Die Luxemburgerin feiert heute ihren 60. Geburtstag. / Foto beigestellt
Die Luxemburgerin feiert heute ihren 60. Geburtstag. / Foto beigestellt

Seit fast 35 Jahren ist die Luxemburgerin nun schon als Köchin aktiv und hat viel erreicht, seit sie das Dorfcafé mit Kegelbahn und Tankstelle des Vaters in Frisange erbte und daraus ein Sterne-Restaurant gemacht hat. Ein Meilenstein ist sicherlich der Bocuse d’Or, den sie 1989 als bisher einzige Frau für ihren raffinierten Lammrücken gewann. Das es damals hiess, sie verdanke den Preis allein ihrem weiblichen Charme und einer Affäre mit Paul Bocuse, machte sie wütend. Ihre Karriere lässt jedoch keinen Zweifel daran, dass sie den Erfolg vor allem harter Arbeit und Leidenschaft für die Spitzengastronomie verdankt.

«Meinen Job habe ich immer geliebt, aber seine Nebenwirkungen habe ich manchmal gehasst. Es ist wie in der Liebe: Nicht jeder Tag bedeutet Honeymoon. Profikoch zu sein ist ein Knochenjob. Ohne Hingabe geht es nicht. Ich bin seit fast 35 Jahren Köchin, und 17 Jahre lang war ich in der Küche für alles alleine zuständig, dazu für das Personal und die Buchhaltung. Ich war manchmal so müde, dass ich auf dem Teppich eingeschlafen bin, wenn mein kleiner Sohn mit mir spielen wollte. Aber für mich war es immer der schönste Beruf der Welt. Mich macht es heute noch glücklich, wenn ich auf dem Markt in einer Kiste nach den feinsten Karotten wühlen darf.»

Im Laufe der Zeit hat Léa Linster für Könige, Diplomaten und Showstars aller Art gekocht und einige ihrer Begegnungen sind dabei besonders in Erinnerung geblieben. So stand etwa eines Tages Rapper Snoop Dog am Ruhetag mitsamt Bodyguards und Leibkoch vor der Tür. Dieser hielt Linster gar erst für die Spülfrau, weil sie am freien Tag keine Kochschürze trug. Die Zusammenarbeit gestaltete sich dennoch für alle letztendlich als wunderbar und problemlos. Auch Boris Jelzin durfte Léa Linster schon bekochen. Der war so beeindruckt von ihren Kochkünsten., dass er sie vor Begeisterung in die Luft hob. «Das fand ich einfach zauberhaft!», so die Spitzenköchin. «Um ein Haar hätte ich mich den Kommunisten angeschlossen», sagt sie mit einem Augenzwinkern.

Nicht nur am Herd macht das junggebliebene Energiebündel eine gute Figur. Unlängst hat sie ihre Autobiographie «Mein Weg zu den Sternen» veröffentlicht, in welcher Sie auch über die Rückschläge in ihrem Leben berichtet. Doch selbst für diese hat Linster ein Rezept parat: «Man sollte immer Pläne und Träume haben, und man darf sich nicht vor dem Scheitern fürchten! Eine verlorene Liebe ist immer auch eine gewonnene Freiheit. Wenn Plan A nicht funktioniert, war Plan B vielleicht sowieso der bessere. Gott sei Dank gehörte es immer zu meinen Talenten, mir die Dinge schönzureden. Und ich habe mir die Geschichten tatsächlich geglaubt, die ich mir selbst erzählt habe, das hat mein Leben leichter gemacht. Wenn die Müdigkeit oft meine Feindin war, war die Fantasie immer meine Freundin.»

Mehr zu Léa Linster können Sie auf Ihrer Homepage www.lealinster.lu erfahren!

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