Bordeaux en Primeur 2018

Auf Château Palmer gab es 2018 zwar nur eine Miniernte, dafür war diese von herausragender Qualität.

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Auf Château Palmer gab es 2018 zwar nur eine Miniernte, dafür war diese von herausragender Qualität.

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Man spricht bei 2018 von einem grossen, teilweise sogar herausragenden Jahr in Bordeaux. Eine Einschätzung, die Falstaff nach Abschluss von Hunderten Jungweinproben durchaus teilt. Das Besondere an diesem Jahrgang ist, dass er einerseits im Ergebnis homogen ist: Es gibt in allen Appellationen sehr gute Weine und somit keine Grund für Aussagen wie «Die Weine vom linken Ufer sind besser als die vom rechten» (oder umgekehrt). Andererseits sind innerhalb der einzelnen Herkünfte die Weine doch sehr heterogen, sprich neben grossartigen Exemplaren stehen in den gleichen Appellationen auch überextrahierte oder zu spät gelesene Weine mit marmeladig-süssen Nuancen. Ganz grundsätzlich aber bietet der Jahrgang dem Liebhaber von Bordeaux-Weinen die Chance, sich mit Spitzenweinen einzudecken – und zwar in allen Preisklassen bis hinunter zu den Crus Bourgeois, von denen wir auch über einhundert als sehr empfehlenswert bewertet haben.

Der En-Primeur-Markt

Da der Jahrgang ohne Zweifel qualitativ zu jenen zählt, von denen man einige Kisten im Keller haben möchte, stellt sich wieder einmal die Frage: En-primeur-Kauf ja oder nein? Die Marktsituation stellt sich so dar: Nach den mengenmässig guten Jahrgängen 2015 und 2016 und den schwachen En-primeur-Kampagnen der letzten beiden Jahrgänge sind die Keller der Négociants in Bordeaux mit Jungweinen prall gefüllt.

Trotz der erfreulichen Qualität wird sich nach Einschätzung der Experten die Nachfrage auch unabhängig von der Preisgestaltung in Grenzen halten. Bedenkt man, dass die Sammler in Grossbritannien die grössten Abnehmer von En-primeur-Weinen sind und dass sich diese im schwelenden Brexit-Prozess sehr zurückhaltend engagieren werden, ist eine korrekte Preisfindung zusätzlich erschwert. Wer beim En-primeur-Kauf auf eine Rendite aus ist und ihn als Investment betrachtet, der sollte Vorsicht walten lassen.

In fünf von dreizehn Jahrgängen seit 2005 haben Käufer negative Renditen eingefahren, wenn man den Liv-ex-Index, der diesen Spezialmarkt beleuchtet, zugrunde legt. Selbst bei positiven Renditen hätten Käufer in einigen Fällen mehr Geld verdienen können, wenn sie in materielle Aktien investiert hätten. Die jüngste Liv-ex-Analyse zeigt: Seit 2005 waren die Weine in etwas mehr als 50 Prozent bei der «physischen» Markteinführung (Lieferung) günstiger als en primeur. Dies war bei den Jahrgängen 2009, 2010 und 2011 der Fall, was viele den Sinn des Systems infrage stellen liess. Seitdem hat sich das Blatt gewendet: 2012, 2014 und 2015 sind alle Weine zwischen En-primeur-Kauf und «physischer» Markteinführung gestiegen. Die beiden letzten Jahrgänge – 2016 und 2017 – sind jedoch weiterhin unter dem En-primeur-Preis erhältlich.

Wer allerdings Weine kauft, um sie später selbst zu trinken, wird sich dann für den En-primeur-Kauf entscheiden, wenn für ihn andere Faktoren zutreffen: Man möchte einen speziellen Wein erwerben, der vielleicht nur in limitierten Mengen angeboten wird. Derer gibt es im Jahrgang 2018 mehr als die sonst üblichen Verdächtigen, man denke an Palmer oder Pontet-Canet, die aufgrund ihrer biodynamischen Wirtschaft einen Grossteil der Ernte an den Mehltau verloren haben. Punkt zwei: Man möchte den gewünschten Wein in Grossflaschen kaufen – oder in Halbflaschen, auch dann ist der En-primeur-Kauf ratsam. Erste Anzeichen lassen darauf schliessen, dass die Weingüter bei der Festsetzung der Preise diesmal etwas vorsichtiger vorgehen werden – man geht etwas langsamer an die Release heran und hofft aus Anlass der diesmal auf Mitte Mai vorgezogenen Messe Vinexpo nochmals gute Stimmung beim Käuferpublikum zu machen. Erwartet wird daher eine etwas verzögerte Kampagne. Die bereits bekannten Preise lassen allerdings folgenden Trend erkennen: Das Niveau liegt etwa dort, was die Weine aus den sehr guten Jahren 2015 und 2016 heute im Sekundärhandel kosten, und rund 15 Prozent über dem Preis der En-primeur-Weine aus dem Jahr 2017. Das würde heissen: Für spekulative Käufe bietet sich überhaupt kein Raum.

Der Jahrgang im Detail

Das Jahr 2018 begann mit einem völlig verregneten Monat Jänner: In den Weinregionen von Bordeaux wurden zwischen 450 und 500 mm Niederschlag gemessen, der Teile der tiefer gelegenen Zonen in Seenlandschaften verwandelte. Die Winter-Temperaturen bewegten sich im langjährigen Mittel, auf einen relativ warmen Jänner mit einer Durchschnittstemperatur von 3 °C folgte ein ziemlich kalter Februar mit -2° Celsius im Mittel.

Der Dezember und der März verliefen vergleichsweise normal. Der Austrieb der Reben erfolgte in der ersten Aprilhälfte, die Frühlingstemperaturen waren um rund 2 °C höher als üblich – und das, obwohl beim Sonnenschein deutliche Defizite zu verzeichnen waren. Und so wie die Temperaturen höher waren, so waren es auch die gemessenen Niederschläge. Zwischen 1. April und Mitte Juli wurden weitere 336 mm Regen gemessen. Der Krankheitsdruck auf die Reben stieg, und für die Winzer hiess es wachsam und fleissig sein.

Speziell die biologisch und biodynamisch arbeitenden Betriebe mussten in dieser Phase erhebliche Ernteverluste für den Herbst verkraften, auch jene konventionellen Weingüter, die mit dem Spritzen auch nur einen Tag zu spät dran waren, zählten später zu den Verlierern. Rund ein Drittel der Weingärten in Bordeaux war mehr oder weniger vom Mehltau befallen – seit Jahrzehnten war das Problem nicht mehr so massiv wie 2018.

Man musste frühzeitig mit dem Entblättern beginnen, um für eine gute Luftzirkulation am Stock zu sorgen und so das Auftreten und die Verbreitung von Krankheiten, allen voran den Mehltau, hintanzuhalten. Auch die Bodenbearbeitung verlangte 2018 nach deutlicher Mehrarbeit, denn durch gute Wasserversorgung wuchs die Begrünung zwischen den Rebzeilen ohne Unterlass. Die Blüte von Ende Mai bis Anfang Juni verlief sehr gut. Wie in den Jahren zuvor waren auch diesmal vermehrt regionale Schäden durch Wetterereignisse zu verzeichnen. Dreimal schlug der Hagel unbarmherzig zu: am Pfingstsonntag am Médoc-Ufer im Gebiet von Saint-Christoly, Couquèques und Bégadan, am 26. Mai war der Süden des Médoc betroffen, am schwersten die Gemeinden von Ludon, Macau und Parempuyre. Am 15. Juli herrschte in derselben Zone nochmals Weltuntergangsstimmung. Es war der Tag des Finales der Fussball-WM, als ein enormer Hagelsturm die Weingärten von Ludon, Macau, Parempuyre und diesmal auch noch Le Pian und Blanquefort heimsuchte. Auch in den Rebbergen der Côtes de Bourg und in Blaye richtete der Orkan Schäden an, ebenso im Süden von Graves und im Sauternais.

Die Rückkehr der Sonne

Mitte Juli kletterten die Temperaturen dann in die Höhe und die Sonne stellte sich ein. Die bereits erschöpften Winzer atmeten durch. Ein stabiles Hochdruckgebiet installierte sich und hielt zur allgemeinen Freude bis Anfang Oktober ungetrübt an. Von Juni bis September lagen nun die Temperaturen deutlich über dem Durchschnitt. Seit 1947 gab es nur im extrem heissen Jahr 2003 in der Hochsaison noch höhere Werte als in 2018. Die Umfärbung der blauen Sorten verlief je nach Gebiet zwischen dem 5. und 15. August unter idealen Bedingungen. Drei trockene, sonnige Monate vor der Ernte in Folge sind auch in Bordeaux recht selten, vergleichbare Bedingungen gab es im Jahr 2010. Das Ergebnis waren ausgezeichnete Erntebedingungen ohne jede Fäulnisgefahr und ohne Stress für die Winzer. Klarerweise wurde bei den Weissweinen früh zu lesen begonnen, am 21. August waren die ersten Sauvignons Blancs im Keller, Ende August folgte bereits Pessac-Léognan, Anfang September dann Graves. Was die Rotweine betraf, so konnten es sich die Winzer wirklich aussuchen, das war nun mehr eine Frage des gewünschten Weinstils.

Während manch bekannter Betrieb in Saint-Émilion bereits in der ersten Septemberwoche die Merlots holte, schlossen andere Weingüter dort erst in der letzten Oktoberwoche ihre Weinlese ab. Die Haupterntezeit für Merlot und Cabernet war zwischen Mitte September und Anfang Oktober. Die roten Trauben kamen generell völlig gesund und ohne Anflug von Fäulnis in die Kellereien. Jene Betriebe, die alles richtig machten, den Mehltau im Griff und nicht das Unglück hatten, von Hagel getroffen zu werden, können sich ohne jeden Zweifel über exzellente Qualitäten freuen.

Vielfältiges Angebot

Was darf man also im Optimalfall erwarten? Am rechten Ufer, wo der Merlot dominiert, der tendenziell recht kraftvoll ausgefallen ist, liegt der neue Jahrgang stilistisch nahe an 2016 und 2015. Am linken Ufer erwartet man sogar noch mehr: Man spricht von einer Mischung von 2016 mit 2010, abgerundet mit einem Schuss 2009 – eine Art önologische «eierlegende Wollmilchsau» also. Letztendlich wird es einmal mehr um Balance und Frische gehen. Und da haben bereits die letzten Jahrgänge gezeigt, dass die Winzer eingesehen haben, dass man die Weine nicht auf Teufel komm raus konzentrieren muss, um von den Kritikern hohe Punkte zu bekommen und um den Weinen noch mehr Körper und Struktur abzutrotzen. Die heissen, trockenen Sommer haben die Kellermeister vorsichtiger gemacht, der Wert von Trinkfluss und Finesse hat wieder mehr Gewicht bekommen.

Empfehlungen gibt es viele

Nach der Verkostung von rund 600 Jungweinen, die allesamt noch länger in den Fässern reifen werden, bevor sie tatsächlich auf die Flasche kommen, blicken die Weinfreunde zunächst auf alle jene Namen, denen die höchsten Bewertungspunkte zuteilgeworden sind. Sechs Mal wurde in diesem Jahrgang die Höchstbewertung von 100 Punkten gegeben. Daneben gab es eine Vielzahl an echten Empfehlungen, und oft ist es durchaus sinnvoll, auch über den Kauf von «kleineren» Namen nachzudenken. Sie bieten den Vorteil, dass man hier nicht zwangsläufig jahrelang warten muss, bis man die ersten Flaschen öffnen kann; zudem kann man auch bürgerliche Gewächse aus einem tollen Jahr wie 2018 problemlos über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte lagern.

Die Crus Bourgeois liegen im Durchschnitt bei einem Preis von 20 bis 30 Euro. Wenn man subskribiert, dann sollte man am besten Magnums kaufen. Diese wird man im regulären Handel später nicht so leicht auftreiben können und sie sind auch im Hinblick auf eine längere Reifung von Vorteil. Von den bürgerlichen und nicht klassifizierten Gewächsen aus dem Médoc am linken Ufer möchten wir ihnen einige Blue Chips ans Herz legen. Zunächst jene drei Weine, die sich mit einer Bewertung von 94 Punkten besonders eindringlich empfehlen: Château Labégorce aus Margaux, Château Pibran aus Pauillac, gemacht vom Team von Château Pichon-Baron, und den Dauerbrenner Château Sociando-Mallet aus St.-Estèphe.

Nicht weniger als 18 bürgerliche Gewächse wurden mit einer Bewertung von 93 Punkten ausgezeichnet: eine Anzahl, die unschwer erkennen lässt, dass man dieses Segment in diesem Jahrgang auf gar keinen Fall vernachlässigen sollte. In dieser Gruppe findet man Klassiker wie die Châteaux Charmail, Clarke, Phélan-Ségur, Poujeaux, Potensac, Les Ormes de Pez, Siran, Tronquoy-Lalande, Lalande-Borie oder Tour Haut-Caussan, aber auch noch weniger bekannte und meist noch preiswertere Namen wie Le Boscq, Branas Grand Poujeaux, Lestruelle, Poitevin, Tour-Prignac, La Roque de By und ganz besonders Preuillac. Es lohnt sich also heuer sicher, die Falstaff-Datenbank, in der alle En-primeur-Wertungen online zur Verfügung stehen, genau zu studieren.


Die Favoriten 2018

Linkes Ufer

Einmal mehr kamen die besten Weine des Médocs aus dem nördlicheren Teil, Saint-Julien, Pauillac und Saint-Estèphe waren etwas im Vorteil. Zu den weiteren Topweinen, die man nicht versäumen sollte, zählen in diesem grossen Jahrgang ohne Zweifel auch Grand Puy Lacoste, Lynch-Bages, Pichon-Comtesse und schliesslich Rauzan-Ségla und Château Margaux.

Rechtes Ufer

Die Top-Terroirs am legendären Plateau von Saint-Émilion brachten ebenso tolle Ergebnisse wie eisenhaltige Boutonnière in Pomerol, wo sich die besten Namen drängeln. Aus der Gruppe mit 97 Punkten wurde der stärkste Wein in Preis-Leistung ausgewählt, weitere Weine mit dieser Bewertung sind Angélus, Figeac, La Fleur-Pétrus, La Mondotte sowie Pétrus selbst.

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