Barkultur: Es grünt so grün

Patrick Wermelinger, erfolgreicher Basler Barmann, führt die Bar «RENÉE».

© Remy Steiner

Patrick Wermelinger, erfolgreicher Basler Barmann, führt die Bar «RENÉE».

© Remy Steiner

Lebensmittel – das ist ein dehnbarer Begriff. Unvergesslich, wie Charly Chaplin in «Goldrausch» seine Schuhe kochte und aufass, mit den Schnürsenkeln als Spaghetti-Beilage. Insbesondere bei Flüssigem ist die Spannbreite gross: Da gibt es Hochprozentiges aus allen möglichen Früchten, Beeren, Wurzeln. Nur vom Gemüse findet man nicht viel, allenthalben ein paar Rübenformen wie Rüebli oder Randen. Letztere sind mit ihrem vollen, erdig-bitteren Geschmack zunehmend beliebt in «Mixed Drinks» der Barmoderne. Warum es kaum Gemüseschnäpse gibt, ist aber auch eine Frage der Herstellung und des daraus folgenden Preises. Wenn etwa ein Rüeblischnaps ebenso viel kostet wie ein hochklassiger Cognac, fällt die Wahl nicht schwer. So greift man in der grünen Bar gern auf Selbstgemachtes und angesetztes zurück wie Infusionen oder Liköre. Einen Klassiker gibt es, sofern man die Ausgangsfrucht zum Gemüse zählt: den Tomatensaft in der Bloody oder Virgin Mary, wozu auch noch als Garnitur eine kleine Selleriestaude kommt. Einen modernen Gemüsecocktail sehen Sie rechts.

Cocktailrezept: Kraut Sour

Aus dem Falstaff Magazin Nr. 05/2017

MEHR ENTDECKEN

  • Cocktail-Rezept
    Kraut Sour
    Überraschende Aromen: Im «Kraut Sour» von Mixologe Patrick Wermeling steckt eine Gin-Sauerkraut-Infusion.
  • 11.12.2016
    Barkultur: Welcome back, Cognac!
    Der Cognac ist zurück – und wie! Nicht nur pur wird er jetzt wieder vermehrt genossen, auch an der Bar feiert der französische Weinbrand...