Best of Gusseisen-Bräter: Einer für alles

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http://www.falstaff.ch/nd/best-of-gusseisen-braeter-einer-fuer-alles-1/ Best of Gusseisen-Bräter: Einer für alles Von Kupfer bis Teflon, von Eisen bis Email: Die Welt ist voller Töpfe und Pfannen, die wir alle wollen sollen – dabei reicht meist ein einziges Kochbehältnis. Wir sagen Ihnen, welches. http://www.falstaff.ch/fileadmin/_processed_/2/d/csm_Header-Paella-c-Shutterstock-2640_4765149375.jpg

Der beste aller Bräter ist aus dickem Gusseisen, emailliert und rund. Er hat nicht zu kleine Griffe links, rechts und am Deckel und einen Durchmesser von etwa 24 cm. So, jetzt wissen Sie das. Wenn Sie einfach nur gut kochen und bis zum Ende Ihres Lebens glücklich mit ihrem Bräter sein wollen und ausserdem ein paar hundert Franken übrig haben, verschwenden Sie hier nicht weiter Ihre Zeit.

Ziehen Sie jetzt einfach los und kaufen sich einen Le Creuset-Topf. Er ist nicht billig, dafür wunderschön, und wird Sie sicher nicht enttäuschen. Besser werden Bräter nicht. Für alle anderen, die es doch noch genauer wissen oder sparen wollen, holen wir hier weiter aus. Ein Bräter ist das vielleicht vielseitigste Küchengerät. Sie können in ihm Fleisch und Gemüse scharf anbraten und gleich danach zu einem Eintopf schmoren, in ihm lassen sich Suppen genauso kochen wie Reis oder ganze Hühner. Er ist der perfekte Brotback­ofen, funktioniert auf dem Herd als Pfanne, im Rohr als Topf, und wenn Sie es geschickt anstellen, dann wird aus ihm selbst auf einem Lagerfeuer mit ein paar Kohlen eine Art Backrohr – kurz, wenn Sie ein einziges Kochgerät mit auf die Insel nehmen müssten, es sollte ein Bräter sein.

Gusseisen ist für ihn das beste Material, weil es Hitze sehr gut speichert – das heisst, selbst wenn die Temperatur Ihres Backrohrs oder Ihres Herds schwankt (was sie bei den allermeisten Heimgeräten tut), sorgt Ihr Bräter dafür, dass es in ihm ziemlich gleichmässig warm ist und es keine heissen oder kalten Stellen gibt. Je dicker das Gusseisen, desto besser – zumindest, solange Sie den Bräter noch heben können. Gleichzeitig ist Guss­eisen fast unzerstörbar und hält auch sehr hohe, sehr plötzliche Hitze aus, was es an­­genehm von einem Römertopf aus Keramik unterscheidet. Nur fallen dürfen Sie es nicht lassen, weil er erstaunlich leicht zerbricht.

Bräter, die nicht emailliert sind – etwa die günstigen Modelle von Ikeamüssen vor dem Gebrauch eingebrannt werden, ganz genauso wie eine Gusseisenpfanne. Das ist nicht schlimm, aber etwas mehr Arbeit. Ausserdem kann blankes Gusseisen an Gerichte mit viel Säure, etwa Eintöpfe auf Tomatenbasis, mit der Zeit einen leicht metallischen Geschmack abgeben. Email verhindert das und ist ausserdem eine ganz wunderbare Anti-Haft-Beschichtung. Nachteile? Mir nicht bekannt.

Rund ist in den allermeisten Fällen schlicht die praktischste Form, weil Herdplatten nun einmal rund sind und sich Dinge wie Krautrouladen oder Fleischbällchen ideal hinein­schlichten lassen. 24 cm ist meiner Erfahrung nach schlicht die ideale Haushaltsgrösse für zwei bis vier Personen und Hobby-Brotbäcker. Wenn Sie fünf Kinder haben, nehmen sie das nächstgrössere Modell, wenn sie allein leben, eine Nummer kleiner.

Zahlreiche Firmen bieten gute Gusseisen-Bräter an. Die schwedische Firma Skeppshult etwa erzeugt besonders massive Gusseisen-Bräter (und sehr gute Pfannen), die Firma Staub ist ein französischer Qualitätsbetrieb. Selbst Ikea hat sehr günstige Gusseisen-Bräter im Angebot, von denen mir einer viele Jahre sehr gute Dienste geleistet hat. Die Firma Riess baut eine österreichische, etwas leichtere Eisenbräter-Version. Und Le Creuset? Die Firma ist wohl für die letzte Gusseisen­bräter-Revolution verantwortlich: Die Bräter wurden einst meist mit kleinen Füssen hergestellt, damit sie über Kohlenfeuer gestellt werden konnten, und hatten flache Deckel mit Rand, auf die man glühende Kohlen für Oberhitze legen konnte.

1925, im Gründungsjahr der Firma, brachte Le Creuset als Erste einen Topf ohne Füsschen und mit dem klassischen gewölbten Kuppeldeckel heraus. Das hat sich als schwer verbesserbar erwiesen. Jeder der Töpfe, die im Le Creuset-Werk in Fresnoy-le-Grand nahe der französisch-belgischen Grenze produziert werden, wird von einem eigenen Team kontrolliert, bevor er verkauft wird. Sie sind dick sowie emailliert und rund zu haben. Womit wir wieder beim Anfang und dem besten aller Bräter wären.

Die Bräter im Test

1. Chasseur – De Buyer Casserole

Foto beigestellt

Gesehen um: CHF 196.–
Mit einem Durchmesser von 28 cm lässt sich mit dieser Kasserolle nicht nur perfekter Braten zubereiten, sie ist auch für Schmorgemüse und Suppen bestens geeignet.
debuyer-brandshop.com


2. Le Creuset Gourmet-Profitopf

Foto beigestellt

Gesehen um: CHF 290.–
Der Gourmet-Profitopf mit 30 cm Durchmesser ist ein gusseiserner Allrounder, der auch als Pfanne einsetzbar ist. Er ist ideal für Gerichte, die zuerst scharf angebraten und anschliessend im Backofen gegart werden.
lecreuset.at


3. Schulte-Ufer Rustika Multi-Bräter

Foto beigestellt

Gesehen um: CHF 196.–
Grosser Bräter mit 5 l Fassungsvermögen. Besonderer Reiz: Der Deckel ist ebenfalls aus emailliertem Gusseisen und kann auch als Pfanne verwendet werden.
schulteufer-shop.de


4. Spring Escale

Foto beigestellt

Gesehen um: ca. CHF 196.–
Der ovale Bräter bringt es auf eine maximale Breite von 31 cm und ermöglicht eine extrem schnelle und gleichmässige Hitzeverteilung.
spring-brandshop.eu


5. Fissler Special Arcana Bauernpfanne

Foto beigestellt

Gesehen um: CHF 185.–
Die Emaillierung der Innenflächen unterstützt die Bildung einer Patina, die für den traditionellen Schmor­geschmack sorgt. Der dicke, glatte Boden eignet sich für alle Herdformen.
fissler.com


6. WMF Ovaler Gusseisen Bräter ProfiSelect

Foto beigestellt

Gesehen um: CHF 175.-
Der 30 cm breite Bräter aus emailliertem Gusseisen läuft vor allem bei grossen Portionen wie ganzem Geflügel oder Rinderbraten zu Höchstform auf.
wmf.com


7. Staub Bräter mit Glasdeckel

Foto beigestellt

Gesehen um: CHF 175.–
Brat- und Röstaromen können sich in diesem Bräter perfekt entfalten. Der Glasdeckel macht den Bräter etwas leichter als seine Kollegen.
zwilling.com


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Falstaff Nr. 08/2018
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