöpfen, denn ihm steht für seine Arbeit nur bestes Traubenmaterial für einen ausdrucksstarken Jahrgang zur Verfügung. Voraussetzung dafür ist es aber, mit viel Fingerspitzengefühl und jahrelanger Erfahrung im Rücken, den richtigen Moment der Ernte zu erkennen, um einen perfekten Jahrgang zu erhalten und den unverwechselbaren Charakter von Pommery beizubehalten.

Bis der Champagner im Glas sein Prickeln und seine Persönlichkeit entfaltet bedarf es einer Vielzahl von Entscheidungen, die letztlich der Kellermeister zu tragen hat. Wenn er die verschiedenen Grundweine zu einem Champagner assembliert, kommt dies der Rolle eines Architekten nahe. 319 verschiedene Vintages hat Pierlot bei der Assemblage zur Wahl, wovon 40 für den Brut Royal, sieben für den  Millésimé und drei für die Cuvée Louise ausgewählt und zu perfekten Champagnern vermählt werden.

Die Domaine Pommery
Die Domaine Pommery

Foto beigestellt

Die Natur als Grundlage

Nachhaltigkeit ist zu einem Schlagwort unserer Zeit geworden und die Umwelt rückt immer mehr in den Fokus. Für den Weinbau, der die Natur als Basis hat, gilt das in besonderem Masse. Daher wird dem Thema Nachhaltigkeit bei Vranken-Pommery bereits längere Zeit grösste Aufmerksamkeit gewidmet. Die Wiedereinführung von biologischem und biodynamischem Weinbau stellt Pommery vor keine einfachen Herausforderungen. Man hat sich aber dazu entschieden, sich diesen zu stellen. Auch wenn dies wirtschaftliche Einbussen bedeutet, ist man bei Vranken-Pommery bereit diese hinzunehmen, um die Zukunft zu sichern. Dies bedeutet auch, den natürlichen Zyklus im Weingarten anzuerkennen und immer weniger in diese einzugreifen. Eine Entscheidung, die sich auf die Mengen und letztlich auch auf den Preis auswirken wird. Eine Rückbesinnung auf die Natur als wertvollste Ressource lässt Pommery auch im Bereich Schädlingsbekämpfung neue Wege beschreiten. Das Champagnerhaus arbeitet zu diesem Zweck eng mit der Universität in Reims zusammen, die Forschung auf diesem Gebiet voranzutreiben. Gemeinsam wurde beispielsweise ein natürliches Fungizid entwickelt.

www.vrankenpommery.com

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